Masthähnchen sind in einem der Ställe einer Agrarproduktionsgesellschaft zu sehen. (Quelle: dpa/Jens Büttner)
Video: rbb|24 | 31.12.2020 | Material: Brandenburg aktuell | Bild: dpa/Jens Büttner

Nachweis bei Tieren im Spree-Neiße-Kreis - Erstmals in 2020 Geflügelpest in Brandenburg aufgetreten

Im Land Brandenburg ist am Dienstag erstmals in diesem Jahr der Geflügelpesterreger H5N8 in einer Kleinsthaltung nachgewiesen worden. In einer Hobbytierhaltung mit Wachteln, Hühnern und Enten in der Gemeinde Schenkendöbern mit gut 50 Tieren waren auffällig viele Vögel gestorben. Der Bestand wurde sofort durch das zuständige Veterinäramt gesperrt und Proben entnommen. as Landeslabor Berlin-Brandenburg hatte den Subtyp nachgewiesen, das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) bestätigte den Verdacht, teilte ein Sprecher des Brandenburger Verbraucherschutzministeriums mit.

Das Geflügelpestvirus war in diesem Herbst in Brandenburg bisher bei vier Wildvögeln nachwiesen worden. "Leider ist das eingetreten, womit wir bereits gerechnet haben. Nun sind auch in Brandenburg Nutztierbestände von der Tierseuche betroffen. Seit im Oktober die Seuche wieder verstärkt bei Wildvögeln und auch in Nutzbeständen in den benachbarten Bundesländern und europaweit aufgetreten ist, sind wir in Alarmbereitschaft. Die Ursache für die Infektion in Spree-Neiße ist derzeit noch unklar", ließ sich Anna Heyer-Stuffer (Grüne), Staatssekretärin für Verbraucherschutz, am Dienstag zitieren. Der Erreger H5N8 gilt für Menschen als ungefährlich.

Beobachtungsgebiet im Umkreis von zehn Kilometern

Das Veterinäramt leitete "alle erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung der Geflügelpest" ein, teilte der Sprecher des Ministeriums mit. Das heißt: Die verbliebenen Tiere seien getötet und unschädlich beseitigt worden. Außerdem richteten die Behördenmitarbeiter einen Sperrbezirk im Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet im Radius von zehn Kilometern um den Ausbruchsbestand ein.

Die genauen Grenzen der Gebiete werden durch das zuständige Veterinäramt des Landkreises Spree-Neiße festgelegt. Die betroffenen Geflügelhalter wurden laut der Kreisverwaltung informiert. Das Verbraucherschutzministerium appelliert an die Geflügelhalter, die seit 13. Dezember in Risikogebieten geltende Stallpflicht konsequent einzuhalten. Mit dem Land Brandenburg und dem Krisenzentrum stehe der Kreis in engem Austausch und nutze die bereits etablierten Prozesse des Krisenmanagements bei der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Anfang September war im gleichen Ort der deutschlandweit erste ASP-Fall amtlich bestätigt worden - bei einem toten Wildschwein.

Sendung: Antenne Brandenburg, 29.12.2020, 16.30 Uhr

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