Eine Weltkreigsbombe in einer Baugrube, die bei Bauarbeiten in der Virchowstrasse in Cottbus gefunden wurde.
Audio: Antenne Brandenburg | 25.02.2021 | Bild: Kampfmittelbeseitigungsdienst

Entschärfung am Montag - Evakuierung für 3.700 Cottbuser nach Fund einer Weltkriegsbombe angeordnet

Im Zusammenhang mit der geplanten Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Cottbus hat die Stadtverwaltung die Zahl der betroffenen Einwohner noch einmal erhöht. Demnach müssen am Montag 3.700 Cottbuser ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Und das auch deutlich früher, als bisher geplant.

Das Rathaus in Cottbus hat am Freitag die Zahl der betroffenen Einwohner für die geplante Entschärfung einer Weltkriegsbombe noch einmal nach oben korrigiert. Demnach müssen am Montag 3.700 Cottbuser ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Zunächst war die Stadtspitze nur von 2.600 Menschen ausgegangen.

Zudem soll die Evakuierung am Montag bereits um 8 Uhr abgeschlossen sein, teilte das Rathaus am Freitag mit. Noch am Donnerstag hatte es geheißen, die Evakuierung solle um 8 Uhr beginnen und bis 11 Uhr abgeschlossen sein. "Ab diesem Zeitpunkt sind die Kontrollteams im Sperrgebiet unterwegs und evakuieren die Gebäude. Im Anschluss beginnen die Fachleute des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit der Entschärfung der 50-kg-Bombe.", teilte die Stadt am Freitag mit.

Im Sperrkreis in der Innenstadt befinden sich unter anderem auch das Technische Rathaus, das Einkaufszentrum "Spreegalerie", das rbb-Studio, die Stadthalle, das Lindner Congress Hotel, Teile des BTU-Campus, zwei Kindertagesstätten sowie die Erich-Kästner-Grundschule und das Oberstufenzentrum in der Sielower Straße.

Blindgänger soll kontrolliert gesprengt werden

Der Blindgänger wurde am Mittwoch bei Bauarbeiten in der Virchowstraße entdeckt. Nach Angaben des Kampfmittelbeseitigungsdienstes soll es sich um eine 50 Kilogramm Bombe mit russischem Zünder handeln. Sie wurde zunächst mit Sand abgedeckt. Laut Stadtverwaltung Cottbus sichert ein Wachschutzunternehmen derzeit die Fundstelle ab.

Die Weltkriegsbombe soll russischer Herkunft sein. Für die Entschärfung beziehungsweise Sprengung ist ein 300 Meter großer Sperrkreis um den Fundort festgelegt worden.

Laut Experten soll sich der Zünder der Bombe in einem schlechten Zustand befinden. Daher ist geplant, zunächst den Zünder zu entfernen und anschließend in einem Waldgebiet hinter dem BTU-Gelände kontrolliert zu sprengen. Deshalb wird der Sicherheitsradius in Richtung Westen erweitert.

Weltkriegsbombe in Cottbuser Innenstadt gefunden (Quelle: mappa.pro)
| Bild: mappa.pro

Laut Verwaltung der Stadt Cottbus werden derzeit notwendige Straßensperrungen und erforderliche Evakuierung der Gebäude im Sperrkreis vorbereitet.

Als Notunterkunft soll für betroffene Einwohner laut Stadtverwaltung die Sporthalle des Max-Steenbeck-Gymnasiums zur Verfügung stehen. Des Weiteren laufen Abstimmungen mit dem Gesundheitsamt zu etwaigen Personen, die sich in Quarantäne befinden oder an Covid-19 erkrankt sind. Für diesen Personenkreis wird - wenn notwendig - eine gesonderte Unterbringung organisiert.

Sendung: Brandenburg aktuell, 24.02.2021, 19:30 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    ab wann wird die Sperrung erfolgen?

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