Bei der Durchsuchung gefundenes Ecstasy (Bild: Polizei Brandenburg)
Bei der Durchsuchung gefundenes Ecstasy | Bild: Polizei Brandenburg

Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz - Polizei gelingt größter Drogenfund in Südbrandenburg

Der Südbrandenburger Polizei ist der größte Drogenfund in ihrer Geschichte gelungen. Insgesamt 80 Kilo Drogen mit einem Verkaufswert von mehr als einer Million Euro wurden am Wochenende sichergestellt. Zwei Haftbefehle wurden erlassen.

Der Brandenburger Polizei ist ein Schlag gegen zwei mutmaßliche Drogenhändler in Finsterwalde (Elbe-Elster) gelungen. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurden am Wochenende zwei Männer im Alter von 38 und 39 Jahren festgenommen. Gegen sie sei bereits wegen des illegalen Handelns mit Betäubungsmitteln ermittelt worden.

Parallel zur Festnahme der beiden Männer seien insgesamt neun Objekte in Finsterwalde, Lichterfeld und Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) durchsucht worden, hieß es von der Polizei. Die Beamten hätten vor Ort mehr als 80 Kilogramm Betäubungsmittel, darunter Marihuana, Crystal Meth, Amphetamine, Kokain und Ecstasy, sichergestellt. Laut Polizei haben die Drogen einen Verkaufswert von mehr als einer Million Euro.

Ein Ermittlungsrichter habe gegen die beiden festgenommenen Männer Haftbefehle erlassen.

Bei der Durchsuchung gefundenes Kokain (Bild: Polizei Brandenburg)
Bei der Durchsuchung gefundenes Kokain | Bild: Polizei Brandenburg

Verkauf bis nach Cottbus

Es handele sich um den größten Drogenfund in der südbrandenburger Polizeigeschichte, sagte Polizeisprecher Maik Kettlitz dem rbb. In den vergangenen Monaten und Jahren habe es immer wieder größere Drogenfunde gegeben. In diesem Fall handele es sich aber nicht nur um Marihuana, die vorherrschende Droge in Südbrandenburg, sondern ebenfalls um große Mengen der anderen Betäubungsmittel. Das sei eine Besonderheit, so Kettlitz.

Unter den 80 Kilo Drogen sei überwiegend Marihuana, aber auch Crystal Meth und Amphetamine seien im "Kilogrammbereich" gefunden worden, so Kettlitz weiter.

Eine Drogenküche oder ähnliches sei nicht gefunden worden. Die Täter haben laut Kettlitz die Betäubungsmittel selbst eingekauft und sie in einem Netzwerk bis nach Cottbus verkauft. Bei der Durchsuchung seien außerdem Bargeld und Datenspeicher sichergestellt worden.

Bei der Durchsuchung gefundenes Marihuana (Bild: Polizei Brandenburg)
Bei der Durchsuchung gefundenes Marihuana | Bild: Polizei Brandenburg

Mutmaßliche Täter auf Parkplatz überrascht

Die mutmaßlichen Täter seien am Freitagabend festgenommen worden, so Kettlitz. Auf einem Parkplatz hätten die Beamten bei einer Drogenübergabe zugegriffen. Die mutmaßlichen Täter hätten sich überrascht gezeigt, aber keine Gegenwehr geleistet. Beide Männer sind der Polizei, unter anderem wegen Drogendelikten, bereits bekannt. Einer von ihnen ist in der Vergangenheit bereits zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Wie lange bereits zuvor gegen die beiden Männer ermittelt wurde, teilte die Polizei auch auf Nachfrage nicht mit. Die sichergestellten Drogen werden nun dem Landeskriminalamt übergeben, um die Wirkstoffgehalte zu ermitteln. Erst danach stehe fest, mit welche Strafe zu rechnen sei, so Kettlitz.

Sendung: Antenne Brandenburg, 31.03.2021, 13:30 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Danke den unermüdlichen Ermittlern und deren Erfolg. Toll gemacht. Leider steht ihr Arbeitgeber diesen Menschen nicht in vollem Umfang wie man es erwartet zur Seite. Das ist bedrückend aus meiner Sicht.
    Macht dennoch weiter gegen Kriminalität in ganzer Breite. Ich ziehe den Hut vor den Menschen die das tagtäglich für uns alle machen.

  2. 1.

    Wahrscheinlich ein Tropfen auf den heißen Stein!
    Wir brauchen eine neue Drogenpolitik, die nicht darauf setzt Polizeikräfte an den Kampf gegen Drogen zu fesseln, sondern aus den verkauften Drogen staatlichen Gewinn zu erzielen, der umgehend in Hilfsangebote zum Ausstieg aus der Drogensucht gesteckt wird.
    Der Kampf gegen die Drogen ist ein Kampf gegen Windmühlenflügel und lange verloren.

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