Anton wartet darauf, dass die Schulcloud läuft.
Audio: Antenne Brandenburg | 16.04.2021 | Ralf Jußen | Bild: rbb / Eva Kirchner-Rätsch

Massenhafte Zugriffe - Hackerangriff legt erneut Brandenburger Schulcloud lahm

Erneut hat es einen Angriff auf die Brandenburger Schulcloud gegeben. Das Online-Netzwerk war am Donnerstag deshalb kaum erreichbar. Ein erneuter Angriff am Freitag konnte offenbar abgewehrt werden.

Hacker haben die Brandenburger Schulcloud mit massenhaften unberechtigten Zugriffen über ein weltweit verteiltes Botnetz lahmgelegt.

Wie eine Sprecherin des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) dem rbb am Freitag bestätigte, gab es deshalb vor allem am Donnerstag Probleme, die Bildungsplattform zu erreichen. Demnach haben ab Donnerstagmorgen die Zugriffe dazu geführt, dass die Cloud bis etwa 12.30 Uhr nicht oder nur sporadisch erreichbar war. Das HPI habe das Problem aber in den Griff bekommen.

Ähnlicher Angriff bereits im Januar

Am Freitagmorgen habe es einen weiteren Hackerangriff mit der gleichen Methode gegeben, der laut HPI abgewehrt werden konnte. Die Erreichbarkeit der Brandenburger Schulcloud war laut Sprecherin nur kurzzeitig eingeschränkt.

Bereits im Januar hatte es einen ähnlichen Hackerangriff auf die Schulcloud in Brandenburg gegeben. Damals waren die Zugriffe laut HPI aus dem europäischen Ausland erfolgt.

Bei den sogenannten DDoS-Angriffen (Distributed Denial of Service) wird gezielt und massenhaft über sogenannte Botnetze auf eine Webseite zugegriffen. Server können die große Zahl an Anfragen dann nicht mehr verarbeiten.

Die Brandenburger Schulcloud wird von 656 der 900 Brandenburger Schulen genutzt. Auch Berlin nutzt das System.

Sendung: Antenne Brandenburg, 16.04.2021, 12:30 Uhr

10 Kommentare

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  1. 10.

    Kann man diese Hecker nicht beauftragen ein Gegenprogramm gegen den Virus zu progammieren? Ich meine mit Viren kennen die sich doch aus...

  2. 9.

    DDoS...gähn...

    Da würde ich gerne die Zahlen sehen. Alles, was die Server so an Zahlen zum Monster-DDoS haben...

    1. Glaube ich eher, dass die Infra rotten klein und kaputt ist. (billig billig)
    2. kann sich jeder Honk einen DDoS mieten.

    HÄCKER... Klar, HÄCKER...

    Da legen drei Jungs und Mädels ihr Wochentaschengeld zusammen und bekommen einen DDoS für 15 Minuten, der dann die kaputten serverinternen Mechanismen zerlegt...

    Dann dauert es nochmal 2 Wochen, bis die kaputten Server "repariert" wurden... Und keiner kann sagen, was da eigentlich kaputt war...

    whahahaha

    Ey, wir sollten voll analog gehen, das konnten wir wesentlich besser..

  3. 8.

    Informatik, wir lernen den Umgang mit scripten und das nutzen von Botnetzen. Nun so einfach ist das nicht solche Eingriffe abzuwehren, denn die anfragen folgenden vielen Rechnern mit ahnungslosen Besitzern. Zumal sie wenn wirkliche viele Rechner gekapert wurden nicht von normalen Usern unterscheiden können. Wenn sie dann noch eine Infrastruktur haben die schon am Limit arbeitet benötigt man da nicht mal viel wissen um diese lahmzulegen. Einzige was hilft ist lange Weile zu überbrücken....

  4. 7.

    Das sind keine Hackerangriffe sondern faule Ausreden der Betreiber und Entwickler an einem schlechten und übel betriebenen Projekt, für das HP Millionen kassiert. Noch ein Coronagewinner, ein übler dazu.

  5. 6.

    DDoS-Angriff, wie im Januar, dass aber die HPI-SchulCloud mehrmals wöchentlich nicht erreichbar ist, damit müssen die SuS zurechtzukommen? Ich verstehe nicht, wieso diese Plattform so sehr gelobt wird. Sie ist unübersichtlich, die zuschaltbaren Filter nicht wirklich hilfreich, keine individuelle Gestaltung möglich(nicht jeder kann mit einem vorgefertigten Ablagesystem gut arbeiten, es muss einfach die Möglichkeit der Konfigurierbarkeit geben). Diese Plattform dient nur dem Erhalt von Aufgaben und dem Upload dieser. Es ist KEINE Lernplattform, nur eine Bereitstellungsplattform (und jetzt bitte nicht mit bigbluebutton gegen-argumentieren! da gibt es bessere Varianten) DDoS-Angriif? Vielleicht waren einige IT-affine SuS genervt über die Performance und das unterirdisch schlechte Arbeiten dieses Dienstes oder der Server ging wie so oft nur durch die normale Nutzung down...

  6. 5.

    DDoS-Angriff, wie im Januar, dass aber die HPI-SchulCloud mehrmals wöchentlich nicht erreichbar ist, damit müssen die SuS zurechtzukommen? Ich verstehe nicht, wieso diese Plattform so sehr gelobt wird. Sie ist unübersichtlich, die zuschaltbaren Filter nicht wirklich hilfreich, keine individuelle Gestaltung möglich(nicht jeder kann mit einem vorgefertigten Ablagesystem gut arbeiten, es muss einfach die Möglichkeit der Konfigurierbarkeit geben). Diese Plattform dient nur dem Erhalt von Aufgaben und dem Upload dieser. Es ist KEINE Lernplattform, nur eine Bereitstellungsplattform (und jetzt bitte nicht mit bigbluebutton gegen-argumentieren! da gibt es bessere Varianten) DDoS-Angriif? Vielleicht waren einige IT-affine SuS genervt über die Performance und das unterirdisch schlechte Arbeiten dieses Dienstes oder der Server ging wie so oft nur durch die normale Nutzung down...

  7. 4.

    Welcher Hacker interessiert sich denn für eine Schulcloud? So ein Angriff sollte in diesen Kreisen doch eher peinlich sein. Sachen gibt es...

  8. 3.

    Was für eine total bescheuerte Aktion, die sich auch noch gegen die Kleinen richtet.
    Eine DDoS Atacke ist ohnehin die stumpfeste und blödeste Methode irgendetwas zu Blockieren, aber Hacken ist wirklich etwas anderes. Da gehört schon etwas mehr Köpfchen dazu.
    Pseudo Hacker und Script Kiddies ihr seid die größten Lamer des Landes !

  9. 2.

    So, so. Ein Hackerangriff per DDoS. Vielleicht mal jemanden Fragen, der sich damit auskennt, bevor man wieder mal Blödsinn schreibt?

    Zudem wäre natürlich auch interessant, ob es ein Nachweisbares DDoS-Szenario war oder schlichtweg die Server wieder wegen mangelnder Kapazitäten zusammengebrochen sind...

  10. 1.

    Wir sind ein hochtechnologisiertes Land, Entwickler von weltweit gefragten Produkten und Innovationen aber wir bekommen die einfachsten Dinger nicht auf die Reihe wie: Flächendeckend schnelles Internet, flächendeckend schneller Mobilfunk, Digitalisierung der Schulen, Datenschutz, Impfen...

    Es ist so traurig mit anzu sehen wie sich Deutschland mittlerweile bei der Entwicklung von vielen südostasiatischen Staaten, soagr von afrikanischen Ländern und den Autokratien Lateinamerikas überholen lässt.

    Dazu die Methoden wie im Mittelalter. Mit Faxgeräten, Steinkeulen, Lockdowns und Zettelwirtschaft gegen Corona.

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