Pilot leicht verletzt im Krankenhaus - Segelflugzeug in Schwarzheide verunglückt

Symbolbild: Ein Rettungswagen (Quelle: dpa/Andreas Franke)
Bild: dpa/Andreas Franke

Auf dem Flugplatz Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) ist am Sonntag ein Segelflugzeug verunglückt. Der 40-jährige Pilot wurde dabei verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden, berichtet die Polizeidirektion Süd in Cottbus am Montag.

Jetzt ermittelt die zuständige Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, wie es zu dem Vorfall gekommen ist.

Probleme beim Starten

Der Unfall passierte laut Polizeisprecher Maik Kettlitz Sonntagmittag beim Startvorgang. "Auf dem Flugplatz gibt es eine Seilzuganlage, um Segelflugzeuge beim Start anzuziehen, so dass sie an Höhe gewinnen", erklärt Kettlitz gegenüber rbb|24. Das Seil löse sich ab einer bestimmten Höhe automatisch.

"Aus bisher unbekannter Ursache kam das Flugzeug bei dem Vorgang vom Rollfeld ab und geriet auf die angrenzende Wiese", so der Polizeisprecher. Dadurch habe das Flugzeug das Gleichgewicht verloren. Die Fahrgastzelle wurde stark beschädigt. Der Pilot wurde leicht verletzt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 17.05.2021, 13:30 Uhr

6 Kommentare

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  1. 6.

    Danke für die Korrektur bzw. richtige und vor allem verständliche Darstellung des Hergangs.

  2. 5.

    Dem Piloten geht es gut, er wurde im Wesentlichen nur zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Leider scheint die Polizei unsere Erklärungen nicht so recht verstanden zu haben. Der Artikel ist somit leider nicht korrekt und die Ursache keineswegs unbekannt. Beim Anrollen des Flugzeuges im Windenstart hat eine Tragfläche durch eine Böe Bodenberührung bekommen. Dadurch hat sich das Flugzeug um dieses Tragflächenende gedreht, wodurch die andere Tragfläche mehr Auftrieb bekommen hat. Das Flugzeug ist daraufhin aus der so entstandenen Schräglage mit der Nase auf den Boden aufgeschlagen. Das Seil hat sich auch nicht automatisch gelöst, sondern wurde durch den Windenmechaniker korrekterweise sofort zum Stillstand gebracht, als dieser die beginnende Schräglage des Flugzeugs bemerkte. Dadurch ist dieser Unfall glimpflich verlaufen, das Flugzeug allerdings trotzdem stark beschädigt.

  3. 4.

    Korrekt zieteren, bitte! In dem zietierten Schriftstück heißt es "... Zum Vergleich: Die Autoindustrie crasht mit maximal 50 bis 56 km/h, 30 bis 35 g werden erreicht und das hält man dort bei einem geeigneten Rückhaltesystem für überlebbar. Die oft skurrilen Trümmerhaufen mit stark eingeengter Fahrgastzelle nach einem Aufprall, trotz großer Knautschzonen zum Energieabbau, sind wohl jedem bekannt. ..."
    Damit ist klar, dass auch damals keine Rede von "Fahrgastzelle" im Segelflugzeug war!

  4. 3.

    wenn der Pilot im Krankenhaus behandelt werden musste, dann ist er schwerverletzt. Von einem Leichtverletzten spricht man nur, wenn es keiner weiteren oder lediglich einer ambulanten Behandlung bedarf

  5. 2.

    Sicher? Frag' ja nur.
    https://www.dg-flugzeugbau.de/bibliothek/crashtest-mit-einem-segelflugzeugrumpf
    " ... Die oft skurrilen Trümmerhaufen mit stark eingeengter Fahrgastzelle nach einem Aufprall, trotz großer Knautschzonen zum Energieabbau, sind wohl jedem bekannt. Ein Hybridcockpit dagegen ist ein Überlebensraum aus einer anderen Welt. ..."
    Mhhh .... glaube die kennen sich aus.

  6. 1.

    Seit wann hat ein Segelflugzeug eine "Fahrgastzelle"?! Entweder ists ein Cockpit oder auch eine Pilotenkanzel.

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