Allgemeinverfügung - Tagsüber darf kein Wasser aus der Spree gepumpt werden

Kahnfahrt auf der Spree, Foto: Frauke Scholz via www.imago-images.de
Kahnfahrt auf der Spree | Bild: www.imago-images.de

Der Landkreis Dahme-Spreewald hat wegen der anhaltenden Situation untersagt, sogenanntes Oberflächenwasser tagsüber zwischen 8.00 Uhr und 20.00 Uhr aus den Flüssen zu pumpen. Die Regelung gilt ab Dienstag, 22.06.2021.

Betroffen davon sind die Gemeinde Märkische Heide, das Amt Unterspreewald, das Amt Lieberose/Oberspreewald, die Städte Lübben und Luckau sowie die Gemeinde Heideblick. Gleiches gelte auch für die Landkreise Oberspreewald Lausitz, Spree-Neiße und Cottbus. Hier würden ähnlich-lautende Verfügungen erlassen, teilte das Brandenburger Landesumweltamt mit.

Die Talsperre Spremberg lässt bereits weniger Wasser in die Spree abfließen, so das Brandenburger Landesamt für Umwelt.

Grund für die Maßnahmen sind die anhaltende Trockenheit und Hitze der letzten Tage. Es gehe darum, mit den vorhandenen Wasserreserven vorausschauend umzugehen, erklärte das Umweltamt. Hinzu komme, dass auch die letzten drei Jahre sehr trocken waren. Das habe insgesamt dazu geführt, dass es in der Spree und am Oberlauf der Dahme zu sehr geringen Durchflüssen komme.

31 Kommentare

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  1. 31.

    Frau Alice, so war das nicht gemeint. Teslas Ansiedlung in Freienbrink wird sich nicht in den Restlöchern der Lausitz bemerkbar machen. Tesla wird aber spürbar die Wasserbilanz im Raum Grünheide verschlechtert. zumal die Wasserversorgung über die Spree aus Richtung Süden in den nächsten Jahren deutlich abnehmen wird und der Rückgang der Niederschläge die Wassersituation auch weiter verschärfen wird. Unter diesen ungünstigen Bedingungen ist es einfach nur widersinnig, grotesk und absurd in Freienbrink solch einen immensen Wasserschlucker wie Tesla anzusiedeln zumal die Wasserqualität der Spree nicht besser wird und die Jauche, die Tesla ausstößt das Wasser der Spree weiter belasten wird.

  2. 30.

    Haben Sie berücksichtigt, dass z.B. BMW in Leipzig bekanntlich eine wesentlich geringere Fertigungstiefe hat und Motore andernorts fertigt und z.B. Getriebe bzw. naß produzierte Akkuzellen gleich von Dritten bezieht? Ist Ihnen aufgefallen, daß auch der stündlich Spitzenbedarf von Tesla, aus dem die Medien den Jahresverbrauch errechnet hatten, kleiner geworden ist? Warum fällt Ihnen die Bigotterie derjenigen nicht auf, die zwar täglich an der Baustelle vorbei fahren (dabei führt die Strasse dort nur zum Berliner Ring) und in der Freizeit mit einem Schild vor dem Werk demonstrieren, demnach die sich Sorgen um das *Trink*wasser für den Garten machen, dabei aber mit ihrem Verhalten Teil des Klimaproblems sind?

  3. 29.

    Ja, ich auch nochmal ;-). Obwohl ich kein E-Auto-Fan bin, Fachfrau auch nicht, halte ich die Auswirkungen der Wasserentnahme in Grünheide durch Tesla auf die Ostbrandenburger Kohleregionen bei guten 85 KM Luftlinie für fast nicht nachweisbar. Dazu kommt noch, das diese Region rein "strömungstechnisch" weit vor Grünheide liegt und Wasser "bergab" fliesst (gute 30 Meter Höhenunterschied auf NN-Basis).

  4. 28.

    Das Wasser wurde "damals" abgepumpt. Das kann heute niemanden angelastet werden. Ich halte es für fragwürdig bei der derzeitigen klimatischen Situation ein riesen Loch zu fluten und darauf zu spekulieren das daraus in vll. zwanzig, dreißig Jahren ein, Verzeihung, Planschbecken wird und dabei in Kauf zu nehmen, das andere Regionen evtl. auch wegen Wassermangels starke Umweltschäden erleiden. Es ist ja nicht nur das eigentliche "Füllwasser" das benötigt wird, es kommt noch eine nicht geinge Menge als Verdunstungsausgleich hinzu. Von dieser Verdunstung hat Ostbrandenburg nichts, da möglicher Regen nicht dort fällt wo das Ursprungswasser verdunstet. Hier sollten die verantwortlichen Ostbrandenburger Entscheidungsträger sich eher Gedanken um eine intelligente Nutzung der knapper werdenden Ressource Wasser kümmern als um derartige Prestigeprojekte.

  5. 27.

    Nicht nur die Lausitz, in ganz Brandenburg zeichnet sich ein massives Wasserproblem ab. Danke das Sie den Hauptverursacher benennen. CO2 und andere Luftschadstoff Emmisionen kommen noch oben drauf.

  6. 26.

    Bei der ersten Auslegung der Tesla-Antragsunterlagen war noch ein Wasserverbrauch von 3,6 Mill. m³ pro Jahr angegeben. Pro Fahrzeug waren das 7,2 m³. Da hieß es noch, es wäre ein Spitzenverbrauch aufs Jahr hochgerechnet worden. Die offizielle Redensart ist aber weiterhin, dass der Wasserverbrauch von 3,6 auf 1,4 Mill. m³ gesenkt wurde.
    Aber selbst mit aktuell 1,4 Mill. m³ ergibt sich für eine Jahresproduktion von 500.000 Fahrzeugen noch 2,8 m³ pro Fahrzeug, also über 50% mehr als andere Hersteller im erwähnten Artikel. Phänomenal ist das nicht gerade.
    Und der Sanitärwasserbedarf liegt bei ca. 10.000 Beschäftigten pro Tag a 50 Liter bei ca. 180.000 cbm pro Jahr, also weniger als 15% des Gesamt-Wasserbedarfes von 1,4 Mill. cbm. Es sei denn, jeder Mitarbeiter hat einen eigenen Pool und Gemüsegarten.

    Da gibt's noch einiges an Reserven!
    - Waren Sie es nicht, der an anderer Stelle über Grünheider Gartenbesitzer gewettert hat, die 50% mehr Wasser als die der Nachbargemeinde verbrauchen?

  7. 25.

    Dass Sie "E-Monster" per se ablehnen, ist hier hinlänglich bekannt. Also akzeptieren Sie die Einordnung des Wasserbedarfs der Fabrik im Industriegebiet Freienbrink Nord natürlich konsequenterweise nicht, weil das Ihren Popanz vom ach so großen Verbraucher in rasanterer Geschwindigkeit entlarvt als ein Model S Plaid für die viertel Meile benötigt. Dabei ist das mittlerweile einer der letzten Strohhalme, an die Sie sich klammern können, weil unzählige Ihrer anderen Falschbehauptungen längt immer wieder widerlegt worden sind - und das ebenfalls i.d.R. in einer Geschwindigkeit, die das Raumschiff von Lord Helmchen langsam erscheinen ließ.

    Gerne ordne ich on topic auch das Sprengen des Rasens vor der Siegelssäule u,ä. ein.

  8. 24.

    Wieso verbreite ich Quark? Spätestens wenn die Grundwasserabsenkungsmaßnahmen durch den Braunkohlenbergbau eingestellt werden, bekommen die Oberflächengewässer aus der Bergbauregion keine Zuflüsse mehr. Dann wird ein Teil der aus dem Oberlauf der Flüsse stammende Wässer im Bereich der Alttagebaue durch Infiltration verlustig gehen. Da auch die Niederschläge in der Region weniger werden, geht den Flüssen wie der Spree eine weitere Quelle verloren. Außerdem soll der Grundwasserspiegel möglichst schnell auf das Niveau vorbergbaulicher Zeiten angehoben werden, wozu jede Menge Wasser erforderlich ist. Wie das konfliktfrei funktionieren soll, weiß der Himmel. Erst wenn die alten Wasserstände erreicht sind, sind die Voraussetzungen gegeben, dass das Wasser der Flüsse von der Quelle bis zur Mündung ohne Pumphilfe selbstständig wieder fließen kann. Das wird dauern. Bis dahin wird es noch jede Menge Wasserverteilungskämpfe geben, hoffentlich nicht ausgetragen auf dem Rücken der Bevölkerung.

  9. 23.

    Punkt 2 ist genau so Quark......
    Das gehobene Grundwasser wird für die Spree fehlen, deshalb spielt sich Täter Leag auch als Retter der Spree auf Solange gepumpt wird .
    Jetzt beginnen die Menschen jedenfalls zu begreifen welche Folgen diese Zerstörung der Natur durch insgesamt tausende km2 Berbau hinterlässt.

  10. 22.

    So ein Quark, den Sie hier verbreiten:
    1. Die Füllung der Alttagebaue ist absolut nachrangig gegenüber der Speisung der Oberflächengewässer.
    2. Die Speisung wird mit dem Ende der Tagebaue reduziert, weil das Grundwasser nicht mehr abgesenkt und dann über die Flüsse abgeführt wird.

  11. 21.

    Ich noch mal, ich wünsche mir nicht, entscheiden zu müssen, wie nach dem Einstellen des Braunkohlenbergbaus in der Lausitz die zukünftige Wassersituation geregelt werden soll. Viele Nutzungseinschränkungen und Belastungen sind zu erwarten. Ich hoffe nicht, dass immer nur die Bevölkerung die Leidtragende ist. Deshalb ist es unbegreiflich, dass durch die stümperhafte, politisch gewollte Ansiedlung eines Industriegiganten wie Tesla und dessen Nachfolgeeinrichtungen im Bereich des Mittellaufs der Spree die kritische Situation weiter verschärft werden soll.

  12. 20.

    "Warum dreht man nicht am Ostsee den Hahn zu, wenn jeder Liter zählt?" Diese Frage Frau Alice lässt sich nicht so einfach beantworten zumal nicht klar ist was gemeint ist. Die negativen Folgen des Jahrzehnte anhaltende Braunkohlenbergbaus in der Lausitz auf die Umwelt werden noch lange nachhallen. Ohne im Einzelnen darauf einzugehen, führte das zur Forcierung der Versteppung von Ostbrandenburg. In der Lausitz wurde großräumig Grundwasser tws. 100 m abgesenkt und in die Vorfluter abgeleitet. Nutznießer waren Anrainer im Unterlauf der Flüsse wie z.B. der Spree. Das Bergbauende vor Augen wird die Wasserableitung in die Flüsse und die Wasserdurchleitung aus dem Oberlauf der Flüsse zurückgehen, da die großen Bergbaulöcher wieder geflutet werden. Die Spree droht dadurch auszutrocknen, zumal auch ein Rückgang der Niederschläge zu verzeichnen ist. Nutzungseinschränkungen werden sicher notwendig. Völlig unverständlich ist, dass man einen großen Wasserverbraucher wie Tesla ansiedeln will.

  13. 19.

    Dazu gibt es noch eine recht pragmatische Erklärung. Tagsüber lässt die Spree allein durchs Schleusen im Spreewald schon relativ viel Wasser durch.
    Das kann man Nachts besser ausgleichen mit der Entnahme und hält somit den Spitzenabfluss einigermaßen in Grenzen.

  14. 18.

    Ich will keine Lanze für die in vielen Kommentaren verteufelten Kleingartenbetreiber brechen, die ihre Rasen sprengen. Hier wird ein künstlicher Buhmann geschaffen, dessen Schuld an der sich ankündenden Klimamisere und der Austrocknung großer Regionen unbedeutend und nicht messbar ist. Die eigentlichen Verursacher sind jene an Finanzkriterien orientierten Kreise, die unter dem Deckmantel angeblichen technischen oder industriellen Fortschritts alles platt machen, ohne auf die Folgen für die Menschen Rücksicht zu nehmen. Tesla ist eines dieser umweltfeindlichen Unternehmen, dem unsere Politiker zu Diensten sind, indem sie dem Konzern Grünheide und dessen Umgebung zum Fraß angeboten haben. Tesla hat freudig zugegriffen. Die Umwandlung der halbwegs noch intakten Landschaft zwischen Berlin und Fürstenwalde bzw. Frankfurt zum Industriegebiet wird sich auf das Klima auswirken. Davon ist auszugehen. Dadurch wird die Austrocknung von Brandenburg weiter forciert werden.

  15. 17.

    Immer wieder die gleiche Masche von Herrn Neumann, um die Tesla-Ansiedlung positiv darzustellen, sucht er irgendwelche negativen Beispiele in der näheren und weiteren Umgebung von Grünheide und meint damit Teslas Sauereien legalisieren zu können. Die BWB sind ein im Wassersektor tätiger, marktwirtschaftlich ausgerichteter Betrieb. Umweltschutzmaßnahmen interessieren nur solange sie die angestrebten Gewinnmargen fördern oder zumindest denen nicht entgegenstehen. Freiwillig werden die BWB nie die Wasserförderung zurückfahren. Ihrem Kommentar Herr Neumann entnehme ich, dass sogar sie einige Vorbehalte haben, wie in Berlin mit den Wasserressourcen umgegangen wird. Auf der Strecke können wir uns näher kommen. Ich erwarte aber, dass ihre Kommentare sich auch gegen diesen unbotmäßigen Wasserumgang richten und nicht daraus ableiten, dass Tesla genauso frevelhaft handeln darf.

  16. 16.

    Nix mit motzen. Hätte ich es gewusst, wäre die Frage nicht gestellt worden.

  17. 15.

    Folgt man Ihrem Link, erkennt man sofort, dass zwar der Wasserbedarf reduziert wurde, der aber weiterhin besteht wie i.A. auch Abwasser indirekt eingeleitet wird. Lediglich Audi in Mexico bereit sein Abwasser vollständig selber auf und nutzt es zu großen Teilen erneut entweder als Brauchwasser oder zum Wässern der Grünanlagen. Wenn man zudem genauer hinschaut, ist meist von Prozeßwasser die Rede wie auch den dabei entstehenden Abwässer. Dazu gibt es hierzulande nur Pilotprojekte, Brauchwasser direkt von der kommunalen Kläranlage zu beziehen. Der Sänitärbereich wird im Artikel nicht erwähnt. Dabei machte der z.B. 2019 bei BMW in Leipzig 2/3 des Abwasseraufkommens aus. Auch Tesla hat übrigens von Beginn der ersten Planung die interne Aufbereitung von Prozeßwasser in den ausgelegten Plänen zu stehen. Warum haben Sie die sich nicht angeschaut?

  18. 14.

    Für die Fahrzeugindustrie ist heutzutage ein geschlossener Wasserkreislauf Stand der Technik. Warum schafft das ein solch hochinnovatives Unternehmen wie Tesla nicht?
    https://www.automobil-produktion.de/hersteller/wirtschaft/wie-die-autobauer-ihren-wasserverbrauch-reduzieren-113.html

  19. 13.

    Echt jetzt? Denken Sie sich Ihre politischen Gegner blöd. Das ändert aber nichts daran, dass keiner in der Politik Ihre dumpfe Annahme ernsthaft als Beweggrund für diese Entscheidung anführt. Denken Sie einfach mal etwas länger nach! Nachts wird insgesamt weniger Wasser entnommen. Außerdem lassen sich nichts sogar Rasenflächen effizienter sprich sparsamer bewässern. Man muss also nachts weniger entnehmen. Und hui, wenn weniger entnommen werden muss, bleibt sogar nach Adam Riese mehr vorhanden …

  20. 12.

    Erst mal rummotzen. Der Hahn am Cottbusser Ostsee ist schon wieder zu.

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