Zu wenig Niederschlag - Wasser abpumpen in Elbe-Elster und Cottbus verboten

Elbhafen in Mühlberg (Elbe-Elster) (Quelle: imago images/Rainer Weisflog)
Bild: imago images/Rainer Weisflog

Der Landkreis Elbe-Elster und die Stadt Cottbus haben das Abpumpen von Wasser aus Gewässern verboten. Insbesondere in den stehenden Gewässern wurden wegen der hohen Verdunstungsrate, fehlender Zuflüsse und sinkender Grundwasserstände bereits kritische Wasserstände erreicht, teilte die Kreisverwaltung Elbe-Elster am Dienstag mit.

"In Verbindung mit den hohen Temperaturen besteht die Gefahr von erheblichen Beeinträchtigungen des ökologischen Zustandes der Gewässer", hieß es weiter. "Da die Wetterprognose weiterhin keinen nennenswerten Niederschlag erwarten lässt, untersagt der Landkreis Elbe-Elster als untere Wasserbehörde per Allgemeinverfügung mit sofortiger Wirkung Wasserentnahmen aus allen Oberflächengewässern des Landkreises mittels Pumpen", hieß es weiter.

Auch Cottbus untersagt Wasser abpumpen

Auch die Stadt Cottbus hat wegen der anhaltenden Situation die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern mittels Pumpvorrichtung tagsüber zwischen 8:00 Uhr und 20:00 Uhr untersagt. Die Regelung gilt ab Mittwoch, 23.06.2021.

Die Verfügung betrifft auch den Bereich der Spree in den Landkreisen Dahme Spreewald, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße. Verstöße gegen die Verfügungen können bis zu 50.000 Euro Bußgeld nach sich ziehen.

Das Spreegebiet leidet bereits unter den Wetter- und Niederschlagsbedingungen. Aufgrund ausbleibender Niederschläge sind für das mittlere Spreegebiet vor rund zwei Wochen erste Maßnahmen ergriffen worden. Das Landesumweltamt ordnete bereits an, die
Abgabemengen aus der Spree in mehrere andere Gewässer zu reduzieren, wie das Umweltministerium mitteilte.

Sendung: Brandenburg aktuell, 22.06.2021, 19:30 Uhr

3 Kommentare

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  1. 2.

    Wir sind einfach zu viele Menschen auf dem Planeten, in diesem Land, in dieser Stadt. Genau DAS muss sich ändern. Niemand traut sich das anzusprechen und wir brauchen Wachstum und Wachstum geht nur über Konsum und dafür braucht man Konsumenten. DAS ist der Fehler im System.

  2. 1.

    Da zeigt sich wieder wer Schafft und wer nicht: "erste Maßnahmen ergriffen worden. Das Landesumweltamt ordnete bereits an" - das sagt alles. Und die Wortwahl: "erste" u. "ordnet an" mit dem Zusatz "bereits" zeigt das Selbstverständnis und die Selbstdarstellung. Gönnerhaftes Zuteilen nach wessen Moral?

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