Talsperre Spremberg - Ruderer rufen Feuerwehr weil ihnen die Kraft fehlt

Ein Jugendlicher liegt in einem Schlauchboot in einem Badesee (Quelle: dpa/Arne Dedert)
Bild: dpa/Arne Dedert

Zu einem ungewöhnlichen Einsatz auf dem Spremberger Stausee (Landkreis Spree-Neiße) musste die Feuerwehr am Donnerstag ausrücken. Zwei Schlauchbootfahrer riefen am frühen Donnerstagnachmittag die Feuerwehr, weil sie aus eigener Kraft nicht mehr zurück ans Ufer gelangten, sagte die Feuerwehr rbb|24.

Nach Angaben der Leitstelle hätten die beiden Bootsinsassen die Strömung unterschätzt, waren abgetrieben und in Panik geraten.

Mehrere Rettungskräfte und Feuerwehren waren ausgerückt, darunter auch die Cottbuser Feuerwehr mit einem Rettungsboot. Das Schlauchboot sei abgeschleppt worden und die Insassen unverletzt am Ufer angekommen, so die Feuerwehr.

Sendung: Antenne Brandenburg, 29.07.2021, 16.30 Uhr

10 Kommentare

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  1. 10.

    Nur mal nachdenken. Wenn ich keinen Führerschein habe, darf ich kein Fahrzeug fahren.
    Wenn ich mich mit den Gefahren im/am Wasser nicht auskenne, habe ich dort nichts zu suchen. Erfahrener K1 und C1 Fahrer (Slalom/Wildwasser).

  2. 9.

    Sehr guter Kommentar.
    Unser Dank gilt den Rettern in dieser Not.

  3. 8.

    Hoffen Sie mal für sich, dass sie derartige Hilfe nie benötigen. Anderen Menschen in Notsituationen zu helfen, ist einer der wesentlichen Grundzüge der Menschlichkeit. Und das wollen Sie doch sein: Ein Mensch, oder?
    In Notfällen ist es übrigens völlig egal, ob Fahrlässigkeit vorliegt. Denken Sie nach, warum das so ist.

  4. 7.

    Ein Schlauchboot ist sehr windanfällig und das wird sehr oft unterschätzt. Ich glaube nicht, dass die Leute sich absichtlich in Gefahr brachten oder zu faul zum paddeln waren. Wir neigen leider dazu öfter Blödsinn zu machen. Ich habe viele Jahre Dienst bei der DLRG gemacht und einiges erlebt

  5. 6.

    Also ich bin leidenschaftliche Kanutin .... 'n Kanu ist 'n "bisschen" was anderes als so'ne Luftmatratze mit Rand. Die mir bekannten Strände sind auch an den breitesten Stellen (gut 2 Km). Mit Gummiboot schierer Leichtsinn!

  6. 5.

    Ich hätte das Boot gerettet.

  7. 4.

    In dem Schlauchboot befanden sich lt. Lokalpresse eine Frau und ein Kind. Ihr Statement zeugt von mangelnder Emphatie. Aber menschliche Kälte ist wohl der neue Standard?
    Quelle LR: "Mit einem Rettungsboot sind Feuerwehrleute am Donnerstag auf den Spremberger Stausee gefahren. Eine Frau und ein Junge erreichten wegen starker Windböen den Strand nicht mehr aus eigener Kraft. "
    Die Berufsfeuerwehr ist in solcher heiklen Situation der schnelle Helfer, der mit Steuergeldern genau dafür bezahlt wird und daher bei dieser Gelegenheit Dank allen Menschen, die in der Freiwiligen Feuerwehr Ihren Dienst ehrenamtlich verrichten. Es ist die Zusammenarbeit von Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen die das System der Rettung am Laufen hält. Und zwar Rettung und HIllfe für alle, die diese benötigen ohne sofort nach dem Inkasso zu rufen.

  8. 3.

    So ein Quatsch, genau für solche Fälle gibt es unter anderem Wasserrettungsdienste. Wahrscheinlich noch nie selbst mit einem Kanu von Wind überrascht worden.
    Zum Glück ist alles gut gegangen.

  9. 2.

    Feuerwehr und Wasserpolizei haben schon vor hundert Jahren in Not geratene Segler und Ruderer von den Berliner und Brandenburger Seen geholt, nicht erst heutzutage. Selbst bezahlen müssten die Unglücksraben den Einsatz nur bei grober Fahrlässigkeit, und die lag hier wohl kaum vor.

    Sollen Wohnungsbrände denn nicht mehr gelöscht werden, wenn die Bewohner mit dem Weihnachtsbaum oder mit der Feuerzangenbowle unvorsichtig waren?

  10. 1.

    und ich hoffe doch, dass die Beiden den Einsatz bezahlen durften.

    Aus eigener Unvernunft und Unterschätzung der eigenen Leistung sich in eine missliche Lage bringen und dann durch freiwillige Helfer, welche ihren Arbeitsplatz verlassen und unter höchsten Einsatz zum Ort des Geschehens eilen, "retten" lassen.

    Toll wofür die Feuerwehr heutzutage hinhalten muss

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