Sechs Menschen lebensgefährlich verletzt - Polizei ermittelt nach schwerem Unfall auf A13 gegen Busfahrer

Archivbild: Der verunfallte Bus steht wieder auf vier Rädern. Der Bus ist an der Raststätte am Bugkgraben an der Autobahn 13 bei Schönwalde in einen Graben gekommen und umgefallen. (Quelle: dpa/F. Sommer)
Bild: dpa/F. Sommer

Nach dem Busunglück auf der A13 in Brandenburg laufen Ermittlungen gegen den Fahrer des Reisebusses. Das gab die Polizei bekannt. Warum sich der Bus überschlagen hat, ist weiter unklar. Sechs Menschen wurden bei dem Unfall lebensgefährlich verletzt.

Die Polizei ermittelt gegen den Reisebusfahrer, der bei einem Unfall auf der Autobahn 13 bei Schönwald (Dahme-Spreewald) in der vergangenen Woche am Steuer gesessen hat.

Gegen den 42-Jährigen werde wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt, sagte Polizeisprecher Torsten Wendt am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.

Passagiere auf dem Weg der Besserung

Unterdessen steht noch nicht fest, wie es dazu gekommen ist, dass der Reisebus gegen eine Leitplanke fuhr und sich dann überschlug. Das Unfallgutachten der Prüfgesellschaft Dekra steht nach Angaben der Polizei noch aus.

Bei dem Busunglück am Freitag wurden alle 19 Passagiere im Alter zwischen 21 und 64 Jahren verletzt, sechs von ihnen lebensgefährlich. Nach Angaben des Busunternehmens seien die meisten von ihnen inzwischen aus den Krankenhäusern entlassen. Einige seien auf dem Weg der Besserung. Zum Unfallhergang wollte das Unternehmen mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nichts sagen.

Der Inhaber des Busunternehmens erklärte nach dem Unfall, dass das Fahrzeug technisch auf dem neuesten Stand gewesen sei. Der Fahrer habe die Lenk- und Ruhezeiten eingehalten.

Bus fuhr ungebremst in Leitplanke

Der Reisebus war Freitagvormittag auf der A13 zwischen Freiwalde und Staakow (Dahme-Spreewald) verunglückt. Nach bisherigen Ermittlungen war der Bus in Fahrtrichtung
Berlin auf Höhe des Parkplatzes Krausnicker Berge Ost nach rechts von der Straße abgekommen und gegen eine Schutzplanke gefahren. Er hatte sich einmal überschlagen und kam dann auf der Seite zum Liegen.

Nach ersten Angaben eines Unfallgutachters der Dekra gegenüber dem rbb fuhr der Bus ungebremst gegen die Leitplanke.

Sendung: Antenne Brandenburg, 03.08.2021, 16:30 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Wenn der Bus neu beschafft worden ist, kann es sich nur um ein Gebrauchtfahrzeug handeln. Das sagt erstmal nicht unbedingt viel, doch immerhin dasjenige, für Weitergehendes kalkulatorisch kein Geld zu haben. Zieht sich das ggf. durch, könnte darin im Sinne eines "Beziehungsgeflechtes" ein Teil der Ursache liegen.

  2. 1.

    Arme Leute! Alle miteinander, incl. Busfahrer!
    Ich könnte mir vorstellen, dass man bei den vorgeschriebenen Ruhezeiten nicht auf den Punkt genau müde genug ist, um zu schlafen. Der Körper hält sich nicht an geschriebene Gesetze. Wie auch immer: den Opfern und ihren Angehörigen alles Gute und schnelle Genesung. Dem Busfahrer, so er nicht grob fahrlässig gehandelt hat, viel Kraft für die nächste Zeit!
    Es wurde mir auch mal wieder bewusst, wie schnell es gehen kann!

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