Helikopter waren für Luftaufnahmen angefordert - Lausitzer Hubschrauber aus Hochwassergebiet zurück

Ein vom Hubschrauber der Firma Aeroheli aus gemachte Luftaufnahme vom Hochwassergebiet in Ahrweiler in Rheinland-Pfalz.
Audio: Antenne Brandenburg | 21.08.2021 | Bild: Aeroheli

Bei der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz sind auch Hubschrauber aus der Lausitz im Einsatz gewesen. Sie gehören einem Unternehmen mit Sitz in Neuhausen. Die Helikopter der Firma wurden auch schon für Hollywood-Produktionen gebucht.

Knapp 350 Kilometer Luftlinie liegen zwischen dem östlichsten Hubschrauber-Unternehmen Deutschlands, der Aeroheli International GmbH & Co. KG in Neuhausen (Spree-Neiße) und Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Für einen Auftrag im Hochwassergebiet sind Helikopter der Firma vor ein paar Tagen genau diese Entfernung geflogen.

Aus der Luft wurden vor Ort mehrere Tage lang Bilder von einer Ölpipeline gemacht. Es drohte Gefahr, dass die Leitung den riesigen Wasser- und Erdmassen nicht standhält.

Durch die Luftaufnahmen konnten sich die Betreiber der Ölpipeline einen Überblick verschaffen, wo akute Gefahrenstellen zu beseitigen waren.

Ein blauer Hubschrauber der Firma Aeroheli steht auf dem Flugplatz Neuhausen im Landkreis Spree-Neiße.
| Bild: rbb/Thomas Krüger

Lausitzer Firma seit 30 Jahren am Markt und in der Luft

Kurz nach der Wende wagten Jan Dammes und Dirk Franzke mit ihren Hubschraubern den Schritt in die Selbständigkeit. Mittlerweile hat ihre Firma 13 festangestellte Mitarbeiter. Neben Rundflügen werden die acht Heliktopter des kleinen Lausitzer Unternehmens zum Beispiel auch für Erkundungsflüge über Waldbrandgebieten oder für Vermessungen aus der Luft gebucht.

Mit ihren Überwachungsflügen ist die Firma neben Deutschland auch in Österreich und in den Niederlanden im Einsatz.

Ein roter Hubschrauber der Firma Aeroheli steht auf dem Flugplatz Neuhausen im Landkreis Spree-Neiße. Daneben die beiden Chefs der Firma.
Bild: rbb/Thomas Krüger

Einsätze manchmal sehr riskant

Wenn es zum Beispiel darum geht, dass Strom-, Wasser- oder Öl- und Gasleitungen überwacht werden müssen, brauchen die Piloten großes Geschick. "Damit man auch wirklich alles sieht, was der Betreiber der Leitung gern gemeldet haben möchte, muss man schon relativ tief fliegen", sagt Firmenchef Dirk Franzke. "Die Piloten fliegen nur zwischen 50 und 100 Meter hoch im Normalfall."

Auch beim Oder- und beim Elbehochwasser oder bei Waldbränden in Schweden sei man schon im Einsatz gewesen, sagt Jan Dammes. Mehrfach habe auch schon Hollywood in Neuhausen angeklopft. Zum Beispiel für den Film "Hitman". Aktuell gebe es schon wieder eine Anfrage einer TV-Produktionsfirma aus Hollywood. Ende August könnte es soweit sein, sagt Dammes. Mehr kann und will der Firmenchef aber derzeit offenbar dazu noch nicht sagen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 12.08.2021, 15:40 Uhr

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