Treffen mit Umweltminister in Spremberg - Aktionsbündnis dringt auf Dichtwand gegen braune Spree

Spree bei Spremberg
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Audio: Antenne Brandenburg | 16.09.2021 | Philipp Manske | Bild: Foto: Antenne Brandenburg

Das Aktionsbündnis "Klare Spree" fordert anlässlich eines Bürgerforums in der Stadt Spremberg (Spree-Neiße) einen schnelleren Brau der geplanten Dichtwand gegen die braune Spree. Bei dem Treffen wollen Einwohner mit dem Bergbausanierer LMBV und dem Brandenburger Umweltminister Axel Vogel (Bündnis 90/DieGrünen) diskutieren.

Die geplante Dichtwand soll in der sächsischen Oberlausitz am Speicherbecken "Lohsa 2", dem ehemaligen Tagebau Lohsa, gebaut werden. Von dort wird besonders viel Eisen in die Spree gespült. Laut LMBV könnte 2027 Baustart sein, zehn Jahre später Bauende. Dem Aktionsbündnis dauert das zu lange.

Finanzielle Hilfe vom Bund gefordert

Die sieben Kilometer lange und 90 Meter tiefe Dichtwand soll Eisenschlamm aufhalten. Laut LMBV kostet das Vorhaben 100 Millionen Euro.

Damit das Projekt schneller umgesetzt werden kann, fordert das Aktionsbündnis finanzielle Unterstützung vom Bund. Von 2022 bis 2027 wird es ein neues Bund-Länder-Abkommen geben. Dafür müssten jetzt die Weichen gestellt werden, so das Bündnis. Es will bei der Diskussionsrunde in Spremberg Umweltminister Axel Vogel die Frage nach schnellerer Umsetzung und der Finanzierung stellen.

Mehrere Maßnahmen laufen bereits

Bis zu sechs Tonnen Eisenhydroxid werden täglich südlich von Spremberg in die Spree gespült. Inzwischen können drei Wasseraufbereitungsanlagen mehr als die Hälfte des braunen Schlamms aus dem Fluss nehmen, bestätigt die LMBV. Außerdem wird der Spremberger Stausee regelmäßig gekalkt. Mit dem Kalk soll das Eisenhydroxid gebunden werden. An der Vorsperre zum Stausee wird regelmäßig brauner Schlamm abgebaggert.

Bisher hat der Bergbausanierer LMBV nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro für die Reinigung der Spree ausgeben. Der braune Schlamm ist eine Folge des früheren Braunkohletagebaus.

Sendung: Antenne Brandenburg, 15.09.2021, 16:40 Uhr

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