Bienenseuche erfolgreich bekämpft - Bienen-Sperrbezirk in Dahme-Spreewald-Kreis aufgehoben

Di 26.10.21 | 15:42 Uhr
Bienen füllen Waben (Foto: dpa/Reichel)
Audio: Antenne Brandenburg | 26.10.2021 | Daniel Friedrich | Bild: dpa-Zentralbild

Seit 2019 hat die Amerikanische Faulbrut die Imker im Dahme-Spreewald-Kreis beschäftigt. Jetzt meldet der Landkreis, dass die Bekämpfung der anzeigepflichtigen Bienenkrankheit erfolgreich war. Dahme-Spreewald ist "wieder Bienenseuchenfrei", heißt es in einer Mitteilung am Dienstag [dahme-spreewald.info]. Damit konnten nun alle Sperrmaßnahmen aufgehoben werden.

Für die Bienenbrut ist die Amerikanische Faulbrut tödlich. Für Menschen ist sie ungefährlich, auch der Honig aus der Region darf gegessen werden.

Veterinäramt rät zu neuen Proben im Frühjahr

Vor allem im Raum Luckau waren vor zwei Jahren viele Völker von der Bienenseuche betroffen, sagte eine Mitarbeiterin des Veterinäramts am Dienstag dem rbb. Zuletzt habe es noch einen Bienenstand in Schönefeld gegeben, bei dem alle zwei Wochen klinische Untersuchungen und Beprobungen aller Völker durchgeführt worden seien.

Um den Fundort war ein Sperrbezirk mit einem Radius von zwei Kilometern festgelegt worden, der sich auch in die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und Neukölln ausgedehnt hatte. In diesem Gebiet wurden alle Bienenvölker untersucht. Außerdem durften Bienen nicht aus dem Sperrbezirk heraus- oder hineingebracht werden. "Der Schönefelder Imker und die Veterinärbehörde sind nun erleichtert, den Bienen keinen zusätzlichen Stress durch weitere Beprobungen mehr aussetzen zu müssen", heißt es in der Mitteilung des Landkreises.

Weil der Landkreis großflächig und über eine lange Zeit betroffen war, rät das Veterinäramt allen Imkern zu weiteren Proben im Frühjahr - unabhängig davon, ob Bienenwanderungen vorgesehen sind oder nicht.

Erwachsene Bienen erkranken nicht

Auslöser für die Amerikanische Faulbrut ist ein Bakterium, es wird laut Veterinäramt unter anderem durch verunreinigtes Futter in die Völker getragen. Die Tierseuche kann auch von einem Bienenvolk auf andere übertragen werden. In den Bienenstöcken führt sie zum Massensterben der Larven. Erwachsene Bienen sind resistent.

Zuletzt ist die Faulbrut Anfang September in Klosterfelde (Barnim) festgestellt worden. Auch dort wurde ein Sperrbezirk eingerichtet.

Sendung: Antenne Brandenburg, 26.10.2021, 14:30 Uhr

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