Verkehrsbehinderungen auf A15 bei Forst - Tierschutzorganisation stellt Strafanzeige wegen erschossener Schafe auf Autobahn

Fr 29.10.21 | 11:29 Uhr
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Entlaufene Schafe auf A15
Audio: Antenne Brandenburg | 29.10.2021 | Sebastian Schiller | Bild: Polizei

Im Fall der auf der Autobahn 15 bei Forst (Spree-Neiße) erschossenen Schafe hat die Tierschutzorganisation Peta Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Cottbus gestellt. Sie richtet sich gegen den Schafhalter und "die unbekannten Personen, die die Tiere erschossen haben", gab Peta in einer Pressemitteilung bekannt [peta.de].

Ende September hatte die Schafherde die Autobahn mehrere Stunden lang blockiert. Gemeinsam mit dem Züchter gelang es der Polizei, die meisten Tiere wieder einzufangen. Sechs Schafe wurden jedoch erschossen, weil sie laut Polizei eine zu große Gefahr für die Autofahrer darstellten.

Peta: Gab keinen Grund, die Tiere zu erschießen

Die Tierschutzorganisation vermutet, dass die Tiere erschossen wurden, um Zeit zu sparen, und die Verkehrssicherheit als Grund vorgeschoben wurde. "Es gab absolut keinen Grund, die verängstigten Schafe zu erschießen. Die Straße war bereits gesperrt", heißt es in der Mitteilung von Peta.

Laut den Tierschützern könnten ausgebrochene Tiere oftmals auch betäubt werden, anstatt sie zu erschießen.

Durch Wolfsattacke verunsichert?

Mehrere Autofahrer hatten am 28. September die Schafe auf der Autobahn gemeldet. Die Polizei hatte daraufhin die Fahrbahn Richtung Berlin und die Auffahrt Forst gesperrt und versucht, die Tiere einzufangen. Auch der Zoll und der Besitzer der Tiere haben dabei geholfen.

Es ging auch darum, zu verhindern, dass die Schafe auf die Gegenfahrbahn Richtung Polen geraten. Für die Tiere sei eine Leitplanke kein Hindernis, Schafe könnten ohne Probleme bis auf Gesichtshöhe springen, sagte nach dem Einsatz die Polizei.

Der Besitzer der Schafe vermutet, dass eine Wolfsattacke ein paar Tage zuvor die Tiere verunsichert haben könnte. Seitdem seien sie unruhig gewesen. Als die Schafe schließlich auf der Autobahn waren, seien sie aufgescheucht herumgelaufen und sehr schwer einzufangen gewesen, erklärte hinterher die Polizei.

Sendung: Antenne Brandenburg, 29.10.2021, 09:30 Uhr

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13 Kommentare

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  1. 13.

    Ihre Vorfahren, wenn auch weit zurückliegend, lebten vom Beeren , Kräutern unddddd von der Jagd. Vegan waren die bestimmt nicht. Aber,,,, vegan ist im Moment in, und wer da nicht mitmacht steht halt außerhalb der Gesellschaft, zumindest nach ihrer Ansicht. PETA ist für mich ein Verein etwas verwirrter Grünradikaler.

  2. 11.

    Zunächst: es geht in diesem Artikel nicht um Vegetarismus, sondern um unnötig erschossene Tiere. Zweitens: PETA braucht keine Publicity, die sind weltweit sehr bekannt. Sie setzen sich generell für die Rechte von Tieren ein. Drittens: die Oma aus Kloster Lehnin, die meinte, Menschen seien keine Wiederkäuer, scheint nicht über ihren Tellerrand geguckt zu haben. Vegetarismus gibt es seit Jahrhunderten und wird von vielen Millionen Menschen erfolgreich praktiziert,z. B. Hindus, Buddhisten etc.

  3. 10.

    Dann sollten Tiere, gleich welcher Art und Rasse , künftig auch wahlberechtigt sein. Ich glaube so langsam das es Leute gibt die nun völlig am Rad drehen.

  4. 9.

    Diese Organisation ist genauso überflüssig wie Schafe auf der Autobahn .

  5. 8.

    Tiere müssen endlich dem Menschen rechtlich gleichgestellt werden.

  6. 7.

    Ich bin nicht vegan, habe jedoch großen Respekt vor dieser Organisation und spende regelmäßig. Es großartig, was sie leisten ( für die Tiere, darum gehr es hier nämlich) die haben es garnicht nötig künstlich für PR zu sorgen.
    Autobahnen werden auch stundenlang für Idioten, die sich selbst überschätzt haben gesperrt. Es gab keinen Grund, die Tiere zu töten. Wahrscheinlich empören sich hier dieselben, die Wölfe schießen lassen wollen, weil sie Schafe reißen. Dann geht es natürlich wieder um die Schafe...

  7. 6.

    Mensch, das klingt ja ganz so, als hätte Ihre Großmutter Philosophie studiert …

  8. 5.

    Waren denn Personen von Peta vor Ort und haben es mit eigenen Augen gesehen? Wenn ja, warum haben sie dann nicht die Tiere eingefangen mit eigenen Händen und Füßen?

  9. 4.

    Über die Schafe oder über ein Schwein, dem 1 qm fehlt wird tagelang berichtet, aber das die LKW Fahrer kaum Plätze finden um sich auszuruhen damit sie andere nicht gefährden, interessiert keine Sau. Hauptsache das Klipapier ist in den Regalen.

  10. 3.

    Peta fällt mit irgendwelchen Aktionen immer wieder mal auf. Aber meine Oma hat mal gesagt: Wenn Gott gewollt hätte,dass wir Vegetarier sein sollen, dann hätte er uns als Wiederkäuer auf diese Welt kommen lassen. Und meine Oma war eine kluge Frau. Leider ist sie schon seit langem tot.

  11. 2.

    So sieht es leider aus. Lieber schlechte PR, als gar keine. Solche Vereine kennen keine Kompromisse sondern wollen ihren Standpunkt zu 100% umgesetzt haben, das ist das Problem, denn es ist undemokratisch.
    Allein schon die Aussage, eine gesperrte Autobahn würde keine Gefahrensituation mehr darstellen, zeugt von völliger Ignoranz. Jede Minute, die solch eine Straße gesperrt ist, stellt an sich schon eine Gefahrensituation dar, weil die Gefahr eines schweren Unfalls am Stauende zunimmt. Zudem kann man davon ausgehen, dass die leider erschossenen Schafe einer ordentlichen Verwertung zugeführt wurden. Das wäre ohnehin irgendwann passiert, dafür wurden sie ja gezüchtet und gehalten.

  12. 1.

    Ah, Peta braucht mal wieder PR, zu lange kein Rampenlicht gehabt. Ziel ist doch genau dieser eine Satz:
    "Wer solche Ungerechtigkeiten auf seinem Teller beenden will, lebt vegan."
    Deshalb haben sie ja nicht nur die Polizei verklagt, sondenr auch den Halter auch beim Verterinäramt gemeldet.

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