Urteil am Landgericht Cottbus - Mann soll nach Tötung der Tochter für 14 Jahre in Haft

Fr 03.12.21 | 12:31 Uhr
Gerichtssaal am Landgericht Cottbus mit Angeklagtem und Verteidiger
Foto vom Prozessauftakt am Landgercht | Bild: rbb/Aline Lepsch

Nach dem gewaltsamen Tod einer Fünfjährigen hat das Landgericht Cottbus deren Vater zu 14 Jahren Haft verurteilt. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der 49-Jährige das Mädchen erdrosselt hatte, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag rbb|24. Zuerst hatte die Nachrichtenagentur afp berichtet. Das Urteil erging wegen Totschlags.

Mit seiner Entscheidung kam das Gericht demnach der Forderung der Staatsanwaltschaft nach. Auch die Verteidigung sah den Tatbestand des Totschlags als gegeben an. Die Mutter des Kindes hatte als Nebenklägerin eine lebenslange Haft wegen Mordes gefordert, die Kammer konnte jedoch keine Mordmerkmale feststellen.

Vater kann sich nach eigenen Angaben nicht erinnern

Das Mädchen war Ende April 2021 tot in seinem Bett in einem Wohnhaus in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) aufgefunden worden. Laut Gerichtsmedizin soll es mit einem USB-Kabel stranguliert worden sein. Der Vater wurde bewusstlos in der Badewanne gefunden. Er konnte von Rettungskräften reanimiert werden.

Anfang Oktober begann der Prozess gegen den Mann. Nach Auskunft eines Gerichtssprechers äußerte er im Verlauf des Verfahrens zum Tatgeschehen nur, dass er sich nicht mehr daran erinnern könne. Gegen das Urteil kann innerhalb einer Woche Revision eingelegt werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 03.12.2021, 08:30 Uhr

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