Silvester - Verwaltungsgericht lehnt Eilantrag gegen Böllerverbot in Cottbus ab

Do 30.12.21 | 15:10 Uhr
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Archivbild: Abgebrannte Feuerwerksbatterien am Neujahrsmorgen auf einem Gehsteig. (Quelle: imago images/M. Schwarz)
Audio: Antenne Brandenburg | 30.12.2021 | Stadtsprecher Jan Gloßmann | Bild: imago images/M. Schwarz

Das von der Stadt Cottbus erlassene Böllerverbot zum Jahreswechsel ist rechtmäßig. Das hat das Verwaltungsgericht Cottbus am Donnerstag entschieden. Es lehnte einer Mitteilung zufolge einen Eilantrag gegen das Verbot von Feuerwerkskörpern zu Silvester und Neujahr auf allen öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen ab.

Angesichts der nach wie vor besorgniserregenden Ausbreitung des Coronavirus und der damit einhergehenden hohen Belastungen des Gesundheitssystems sei das Verbot eine geeignete, erforderliche und verhältnismäßige Schutzmaßnahme zur Kontaktreduzierung, begründete das Gericht die Entscheidung.

Die Stadt Cottbus hatte in diesem Zusammenhang auf die hohe Sieben-Tage-Inzidenz verwiesen, die sowohl im landesweiten als auch im deutschlandweiten Vergleich mit an der Spitze liege, führte das Gericht weiter aus.

Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) eingelegt werden.

Zuvor hatte bereits die Stadt Potsdam die gesamte Stadt zur Böllerverbotszone erklärt. Beim Corona-Gipfel am 2. Dezember hatten sich Bund und Länder zudem darauf geeinigt, ein Verkaufsverbot für Feuerwerk auszusprechen. Klagen dagegen waren erfolglos geblieben.

Sendung: Antenne Brandenburg, 30.12.2021, 15:00

10 Kommentare

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  1. 10.

    Wusste gar nicht, dass mich Böller und/oder Silvesteraketen von A nach B transportieren können. Sprich das eine hat nen Sinn/eindeutigen Mehrwert, bei dem anderen kann mir einer, am besten Sie, die Sinnhaftigkeit/den Mehrwert hoffentlich erklären?

    Danke schon mal im Voraus! Und auf eine ruhige Silvesternacht ;-)

  2. 9.

    Endlich mal klare Ansagen, die Berlin vermissen lässt. Wer will denn die bekloppte böllerei? Die Mehrheit der Bevölkerung ist dagegen. Wer will denn den ganzen Mist an Feinstaub, Müll und Verbrennungsgasen die auch noch sehr schädlich sind? Was macht die Ballerei mit den Tieren?
    Wer hier noch mit eingriff in die freiheitsrechte lamentiert, dem kann ich nur den Blick über die deutschen Grenzen empfehlen. Wo findet dieser idiotische Brauch noch statt? Armes Deutschland das solche Rituale braucht.

  3. 8.

    Im Artikel ist von einem Gerichtsurteil die Rede, nicht von einer Entscheidung von Politikern (die gab es vorneweg, und es waren übrigens mehrheitlich gewählte Politiker). Wenn es Menschen gibt, die Spaß oder nicht Spaß von ein bisschen Geböller abhängig machen, kann ich nur sagen: armes Volk. Wir sollten froh sein, wenn die Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäusern sinkt, und nicht versuchen, diese durch verunfallte Privatfeuerwerker wieder aufzufüllen. Die Rettungsstellen sind grade zu Silvester immer überlastet, da ist man froh über jeden der nicht dort aufschlägt. Merke: auch Ärzte, Rettungsassistenten und Pflegekräfte sind Menschen, die sich zu Silvester was Besseres vorstellen können, als abgerissene Finger anzunähen und verletze Augen zu spülen.

  4. 7.

    Hier böllern die schon wie doll und verrückt mit Sprengstoff rum, das wird was werden...

  5. 6.

    Richtig so
    Brauchen wir dieses Sylvester nicht

  6. 5.

    Es ist mittlerweile ein generelles Spaßverbot. Wo sich Menschen treffen und zusammen Spaß haben, da muss es Verbote geben. Treffen im Freien werden von der Wissenschaft bezogen auf Corona als äüßerst unkritisch angesehen. Unfälle mit zugelassenem Feuerwerk enden seltenst bis nie in der Intensivstation. Die Corona-Zahlen in den Intensivstationen fallen und fallen seit über 3 Wochen. Die Miesepeter dieses Landes setzen sich trotzdem durch. Es wird praktisch ein generelles Spaßverbot erlassen. Es ist in meinen Augen eine Kollektivstrafe. Wo ist eigentlich die FDP?

  7. 4.

    -der damit einhergehenden hohen Belastungen des Gesundheitssystems -
    da bin ich überrascht das die Teilnahme am Verkehr noch erlaubt ist.
    Bei den vielen Unfällen mit Verletzten , sollte man überlegen auch das fahren mit allen Fahrzeugen aller Art zu verbieten.

  8. 3.

    Die Entscheidung ist richtig auch wenn die Knallsüchtigen gleich wieder lamentieren es sei alles nicht so schlimm.
    Nach Statistik der Barmer Ersatzkasse haben sich die Krankenhauseinweisungen nach dem Böllerverbot von 6000 auf 3000 halbiert. Dieser Schwachsinn darf gerne dauerhaft wegfallen.

  9. 2.

    Wer hat denn den Eilantrag gestellt?

  10. 1.

    Das ist alles ein schwachsinn!!!
    Diese Politiker müssten für ihre Entscheidungen danach richtig zur Verantwortung gezogen werden!!

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