Chrystal Meth in Südbrandenburg - Immer mehr Drogen-Konsumenten nehmen Hilfsangebote zur Suchtberatung an

Mi 08.12.21 | 18:06 Uhr
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Die Droge Chrystal Meth (Bild: imago)
Bild: imago

Im Süden von Brandenburg nehmen immer mehr Crystal-Meth-Konsumenten Hilfsangebote zur Suchtberatung wahr. Die Drogenberatungsstellen der Landkreise Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Cottbus und Elbe-Elster zählen seit Jahren immer mehr Crystal-Konsumenten, wie eine Sprecherin des Netzwerks Crystal Meth Südbrandenburg der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Mittlerweile machen sie hier nach den Angaben vom Mittwoch rund sieben Prozent aller Hilfesuchenden aus. Im Jahr 2020 wurden demnach mehr als 1.500 Beratungsgespräche mit Betroffenen und Angehörigen geführt.

m Netzwerk Crystal Meth Südbrandenburg sind lokale Drogenberatungsstellen verschiedener Träger organisiert. Es wurde 2017 mit Geldern des brandenburgischen Gesundheitsministeriums ins Leben gerufen und soll der Verelendung durch die Droge vorbeugen, die vor allem im Süden von Brandenburg konsumiert wird.

Sendung: Antenne Brandenburg, 08.12.2021, 17:30 Uhr

6 Kommentare

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  1. 6.

    Sicherlich ist niemand gezwungen, irgendeine abhängigmachende Substanz zu konsumieren; sei es nun Zucker, Nikotin, THC, Alkohol oder anderes. Nicht jeder Mensch ist jedoch gleich gut dazu in der Lage, seinen Konsum zu kontrollieren; da spielen biochemische Prozesse eine Rolle, die bei jedem anders sind. Und selbst, wenn das anfangs noch gelingt, ist es ein schleichender Prozess, in eine Abhängigkeit zu geraten. Wenn jemand täglich seine ein, zwei Feierabendbierchen trinkt, ist das erst mal nicht weiter schlimm. Trifft ihn dann aber ein Schicksalsschlag – oder auch gleich mehrere Schicksalsschläge auf einmal – wie eine Trennung, ein Todesfall im Familienkreis, der Verlust von Arbeit und / oder Wohnung, eine (evtl. auch erst dadurch verursachte) Depression, kann einem auch dieser anfangs noch harmlos wirkende Konsum ganz schnell entgleiten. Davor ist kaum jemand gefeit. Einen Menschen dafür von vornherein pauschal zu verurteilen, kann niemals richtig sein, da man die Gründe nicht kennt.

  2. 5.

    Wenn ich darf:

    Das gilt leider auch umgekehrt.
    Letztenendes IST ein Suchtkranker für seine Krankheit verantwortlich.
    Es sei denn, er wurde gewaltsam abhängig gemacht oder MUSSTE aus irgendeinem Grund mindestens eine abhängig machende Substanz über einen längeren Zeitraum zu sich nehmen (bzw. GLAUBTE, es zu müssen).
    Das aber dürften eher die Ausnahmen sein.
    Jemanden im Stich zu lassen, ist eine harte Strafe.
    Und ich bin der Meinung, dass man besonders bei harten Strafen sehr genau das Für und Wider abwägen sollte.

  3. 4.

    Gegen Dummheit kämpfen die Götter vergebens. Soweit also Zustimmung.
    Und dass die Allgemeinheit für die daraus entstehenden Kosten aufkomen soll, geht mir auch eher gegen den Strich.
    Doch Leichtsinn und Gedankenlosigkeit können sich auf viele Arten zeigen.
    Wo also zieht man da die Grenze?
    Soll man auch sagen "Wer Drogen nimmt, muss für alle Kosten selbst aufkommen"?
    Was ist dann mit jenen, die das einfach nicht können?
    Liegen und sterben lassen?
    Was ist dann mit den Opfern von Beschaffungskriminalität und im Rausch begangener Unfälle?
    Was mit den Kindern und anderen Angehörigen (sei es der Drogenkonsumenten oder der Opfer ihres Handelns)?
    Und wie ist dann bez. Risikosportarten zu verfahren?
    Ebenso?
    Ich sag's nicht gern, doch meiner Meinung nach sollte man bez. Süchten ähnlich verfahren wie bez. der Prostitution:
    Ausstiegsmöglichkeiten anbieten, die Hand ausstrecken, Profiteuere bestrafen (seien es Drogenbarone, Dealer, Menschenhändler oder Zuhälter).

  4. 3.

    Scheinbar haben Sie nicht den Hauch einer Ahnung davon, was es heißt, wenn jemand suchtkrank ist. Das bedeutet, seinen Konsum überhaupt nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Da schaltet das Hirn komplett ab. Einen Suchtkranken selbst für seine Kranheit verantwortlich machen zu wollen, ist dann doch ein bisschen sehhhr kurz gedacht.

  5. 2.

    Vielleicht auch eine Folge von Corona. Schließlich ist der Grenzübertrott nach Tschechien nicht immer ganz so einfach gewesen.

  6. 1.

    Erst wurden Hinweise und Warnungen in den Wind geschlagen und das Zeug in sich reingepumpt. Nun muss Vater Staat wieder helfen. Und wenn es den Leuten passt fangen sie wieder damit an.

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