Hilfe für Bedürftige - Cottbuser Tafel eröffnet zwei neue Ausgabestellen

Mi 05.01.22 | 11:25 Uhr
Mitarbeiter der Tafel Cottbus (Foto: rbb/Mastow)
Video: Brandenburg Aktuell | 05.01.2022 | Phillipp Manske | Bild: rbb/Mastow

Die rund 5.000 Menschen, die in Cottbus auf die Hilfe der Tafel angewiesen sind, haben seit Mittwoch zwei neue Anlaufpunkte. In den Stadtteilen Sandow und Schmellwitz sind zwei neue Ausgabestellen eröffnet worden.

Der Geschäftsführer des Albert-Schweitzer-Familienwerks, das für die Tafeln zuständig ist, Kai Noack, hofft nun darauf, dass der Andrang in der bislang einzigen Ausgabestelle im Cottbuser Stadtteil Sachsendorf abnimmt. Mit einer generellen Entlastung für die ehrenamtlichen Helfer rechnet er allerdings nicht.

Die Tafel darf die Räume der Regionalwerkstatt Brandenburg mit Unterstützung des Cottbuser Jobcenters kostenfrei nutzen. "Das erleichtert uns die Arbeit enorm und führt dazu, dass wir diesen Schritt überhaupt gehen", erklärt Noack. "Hätten wir uns die Räume selbst anmieten müssen, wäre das für uns überhaupt nicht in Frage gekommen", so der Geschäftsführer weiter.

Veränderte Nutzergruppen durch Pandemie

Die Zahl der Hilfsbedürftigen, die in Cottbus auf Hilfe der Tafel angewiesen sind, liegt seit Jahren bei etwa 5.000. Laut Noack hat sich aber das Publikum, auch durch die Corona-Pandemie, verändert. "Es sind zum Beispiel viele Leute, die jetzt in Kurzarbeit waren, die vor ein bis zwei Jahren nicht damit gerechnet hätten, mal auf Hilfe der Tafeln angewiesen zu sein, so Noack. "Es sind aber auch viele Alleinerziehende, die einer Tätigkeit nachgehen und trotzdem auf ergänzende Hilfen des Staates angewiesen sind", erzählt er.

Zudem seien viele Studenten hinzugekommen, die keine Verdienstmöglichkeiten, beispielsweise in der Gastronomie mehr haben.

Sendung: Antenne Brandenburg, 05.01.2022, 16.40 Uhr

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