Revisionsprozess in Cottbus - Autofahrer soll Motorradfahrer aus Verärgerung bei Tempo 120 gerammt haben

Fr 29.04.22 | 11:35 Uhr
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Der Eingang zum Landgericht Cottbus (Foto: rbb/Schomber)
Audio: Antenne Brandenburg | 29.04.2022 | Holger Kessler | Bild: rbb/Schomber

Ein 38-jähriger Autofahrer muss sich seit Freitag in Cottbus erneut vor Gericht verantworten, der im April 2018 einen Motorradfahrer auf der Autobahn 10 am Schönefelder Kreuz gerammt haben soll. Am Landgericht ist der Revisionsprozess gestartet.

In erster Instanz war der Mann unter anderem wegen versuchten Totschlags zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Dagegen legte der Angeklagte beim Bundesgerichtshof (BGH) Revision ein und hatte damit Erfolg. Der BGH hob das Urteil auf und verwies das Verfahren an eine andere Kammer am Landgericht Cottbus.

Andere Autofahrer reagierten geistesgegenwärtig

"Dem Angeklagten wird vorgeworfen, bei circa 120 Kilometern pro Stunde aus Verärgerung einen Motorradfahrer gerammt und dadurch zu Fall gebracht zu haben", sagte Gerichtssprecherin Claudia Gutsche dem rbb. In der Anklageschrift zum ersten Prozess hieß es, dass es nur der geistesgegenwärtigen Reaktion nachfolgender Autofahrer zu verdanken gewesen sei, dass der Motorradfahrer nicht überrollt wurde.

Im Fall einer erneuten Verurteilung drohe dem Angeklagten maximal eine Freiheitsstrafe von drei Jahren, so Claudia Gutsche, "denn nur er hat gegen dieses erste Urteil des Landgerichts Revision eingelegt." Wie lange der Prozess dauern wird, ist laut der Gerichtssprecherin im Moment noch unklar.

Sendung: Antenne Brandenburg, 29.04.2022, 08:30 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Für mich ist es eigentlich ein Mordversuch, da hier das Auto als Waffe eingesetzt wurde. Auch zeigen mir solche Fälle, dass nicht jeder geistig in der Lage ist, ein Fahrzeug zu führen. Insgesamt merke ich eine Verrohung und das die Nichteinhaltung der StVO zunimmt. Da wünsche ich mir, dass jeder die Etikette des Anstands einhalten soll. Da kommt man auch ruhiger sowie entspannter ans Ziel. Für die Unbelehrbaren, inzwischen sind auch Dashcams in bestimmten Fällen für Privatpersonen zugelassen...

  2. 1.

    Hmm... nach den Raserurteilen, diesmal Totschlag und kein Mordversuch?

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