Bauarbeiten im Zeitplan - Letzte Spundwand am Cottbuser Ostsee-Hafen wird eingesetzt

Mo 27.06.22 | 12:55 Uhr
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Einbau der letzten Spundwände am Cottbuser Ostsee-Hafen (Bild: rbb/Herkner)
rbb/Herkner
Video: rbb24 Brandenburg Aktuell, 27.06.2022 | Amadeus-Markus Radtke | Bild: rbb/Herkner

Am zukünftigen Cottbuser Ostsee wird seit Montag die letzte Spundwand für einen Sportboothafen eingesetzt. Die Arbeiten finden in der Gemeinde Teichland (Spree-Neiße) statt - dort soll der Hafen entstehen.

Für die knapp 300 Meter lange Spundwand werden etwa 500 Spundbohlen gesetzt. Die Bauarbeiten sollen vier Wochen dauern. Laut Bauleitung liegen die Arbeiten im Zeitplan. Es habe zunächst allerdings Lieferschwierigkeiten beim Stahl gegeben, hieß es.

Bauarbeiten müssen rechtzeitig fertig werden

Die Bauarbeiten am Hafen haben bereits im Januar begonnen, obwohl der See noch gar nicht vollständig gefüllt ist. Am Montag lag der Füllstand bei etwa 42 Prozent. Die Bauarbeiten müssen allerdings abgeschlossen sein, bevor der See zum Jahresende einen Füllstand erreicht, der den weiteren Bau unmöglich macht.

Die Kosten für den neuen Sportboothafen belaufen sich auf rund neun Millionen Euro. Sieben Millionen Euro kommen dabei als Fördermittel vom Land. Der Hafen soll Platz für 100 Boote bieten. Zusätzlich sollen rund um den Hafen auch Ferienwohnungen, Strände, eine Promenade und Stege entstehen.

Sendung: rbb24 Brandenburg aktuell, 27.06.2022, 19:30 Uhr

18 Kommentare

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  1. 18.

    Guter Artikel von Ihnen ! Der Steuerzahler wird schon einen großen Anteil zu all diesen Projekten beitragen - da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Stromkunden und Steuerzahler, bezahlen genügend in der BRD und in Südbrandenburg.

  2. 17.

    7 Mio EUR Förderung für den Hafen klingt bei 9 Mio Gesamtkosten jetzt aber nicht nach einer größeren Belastung für die LEAG. Ob die LEAG die anderen 2 Mio trägt gibt der Artikel leider nicht her.
    Und das dürfte bei vielen anderen Projekten im Umfeld der Renaturierung ähnlich sein.
    Die LMBV ist ja nicht umsonst ein staatliches Unternehmen.
    Letzten Endes sind es Kosten für die LEAG also bezahlen wir Stromkunden und über die Abschreibungen auch der Steuerzahler einen ordentlichen Teil. Die Inhaber der LEAG bezahlen sicher nix davon und kassieren weiter fleißig ihre Gewinne.

  3. 16.

    Von der vorgesehenen Gesamtswassermenge sind nach 3 Jahren 42 % drin. Es war mit 2019 und 2020 auch eine sehr langsame Startphase, da kaum Oberflächenwasser zugegeben werden konnte.

  4. 15.

    Nein, musst du nicht. Ist schon bezahlt. Hier folgt im Moment nur die Ausführung.
    Dich zwingt niemand in die Lausitz zu kommen. Du kannst auch ans Schwarze Meer baden fahren.

  5. 14.

    Schade. Nichts verstanden.
    Der See entsteht nicht mit Bund-Länder-Mittels aus den Strukturstärkungsmitteln, sondern mit den Mitteln des privaten Bergbauunternehmens LEAG im Rahmen der gesetzlichen Wiedernutzbarmachung.
    Die Gemeinden am Ufer bereiten sich auf die Nutzung des künftigen Sees vor, in dem sie notwendige Infrastruktur bauen. So wie vor 25 Jahren Straßen auf bisherigen Kartoffeläckern für Eigenheimgebiete. Und eine Kaimauer ist nunmal eine öffentliche Infrastruktur, die letztlich auch Vorarbeit für eine geordnete bauliche Entwicklung am Ufer zum gemeindlichen Siedlungsgebiet.

  6. 13.

    Statt solch großer Milliarden-Projekte, mit so hoher Verdunstung, wären doch kleinere Seen, Tümpel, Biotope in ganz Brandenburg wichtig, für Amphibien, Insekten, usw. Das Geld der Allgemeinheit, für Jachthäfen, Tauchschulen, Segelschulen, Wohnen am Wasser, etc. auszugeben, finde ich absolut nicht richtig. Das sind Aufgaben einer Kommune(Wenn die Gemeinde, Geld dafür übrig hat), aber nicht die Aufgabe von Bund und Ländern. Woanders trocknen Tümpel und Seen langsam aus und in der Lausitz, werden mit Steuer Milliarden, große Wasserverdampfer geschaffen, wo dann Private, ihr Geld auf und an diesen Seen machen - Kein Verständnis dafür !!! Das ist kein Strukturwandel mit tausenden neuen Industrie-Arbeitsplätzen, das ist der Spaß für einige Wenige, die daran verdienen - Und die Abwanderung in Südbrandenburg geht dadurch munter weiter - sehr Schade.

  7. 12.

    Wie sieht denn die Prozentzahl bei der Gesamtwassermenge aus? Das, was Sie hier versuchen, ist Augenwischerei.

  8. 11.

    Beispiele, die alle Jahre wieder erheblichen Aufwand und Sperrungen benötigen.
    Rutschungen und Lausitzer Seen ergibt schon deutlich mehr als 4 Treffer.

  9. 10.

    So eine unvergleichbare Polemik, welche Sie hier äußern.
    Schauen Sie lieber auf vergleichbare Projekte im Lausitzer Seenland, Senftenberg, Sedlitz, Großräschen...etc

  10. 9.

    Ein Leuchtturm? :-)))
    Sinn und Zweck eines Leuchtturms sind wohl nicht bekannt, nein, es handelt sich NICHT um und kitschigen Deko-Schnickschnack wie bepflanzte Kähne im Spreewald oder maritime Urlaubs-Souvenir-Staubfänger, sondern um überlebenswichtige Seezeichen und Orientierungspunkte der Seefahrt.
    Warum also ein Leuchtturm auf dem Ostsee, wo ich doch nur im Kreis fahren kann.

  11. 8.

    Für insgesamt rund 10 Millionen müsste aber auch noch ein schöner Leuchtturm drin sein.
    Und wenn sich dann die Ufer- Böschungen in einigen Jahren verabschiedet haben, hat sich zumindest die Investition für die beteiligten Firmen gerechnet. Die Bevölkerung wird genauso wie am Helenesee in Frankfurt draußen bleiben müssen. Aber einige Politiker konnten sich profilieren.

  12. 7.

    Die Flutung des Ostsees liegt im Plan. Zur Zeit beträgt der Füllstand des Cottbuser Ostsees (bezogen auf die aufzufüllende Wasserhöhe seit Flutungsbeginn) 83 %.


    https://www.leag.de/de/geschaeftsfelder/bergbau/cottbuser-ostsee/#c1279

  13. 6.

    Lesen Die sich das Betreiberkonzept durch, dann verstehen Sie auch ohne offensichtliche Hydrologiekenntnisse die Regulierung des Pegels.

  14. 5.

    Muss Ich für diese Wasserverschwendung auch bezahlen, wenn ich Müritz, Rügen, Warnemünde und Usedom bevorzuge, statt Lausitz ?

  15. 4.

    Komisch, bei dieser Wasserverschwendung/ Verdunstung, bleibt der Aufschrei aber sehr gering. Ist ja auch politisch gewollt und da hebt natürlich Jeder, Hand und Parteibuch.

  16. 3.

    Hoffentlich wird die Hafen-/Steganlage "höhenverstellbar". Sonst ist er in ein paar Jahren nur für Luftschiffe geeignet.

  17. 2.

    Das Geld und die Fördermittel kommen von den Steuerzahlenden. Nicht Bund oder Land sondern von den Menschen die hier in Deutschland arbeiten und dieses Geld erwirtschaften. Unter den aktuellen und vorhersehbaren Folgen des Klimwandels, sprich Wassermangel, solche Projekte (eine einzige riesige Verdunstungsfläche) zu fördern, ist an Idiotie nicht zu toppen. Danke sagt ein Steuerzahler.

  18. 1.

    Wasserknappheit und einen alten Tagebau fluten, welch eine Idiotie. Zudem dürfte es aus dem Untergrund diverse zusätzliche Belastungen mit schädlichen Substanzen wie Eisendreioxid geben.

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