Ödland angezündet - 64-Jähriger soll Flächenbrand in Köttlitz gelegt haben

Mi 06.07.22 | 17:36 Uhr
Symbolbild: Ödland brennt (Quelle: picture alliance / Zoonar | Andrey Nyrkov)
Bild: picture alliance / Zoonar | Andrey Nyrkov

Immer wieder müssen Feuerwehren in Brandenburg zu Wald- und Flächenbränden ausrücken. Wie Feuer entstehen, ist oft unklar. Ein 64 Jahre alter Mann soll nun im Kreis Elbe-Elster dabei gesehen worden sein, wie er Ödland in Brand setzte.

Ein 64-Jähriger soll in Köttlitz im Landkreis Elbe-Elster einen Flächenbrand gelegt haben.

Zeugen hätten den Mann beobachtet, wie er am Elbdeich in Abständen von mehreren Metern und auf einer Gesamtlänge von etwa 400 Metern Ödland angezündet habe, teilt die Polizei am Mittwoch mit.

Zeugen hielten Tatverdächtigen fest

Die Zeugen sollen den 64-Jährigen aus dem Landkreis Elbe-Elster nach der Tat am Dienstagmittag festgehalten haben, bis die Polizei eintraf. Es wurde Anzeige wegen Sachbeschädigung durch Feuer erstattet.

Da der Verdächtige laut Polizei bisher nicht einschlägig wegen Brandstiftung in Erscheinung getreten ist, befindet sich der Mann auf freiem Fuß. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.

13,5 Millionen Euro Schaden nach Waldbrand bei Mühlberg

Nach dem schweren Waldbrand bei Mühlberg (Elbe-Elster) an der sächsisch-brandenburgischen Landesgrenze Ende Juni waren bei der Polizei ebenfalls Hinweise zu einer mutmaßlichen Brandstiftung eingegangen. Aufgeklärt ist der Hergang bisher aber noch nicht.

Die Ermittlungen nach dem Waldbrand bei Mühlberg liegen auf sächsischer Seite, weil die Feuer nach Angaben des zuständigen Oberstaatsanwalt nach bisherigem Erkenntnisstand alle im Freistaat gelegt worden sind. Von da aus breiteten sich die Flammen auch nach Brandenburg aus.

Nach Informationen der Dresdener Polizei und Staatsanwaltschaft belaufe sich der Schaden auf 13,5 Millionen Euro.

Sendung: Antenne Brandenburg, 06.07.2022, 14.30 Uhr

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