19 Millionen Euro für Brandenburg - Bund gibt Mittel für sorbisch/wendische Strukturprojekte frei

Fr 01.07.22 | 11:16 Uhr
Sorbische Bürger beim gemeinsamen Singen (Bild: dpa)
Audio: rbb24 Inforadio | 01.07.2022 | Gregor Kliem | Bild: dpa-Zentralbild

Nach monatelanger Verspätung hat die Bundesregierung insgesamt 19 Millionen Euro für Strukturwandelprojekte der Sorben und Wenden in Brandenburg freigegeben. Das teilte die Stiftung für das sorbische Volk mit.

Die Strukturmittel sind verspätet freigegeben worden, weil der Bundeshaushalt für 2022 später verabschiedet worden war, als erwartet. Erst danach konnte die Förderung der Sorben und Wenden besprochen und verabschiedet werden.

19 Millionen für Brandenburg - 42 Millionen Euro für Sachsen

Brandenburger Sorben und Wenden erhalten bis 2031 insgesamt 19 Millionen Euro für sechs bereits feststehende Projekte. Auf sächsischer Seite erhält die Minderheit sogar 42 Millionen Euro bis 2038. Mittel aus diesem Topf könnten in Sachsen jährlich abgerufen werden, heißt es von der Stiftung.

Im Mittelpunkt der Förderung in Brandenburg steht die wendische Sprache. Mit einem sogenannten Masterplan und rund 3,8 Millionen Euro soll die niedersorbische Sprache wiederbelebt werden. Das Sorbische Institut in Cottbus will allein knapp 11 Millionen Euro in Regionalentwicklungsforschung und die Digitalisierung des kulturellen Erbes investieren. Davon sollen wiederum Vereine, der Tourismus und die Kreativwirtschaft, beispielsweise die Filmwirtschaft, profitieren.

Sendung: Antenne Brandenburg, 01.07.2022, 14:30 Uhr

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