Enschuldungshilfe vom Land - Cottbus hat jetzt 20 Millionen Euro Schulden weniger

Fr 01.07.22 | 17:01 Uhr
Rathaus Cottbus (Quelle: dpa/Andreas Franke)
Audio: Antenne Brandenburg | 01.07.2022 | Sarah Schiwy | Bild: dpa/Andreas Franke

Die Stadt Cottbus hat seit Freitag 20 Millionen Euro Schulden weniger. Innenminister Michael Stübgen (CDU) hat am Vormittag die vereinbarte Jahresrate zur Entschuldung von Cottbus übergeben, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Stübgen erklärte, dass Cottbus mehr getan habe als vereinbart. "Das ist hoch anerkennenswert", so Stübgen. Neben Cottbus werden auch die anderen kreisfreien Städte in Brandenburg, Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder), bei der Entschuldung vom Land unterstützt.

"Eigene Anstrengungen und die Unterstützung durch das Land führen dazu, das wir endlich aus der Schuldenfalle kommen und bald wieder mehr investieren können", erklärte Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) am Rande der Übergabe.

64 Millionen Euro Schulden statt 240 Millionen

Die entsprechende Vereinbarung mit dem Land war bereits 2019 geschlossen worden. Die Stadt Cottbus erhält seit 2019 bis 2023 jährlich 20,1 Millionen Euro. Demnach sind nun insgesamt rund 80 Millionen Euro ausgezahlt worden. Im Gegenzug hatte sich die Stadt verpflichtet, innerhalb der fünf Jahre die eigenen Kassenkredite um weitere 25,2 Millionen Euro zu reduzieren.

Laut Stadtverwaltung hat Cottbus von 2019 bis 2021 bereits 85,9 Millionen Euro zur Entschuldung beigetragen - deutlich mehr als mit dem Land vereinbart. Die Kassenkredite, die 2018 noch bei etwa 239,2 Millionen Euro gelegen hatten, seien durch Eigeninitiative der Stadt und durch die Entschuldungshilfe des Landes mittlerweile auf etwa 64 Millionen Euro gesunken.

Sendung: Antenne Brandenburg, 01.07.2022, 16:30 Uhr

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