Atemschutzmasken und Fertigungsmaterial aus Spremberg. (Quelle: D. Mastow)
Bild: D. Mastow

Hilfsaktion während Corona-Krise - Spremberg bietet Verteilstation für Gesichtsmasken an

Während der Corona-Krise rollt gerade eine Welle der Hilfsbereitschaft. In Spremberg stellen ehrenamtliche Helfer nun Gesichtsmasken her. Denn die sind, wie überall, gerade Mangelware - und werden jetzt dringend gebraucht.

Was Sie jetzt wissen müssen

Neue selbstgeschneiderte Masken werden zurzeit jeden Tag zur Sammelstelle ins Spremberger Rathaus im Landkreis Spree-Neiße gebracht.  

Immer mehr Spender

Im Foyer des Rathauses stehen zwei Kartons. In einem liegen die Materialen zum Nähen bereit, in dem anderen werden die fertigen Masken von den Sprembergern gesammelt. Sabine Rackel von der freiwilligen Agentur Spremberg ist sichtlich gerührt. Dem Aufruf der Einrichtung zum Nähen von Gesichtsmasken folgen immer mehr Spremberger.

"Es läuft auch jetzt erst an, an manchen Tagen sind 30 Masken drin, an anderen Tagen nur fünf. Viele fangen auch jetzt erst an und suchen sich ein Muster und werden immer schneller im Nähen", erzählt Rackel.

Keine Schutz-, sondern Gesichtsmasken

Diese Masken bekommen Einrichtungen, die viel mit Menschen zu tun haben, sagt Christina Bieder von der Stadt Spremberg. Die Liste ist lang. "Zum Beispiel in der Altenpflege, in den Sozialstationen oder in den Supermärkten. Dort ist großes Interesse angemeldet worden", wie sie sagt.

Mehrmals täglich werden die selbstgeschneiderten Masken von ehrenamtlichen Helfern zu den Sammelstellen ins Rathaus und zur freiwilligen Agentur gebracht. Einige Helfer verwenden dafür sogar ihr eigenes Materiel, sagt Sabine Rackel. "Bettwäsche, Tücher und andere Textilien aus atmungsaktiven, kochfesten Baumwollstoff - das ist wichtig, das die Materialien kochfest sind."

Wichtig ist Christina Bieder nur: Die selbstgenähten Gesichtsmasken sind kein medizinischer Atemschutz. "Es sind Gesichtsmasken, die zum Tröpfchenschutz dienen." Ihr größter Wunsch sei eh, dass die Gesichtsmasken nicht mehr gebraucht werden. Doch im Moment ist das Gegenteil der Fall. "Wir kommen leider nicht hinterher. Es wäre toll, wenn noch mehr Leute Lust haben, diese Masken herzustellen". 

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

1 Kommentar

  1. 1.

    Wie sagte der Bundes Gesundheitsminister - Wie sind sehr gut vorbereitet und hervorragend aufgestellt.
    Ich warte noch auf den Hinweis,Schutzbekleidung Ehrenamtlich zu stricken.

Das könnte Sie auch interessieren