Das Staatstheater in Cottbus (Bild: Josefine Jahn/rbb)
Das Staatstheater in Cottbus | Bild: rbb/Josefine Jahn

Corona-Pandemie - Staatstheater Cottbus spielt voraussichtlich bis Ostern nicht

Am Staatstheater Cottbus wird es voraussichtlich bis Ostern keinen Spielbetrieb geben. Das hat das Theater am Donnerstag mitgeteilt. Außerdem finden aufgrund der Corona-Pandemie bis Ende Februar auch keine Proben statt.

"Damit geht das Cottbuser Mehrspartenhaus konform mit den anderen Brandenburger Theatern und Orchestern, die sich auf einen gemeinsamen "Brandenburger Weg" verständigt haben", sagte eine Theatersprecherin. Insgesamt zwölf Kultureinrichtungen und -institutionen haben das Papier unterschrieben.

"Ökonomische und psycho­logische Katastrophe"

Die Unterzeichner haben sich gemeinsam mit Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) auf vier Grundprinzipien für Kultur in Zeiten von Corona geeinigt. Demnach stehen sie zur Verlängerung des Lockdowns, weil sie nach eigenen Angaben sehen, "dass kurzfristig nur eine radikale Kontaktbeschränkung hilft". Sollte sich das Pandemie-Geschehen wider Erwarten so entwickeln, dass frühere Öffnungen möglich sind, wollen die Bühnen und Orchester "so schnell wie möglich den Spielbetrieb wiederaufnehmen - und sei es mit Einschränkungen".

Da die Einrichtungen auch weiterhin Kultur anbieten möchten, wollen die Unterzeichner Konzepte entwickeln, wie das analog und digital möglich wäre. Ein weiterer Punkt betrifft den Umgang mit Mitarbeitern. "Die aktuelle Situation ist für Künstlerinnen und Künstler aller Sparten und alle in der Kulturwirtschaft Beschäftigten nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine psycho­logische Katastrophe", heißt es in dem Papier. Das gelte vor allem für die freiberuflich Tätigen. Deshalb würden "die institutionell geförderten Einrichtungen [zusagen], auch im Lockdown nach Möglichkeiten zu suchen, Freischaffende weiter einzubeziehen und ihnen Verdienst­möglichkeiten anzubieten."

Weil ihre eigentliche Arbeit zurzeit nicht möglich ist, wollen die Kulturschaffenden außerdem die Gesellschafft unterstützen. Dazu gehöre zum Beispiel, in Gesundheitsämtern oder Schulen zu helfen. "Gerade dieser Punkt ist mir enorm wichtig", so der Intendant der "Neuen Bühne Senftenberg" und Mitunterzeichner Manuel Soubeyrand. "Auch das verstehe ich unter Kultur. Es eine Kultur des miteinander Lebens.“

Die vier Punkte, auf die sich die Unterzeichner geeinigt haben, können auf der Internetseite des Brandenburger Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur nachgelesen werden [mwfk.brandenburg.de]. Zu den beteiligten Kultureinrichtungen und -institutionen gehören unter anderem die "Uckermärkische Bühnen Schwedt", das "Kleist Forum Frankfurt (Oder)" und das "Deutsche Filmorchester Babelsberg".

Mehrere Produktionen warten auf Aufführung

Seit Anfang November sind Restaurants, Museen, Theater und Freizeiteinrichtungen geschlossen. Das Brandenburger Kabinett verlängerte die Corona-Einschränkungen am Donnerstag bis zum 14. Februar.

Das Staatstheater Cottbus hatte seine Wiedereröffnung eigentlich für den März geplant. Das Mehrspartenhaus, in dem sich Theater, Schauspiel, Musiktheater und Ballett unter einem Dach befinden, steht mit zahlreichen Produktionen bereits in den Startlöchern.

Was Sie jetzt wissen müssen

Sendung: Antenne Brandenburg, 22.01.2021, 08:30 Uhr

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