Mitarbeiter der Tafel Cottbus (Foto: rbb/Mastow)
Audio: Antenne Brandenburg | 15.01.2021 | Daniel Mastow | Bild: rbb/Mastow

Mehr Kunden, aber weniger Lebensmittel - Cottbuser Tafel versorgt in Corona-Pandemie mehr Bedürftige

Die Cottbuser Tafel hat in der Corona-Pandemie einen größeren Zulauf als zuvor. Zu den 5000 Menschen, die normalerweise vorbeikämen, seien seit dem ersten Lockdown 2020 mindestens 200 hinzugekommen, sagte Kai Noackder, Geschäftsführer des Brandenburger Albert-Schweitzer-Familienwerks, am Freitag dem rbb. Es betreibt die Tafeln in Cottbus, Spremberg, Welzow (Spree-Neiße), Lübben, Luckau und Golßen (Dahme-Spreewald).

Spürbar weniger Spenden

Bei den 200 neuen Kunden seit dem ersten Lockdown sind Noacker zufolge auch schon Zahlen von Beginn des zweiten Lockdowns mit eingerechnet. Neuere Zahlen lägen noch nicht vor. Doch auch in den vergangenen Wochen habe er neue Gesichter gesehen, "die durch Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit bei uns vor der Tür stehen und um Hilfe bitten".

Die Zahl der Spenden ist laut Noack allerdings zurückgegangen, zum Beispiel von Gaststätten. Sie dürfen im Lockdown keine Gäste empfangen. Auch Lebensmittelläden würden weniger spenden, weil die Kunden mehr für zu Hause einkaufen. Darüber hinaus sei aber auch die Zahl der privaten Spenden zurückgegangen. "Es ist ja eigentlich auch die richtige Geschichte, dass man sagt: Die Menschen sollen so wenig wie möglich Kontakte mit anderen Menschen haben", so Noacker weiter

Wer kontaktlos Lebensmittel spenden will, könne das aber gerne tun, betonte Noack. "Man kann etwas auf die Laderampe stellen, man klingelt - und dann wird das sofort reingenommen." Problematisch sei die Versorgungssituation aber noch nicht, versichert der Tafel-Chef.

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