Brandenburg - Spree-Neiße als einziger Kreis wieder über 100er Inzidenz

Menschen im Freien - bei Treffen und kleinen sportlichen Aktivitäten im Park
Bild: www.imago-images.de

Die Corona-Inzidenz ist im Spree-Neiße-Kreis am Freitag wieder über die 100er-Marke gestiegen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes Brandenburg liegt sie bei 102,9.

Damit ist der Kreis im Süden Brandenburgs der einzige im Land mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100. Zuvor lag der Wert an sechs Tagen (Sonn- und Feiertag nicht mitgezählt) unter der Grenze, die den Unterschied macht, ob bei den Corona-Regeln die Landesverordnung oder die strengere Bundes-Notbremse greift.

Erstmal werden die Regeln gelockert ...

Damit knackt Spree-Neiße diesen Grenzwert genau an dem Tag, an dem für den Kreis Lockerungen in Kraft getreten sind. So dürfen sich zum Beispiel seit Freitag zwei Haushalte treffen, die Zahl der Gesamtpersonen ist nicht mehr begrenzt. Gaststätten können ihre Außenbereiche öffnen. Dabei gelten für die Gäste aber bestimmte Regeln. Sie brauchen unter anderem eine Terminbuchung und einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Alle Lockerungen hat der Spree-Neiße-Kreis auch nochmal auf seiner Internetseite veröffentlicht [lkspn.de].

...könnten aber wieder verschärft werden

Mit dem erstmaligen Wiederüberschreiten der 100er Inzidenz tritt noch nicht sofort wieder die Bundes-Notbremse für den Spree-Neiße-Kreis in Kraft. Dafür muss der Wert drei Tage hintereinander diese Grenze überschreiten. "Dann würde es bedeuten, dass die Bundes-Notbremse am 26. Mai wieder wirksam wird", sagt der Gesundheitsdezernent des Kreises, Michael Koch, dem rbb. Damit würde Spree-Neiße "leider wieder zurückfallen in all die Sperrungen, die wir von früher kennen."

Grund für die aktuelle Inzidenz sind laut Koch Feiern zu Himmelfahrt. Auch die Öffnung der Schulen hätten zum Anstieg der Infektionen geführt, so der Gesundheitsdezernent.

Cottbus und Elbe-Elster brauchen noch Geduld

Seit Freitag ist wieder deutlich mehr möglich in Berlin und Brandenburg. Die Bundes-Notbremse konnte fast in der gesamten Region gelockert werden, da die Sieben-Tage-Inzidenz fast überall schon seit mindestens fünf Tagen stabil unter 100 liegt. Den niedrigsten Wert meldet der Kreis Ostprignitz-Ruppin mit 21,2.

Nur die Menschen im Landkreis Elbe-Elster und in der kreisfreien Stadt Cottbus müssen sich noch ein wenig gedulden: Hier wird erst am Sonntag bzw. am Samstag die Notbremse gelockert, insofern die jeweiligen Inzidenzwerte weiter unter 100 liegen.

Was Sie jetzt wissen müssen

Sendung: Antenne Brandenburg, 21.05.2021, 13:30 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    Ob inzidenz von 22 oder 102,da gibt es in Brandenburg keinen Unterschied bei den Öffnungen, bei der Ansteckungsgefahr aber schon, aber dies ist in Brandenburg kein Entscheidungskriterium.Weder bei den Regierungsparteien noch bei der Opposition. Warum eigentlich nicht?

  2. 4.

    Von gestern zu heute mit einmal 102,4. Komisch

  3. 3.

    Ist doch schon irgendwie eigenartig, das gerade über Pfingsten alles im grünen Bereich ist.

  4. 2.

    Liegt es doch an den Grenzen. Und nicht alles liegt an dem Bürgern, wie einige aus Brandenburg sagen.

  5. 1.

    Liegt vielleicht doch an den Grenzen der hohe Wert.
    Und nicht alles liegt an den Bürgern, Herr woidke.

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