Johanniter (Quelle: rbb/Jahn)
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Cottbus - Angebot der Johanniter durch Corona eingeschränkt

Was Sie jetzt wissen müssen

Das aktuelle Kontaktverbot und geltende Abstandsregelungen sorgen für deutliche Einschränkungen für Pflegedienste, wie die Johanniter. Diese kümmern sich um Alte und Kranke, betreuen Menschen mit Behinderung, ermöglichen soziale Kontakte und leisten immer wieder Erste Hilfe. Nun müssen sie sich umstellen, können nicht mehr alle Angebote aufrecht erhalten. Die wesentlichen Aufgaben werden aber nach wie vor erfüllt, heißt es aus Cottbus.

Keine privat bestellten Fahrten mehr

Hier ist der Fuhrpark fast komplett auf dem Gelände der Johanniter-Hauptgeschäftsstelle. Viele der 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für die Hilfsorganisation in Südbrandenburg tätig sind, arbeiten jetzt im Wechsel, um die Verbreitung des Corona-Virus so gut wie möglich einzuschränken.

Auch der Fahrdienst ist reduziert auf notwendige Touren, etwa für Dialyse-Patienten, sagt Kommunikationsleiterin Izabela Debska-Rosemeier. "Normalerweise fahren wir zum Beispiel Patienten zum Krankenhaus, zum Arzt, auch andere Fahrten, die unsere Patienten anmelden, auch private Fahrten können bestellt werden. Das fällt jetzt natürlich alles weg."

Keine Ausfälle beim Hausnotruf

Rettungsdienst-Einsätze werde es aber wie bisher geben, die Kollegen seien auf alles vorbereitet. Nur warte man auch hier auf Material-Nachschub. Anfragen danach würden bereits laufen.

Für Hausnotrufe - die Hilfe für Ältere und chronisch Kranke auf Knopfdruck - bestehe keine Ausfallgefahr. Auch Neuanschlüsse von Hausnotrufen seien möglich, sagt Debska-Rosemeier. Fertig programmierte Geräte werden zu den Kunden nach Hause geschickt. "Der Anschluss erfolgt dann durch Telefonkonferenz mit unserem Fachpersonal. Es erfolgt eine genaue Einweisung, wie die Gerät anzuschließen sind, sodass die Kunden keine Angst haben müssen. Sie werden auf jeden Fall versorgt."

Kinderhospiz-Eröffnung muss eventuell verschoben werden

Auch einem weiteren Großprojekt der Johanniter bereitet die Corona-Pandemie Schwierigkeiten: Für den 1. Mai ist die Eröffnung des Kinderhauses Pusteblume in Burg geplant, ein Hospiz für Kinder und Jugendliche. Die ersten Anmeldungen gibt es bereits. Die offizielle Eröffnung muss nun aber eventuell verschoben werden, heißt es.

"Wir beobachten die Lage von Tag zu Tag und werden erst nächste Woche die Entscheidung fällen. Aber - selbst wenn wir den ersten Mai nicht wahrnehmen sollten - die Veranstaltung wird stattfinden, nur zu einem späteren Zeitpunkt", sagt Debska-Rosemeier.

Für die bereits angemeldeten Patienten, die zukünftigen Gäste des Hauses, ändert sich am Einzugstermin am 2. Mai aber nichts. Die Arbeiten am Haus Pusteblume laufen nach Plan.

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