Braunkohletagebau Jänschwalde (Bild: dpa/ Patrick Pleul)
Audio: Antenne Brandenburg | 18.03.2020 | Sabine Voßen | Bild: dpa/ Patrick Pleul

35 weitere in Quarantäne - Leag stellt wegen Corona vorsorglich 100 Mitarbeiter frei

Die Ausbreitung des Coronavirus macht auch vor dem Energiekonzern Leag nicht Halt. Um die Stromversorgung sicherzustellen, wurden 100 Mitarbeiter vorsorglich freigestellt. Das Gebot der Stunde: Die Belgeschaft soll untereinander so wenig Kontakt wie möglich haben.

Was Sie jetzt wissen müssen

Die Corona-Epidemie zwingt auch die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) zu Vorsorgemaßnahmen. Bisher gibt es nach Unternehmensangaben unter den gut 7.400 Mitarbeitern zwar nur zwei Infizierte, aber natürlich will und muss das Unternehmen auf weitere Fälle vorbereitet sein, um die Versorgung von Betrieben und Privathaushalten mit Strom zu sichern.

So wenig Kontakt wie möglich - das gilt auch für den Schichtbetrieb in den Lausitzer Kraftwerken, die das Herzstück der Stromversorgung sind. Es werde versucht, dass immer dieselben Trupps zusammenarbeiten und somit möglichst wenig Austausch unter den Kollegen stattfindet, sagte Leag-Pressesprecher Thoralf Schirmer.

Kollegen, die aus Risikogebieten kommen, wurden demnach für 14 Tage freigestellt, um die Infektionsgefahr zu reduzieren. Derzeit betreffe das laut Thoralf Schirmer rund 100 Mitarbeiter. Weitere 35 seien vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt worden , weil sie Kontakt zu Infizierten hatten. Thoralf Schirmer sagte, er hoffe, dass sie nächste Woche wieder an Bord seien.

LEAG bereitet Notszenario vor

Um auf eine weitere Ausbreitung des Coronavirus vorbereitet zu sein, richtet die Leag gerade Notquartiere für ihre Mitarbeiter ein. Es seien Betten bestellt worden - 45 für den Kraftwerksstandort Jänschwalde, 40 für Schwarze Pumpe. Sie sollen in Tagungsräumen aufgestellt werden, die gerade zu Unterkünften umfunktioniert werden.

Damit will die Leag nach Aussage von Unternehmenssprecher Thoralf Schirmer auf den Fall vorbereitet sein, dass es in den Tagebauen und Kraftwerklen eine größere Zahl von Verdachts- und Infektionszahlen gibt. Gesunde Mitarbeiter sollen dann den Schichtbetrieb aufrechterhalten und in den Notunterkünften untergebracht werden.

Der Energiekonzern Leag ist mit gut 7.400 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Brandenburg.

Sendung: Antenne Brandenburg, 18.03.2020, 14:10 Uhr

FAQ zum Umgang mit dem Coronavirus

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8 Kommentare

  1. 8.

    Warum sind sie nicht in der Lage auf die guten Argumente der Gegner der Wind- und Solarlobby zu antworten?

  2. 6.

    Mmmh, mit Ihrem etwas leicht wirrem Statement komme ich nicht klar.
    Die Lausitz mit vielen Arbeitskräfte suchenden fleißigen Firmen auf im Verhältnis eine Handvoll Grubenarbeiter zu reduzieren ist schon heftig. Sicher, die meinen wie zu DDR Zeiten etwas besonderes zu sein, der Kuchen aber ist gegessen.

  3. 5.

    Sie bringen da einiges durcheinander. Die DDR-Zeiten mit dem Sozialstaat sind vorbei. Ein Unternehmen soll Gewinn machen was aus den Menschen wird ist egal. Ein Unternehmen welches kein Gewinn macht, kann eben abgewickelt werden und die Gelder in andere Teil des Konzerns abwandern. Was aus den Menschen der Lausitz wird, ist ihnen offenbar egal?

  4. 4.

    Lieber Richard,
    beim verschenken der Kohlestromsparte von Vattenfall hatte ich gesagt Welzow Süd II kommt nicht.... und wie siehts aus?
    https://www.energiezukunft.eu/wirtschaft/auch-wirtschaftlich-machen-kohlekraftwerke-keinen-sinn-mehr/
    Die LEAG tut gut daran sich mit dem Geschäftsumbau zu beeilen, nach 2025 gibt es kein Braunkohleabbau mehr, wenn überhaupt noch so lange.
    Die Hoffnung das sich der Klimawandel durch Corona erledigt glaubt hoffentlich niemand, na gut vielleicht mit Ausnahme einer bestimmten Partei.....

  5. 3.

    Niemand behauptet wir könnten die Kohlekraftwerke von jetzt auf heute abschalten. Versuchen Sie doch mal die tatsächlichen Argumente ihrer Gegner zu widerlegen anstatt Strohmänner zu bekämpfen.

  6. 2.

    "...Lausitzer Kraftwerken, die das Herzstück der Stromversorgung.. " ach nee! Besinnt man sich nun doch darauf, das eine stabile Energeiversorgung keine Spielwiese grüner Ideologie sein darf? Hieß es nicht bisher: Kohlekraftwerke braucht niemand??? Macht alles Wind und Sonne. Tja, wäre schon doof, wenn zu den leergehamsterten Supermärkten ( was macht ihr eigentlich alle mit den Tonnen von Klopapier?) nun auch noch der Strom rationiert werden muss. Nix da mehr mit Streaming und Internet.... Kerzenschein ist angesagt und Kochen "mit der Sonne" - löl
    Vielleicht führt der Virus ja dazu, in Zukunft etwas weniger arrogant zu sein und die einst "normalen Selbstverständlichkeiten" mehr zu schätzen. Solidarität,anstatt zu hamstern, ist das Gebot der Stunde! Was in den Supermärkten abgeht: Fremdschämen auf höchstem Niveau!!!

  7. 1.

    Laut RKI Chef wird die Situation noch Monate andauern.
    So lange es noch Idioten gibt die nicht begreifen was Sache ist kann es nur schlimmer werden.
    Die Folgen dieser Pandemie werden die Wirtschaft komplett umkrempeln.
    Wohl dem der eine Solaranlage auf dem Dach hat, gesicherter Strom tagsüber wird bald viel mehr wert sein.

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