Der Stadtbrunnen in Cottbus (Quelle: rbb)
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Kommentar | Cottbuser Stellungnahme zu Messerstecherei - Eine polternde Reaktion, die dumpfe Ressentiments schürt

Ein niedergestochener Deutscher, ein unbekannter Täter, den die Polizei vorschnell als "Ausländer" ausmacht und eine offizielle Stellungnahme der Stadt, die harsch mit einem "Ticket in die Heimat" droht. Die Wellen schlagen hoch in Cottbus. Ein Kommentar von Andreas Rausch

Wieder einmal Cottbus! Man hört geradezu das Seufzen, mit dem viele die Nachrichten aus der Silvesternacht und dem Neujahrstag wahrgenommen haben werden. Ganz offensichtlich ist dieser Stadt da weit draußen in der brandenburgischen Provinz wirklich nicht mehr zu helfen! Wieder eine Messerstecherei, wieder ein Verletzter. Und eine Reaktion aus dem Rathaus, die bestenfalls für Kopfschütteln sorgt.

Plötzlich wieder im Rampenlicht, trotz allem

Ist es nicht gerade ein Jahr her, da Meldungen von zusammengeschlagenen Afghanen die Runde machten? Kurz darauf attackierten mehrfach junge Flüchtlinge eingeborene Cottbuser, ein junger Mann wurde mit einem Messer verletzt. Fasziniert schaute die internationale Medienwelt auf dieses Cottbus da weit im Osten und wie es umgeht mit seinen ganz praktischen Integrationsproblemen, ging es nun um Ausländer oder Rechtsextreme. Die Teilnehmerzahlen an fremdenfeindlichen Demonstrationen schossen quasi über Nacht in die Höhe. Viele Cottbuser wussten der eigenen Unsicherheit nicht anders Luft zu machen – und bescherten Fremdenfeinden damit unerwartete Popularität.

Und nun? Viele Monate später, trotz längst stadtbildprägender Polizei-Ordnungsamts-Pärchen, trotz 30 neuer Sozialarbeiterstellen, trotz mehr Aufmerksamkeit bis hin ins Bundespräsidiale, trotz regelmäßiger Dialogangebote von Politik an die Bevölkerung, trotz nachweislich wieder verbessertem Sicherheitsgefühl, trotz spürbar zurückgekehrter Normalität auf den Straßen, trotz allem steht Cottbus plötzlich wieder im Rampenlicht – wahlweise als friedlicher Ort im Griff mordlüsterner Banden aus fremden Kulturen oder, das hatte man ja schon länger vermutet, als Stadt mit tief, bis in die Verwaltung hinein, verwurzelter Fremdenfeindlichkeit und generell Ressentiments gegenüber Menschen, deren Wiege nicht innerhalb des einstigen Kohle- und Energiebezirkes stand, befeuert durch eine wenig fundierte Pressemitteilung der Polizei und eine noch weniger fundierte Stellungnahme des Stadtsprechers.

"Südländisches Aussehen" statt "Ausländer"

In Zeiten aufgeregter Hysterie hilft es, sich auf das Faktische zu konzentrieren. In der Silvesternacht zwischen drei und vier Uhr morgens wurde ein 28-jähriger Cottbuser verletzt, mit mehreren Messerstichen. Er liegt nach wie vor im Carl-Thiem-Klinikum der Stadt und wird, obwohl nicht lebensgefährlich verletzt, von den Ärzten weiter als nicht vernehmungsfähig eingeschätzt. Das ist Fakt.

Alles weitere ist Teil einer nicht abgeschlossenen Ermittlung. Die Polizei stützt sich dabei im Moment auf die Aussage eines Zeugen, der offenbar erklärt hatte, dass das Opfer einen Streit schlichten wollte, plötzlich sei die Situation gekippt und ein unbekannter Ausländer hätte mit dem Messer auf den Cottbuser eingestochen. Diese Erklärung verfasste die Polizei am Neujahrsmorgen, um sich, wie ein Sprecher dem rbb sagte, nicht "den Vorwurf machen zu lassen, man hätte zu spät informiert". Einen Tag später relativierte die Polizei ihre eigene Mitteilung und sprach lediglich von einem "südländisch Aussehenden". Einem Zeugenaufruf folgte bislang – niemand. Es bleibt also bei besagter einer Aussage und der Hoffnung, dem Opfer möge es bald besser gehen, auch, damit er mit seiner Erinnerung zur Aufklärung des Falls beitragen kann.

Auch die Stadtverwaltung müht sich offenbar, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Und das heißt nach Ansicht des kommunalen Sprechers offenbar zunächst: Schnell raus mit einer Erklärung! Und das mit Schmackes! Denn während die Ermittler zwischen "unbekanntem Ausländer" und "südländisch Aussehendem" changierten, poltert aus dem Rathaus in die Welt, dass man sich von solchen "Typen" nicht die Stadt beschädigen lasse. Wörtlich heißt es weiter: "Sollte der oder die Täter hier noch ein Gastrecht genießen und kein unbeschriebenes Blatt sein, werden wir nicht zögern, ihm oder ihnen klarzumachen, dass er oder sie ein Ticket in die Heimat zu lösen haben." Unabhängig davon, dass bislang wenig mehr als überhaupt nichts vom Täter bekannt ist, ist die Wortwahl als solche für eine öffentliche Kommunalmitteilung so ungewöhnlich und hart im Ton, dass im Internet schon darüber spekuliert wurde, ob der Account möglicherweise gehackt worden war.

Stellungnahme schürt dumpfe Ressentiments

In diesem Punkt konnte Sprecher Gloßmann beruhigen – seine drastische Wortwahl indes sieht er als wenig problematisch an. Man sei in der Vergangenheit häufig deswegen angezählt worden, weil man Dinge "verniedlicht oder verweichlicht dargestellt" hätte. Diesmal bekomme man eben von der "anderen Seite" Kritik. Er habe die Worte bewusst gewählt, es bringe nichts, eine weitere laue Erklärung zu verfassen. Gloßmann sieht keinen Grund, die Erklärung zurückzuziehen. Immerhin hat er sie mittlerweile mit einem Update versehen, in dem er nochmal klarstellt, dass "wir gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in unserer Stadt sind".

Dass wir uns nicht missverstehen: Jede Kommune hat die Pflicht, für ein harmonisches Gemeinwesen zu sorgen. Kriminelle stören dieses Gemeinwesen und müssen hart bestraft werden. Und Messerstecher sind kriminell, egal welcher Nationalität sie angehören. Das darf auch eine Kommune so kommunizieren, mit allen daraus entstehenden Konsequenzen. Doch bei einer solch dürftigen Informationslage wie im vorliegenden Fall in quasi vorauseilendem Gehorsam (wem gegenüber eigentlich?) dumpfe Ressentiments in der Bevölkerung nicht nur zu bedienen, sondern qua Amt sogar zu schüren, erweist dem eigenen Ziel einen Bärendienst und ist ein Schlag ins Gesicht derer, die sich im vergangenen Jahr bemüht haben, nicht nur für einen guten Ruf ihrer Stadt zu arbeiten, sondern auch aktiv etwas für ein friedliches Miteinander der Menschen zu tun - egal, welcher Nationalität sie angehören.

Die Frage ist, wem ein solch ungewohnt rauer Ton in der kommunalen Sprechweise nützt. Den Rechtspopulisten, die es sowieso schon immer gewusst haben? Schwer zu sagen, denn darüber wird sich in Erklärungen der Stadt nichts finden – das wäre wohl zu spekulativ.

Beitrag von Andreas Rausch, Studio Cottbus

Kommentar

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51 Kommentare

  1. 51.

    Das ist ja mal ein symantischer Unterschied, den Sie mir vorwerfen. Ich hetze. Warscheinlich ist das der Unterschied, weil ich Ihnen Ihre Lügen und Face News widerlege, die Sie hier auf dem Portal von rbb24 verbreiten.
    Und wie Recht ich damit habe, zeigen Ihre hysterischen Angriffe auf meine Person. Sie schrieben, dass zur Bundestagswahl 2017 die Cottbuser Bürger 30% die AfD wählten - das ist eine Lüge, wie ich in meinem Beitrag 45 schrieb und die Sie recherchieren können (vielleicht mal nicht bei Ihrem vorrangigen Informationsportel). Ich finde es auch anmaßend, dass Sie die Cottbuser Bürger unisono als Nazis denunzieren (Ihr Beitrag 34). Ihr Hass auf die Brandenburger muss unermesslich sein, wenn Sie sich sogar hinreißen lassen "Und die DVU und andere rechtsextreme "Parteien" haben quasi eine lange Tradition in der Region. Cottbus und Südbrandenburg gilt als Hochburg der Rechtsextremen und -extremisten."

  2. 50.

    Es geht um den öffentlichen Raum. Man kann keinem Steuerzahler verkaufen, dass der zu arbeiten hat, maximale Abgabenlast zahlen soll und dann zu Hause zu bleiben und zu kuschen hat, wenn draußen immer mehr Leute mit Messer herumlaufen.
    Ich weiß sehr gut, wie das ist, wenn man auf dem Fußweg in der Stadtmitte Spalier laufen muss. In der konkreten Situation ist meist keine Polizei da. "Empörung" würde ich das nicht nennen, wenn man sich immer mehr zurückziehen muss.

  3. 49.

    Die NSDAP war auch eine demokratisch gewählte Partei. Und die DVU und andere rechtsextreme "Parteien" haben quasi eine lange Tradition in der Region. Cottbus und Südbrandenburg gilt als Hochburg der Rechtsextremen und -extremisten.

    Und zu ihren Hetzevorwürfen, die ja nicht neu sind und von Anhängern dieser rechtsextremen "Partei" immer wieder gerne benutzt werden um sich in der Opferrolle zu suhlen. Tja, da bin ich selbst schuld wenn ich mich auf deren Niveau herablasse. Eine ernsthafte Diskussion ist mit solchen Fanatikern ohnehin nicht möglich. Sieht man ja hier.

    Aber wie seriös die "arbeiten" kann man hier mal wieder wunderschön sehen. Ich spreche von nachweislichen Zahlen von CB (siehe links) und geantwortet wird mit Prognosen für BB.

    Danke, besser könnte ich diese Methoden nicht entlarven. Verfälschen, verdrehen und Lügen ohne Ende.

  4. 48.

    Ich weiß nicht, woher die Zahlen stammen. Aber hier sind meine:
    https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/

    Nein, um auf Ihr Niveau zu kommen, muss man tief graben, um hier Ihre Hetze gegen eine demokratisch gewählten Partei zu erreichen.
    Das Schlimme ist aber, dass Sie sich keinen Deut von denen unterscheiden.

  5. 47.

    Nice try

    https://www.rbb24.de/studiocottbus/politik/2018/10/cottbus-trend-umfrage-afd-staerkste-kraft-stimmung-sicherheit.html

    http://www.maz-online.de/Brandenburg/AfD-liegt-in-Cottbus-mit-30-Prozent-vorne

    Normalerweise lasse ich mich nicht auf dieses Niveau herunter aber ich habe da mal eine Frage:

    WER ist jetzt hier der Lügner?

  6. 46.

    Das ist das, was mich so maßlos ärgert! Die Empörung erfolgt nicht über die Ursachen selbst sondern über diejenigen Bürger, die die Missstände benennen und nicht länger hinnehmen wollen. Die Empörten sehen ihr Weltbild mit tiefen Rissen und versuchen beharrlich, diese zu kitten statt sich einzugestehen, dass die Welt kein Ponyhof ist und nicht alle Menschen gut und friedlich sind und auch Gespräche und gute Worte da nicht weiterhelfen. Mir ist auch klar, dass die allermeisten Cottbuser gerne Flüchtlingn helfen und bereit sind, dafür vieles zu geben. Ich kann aber nachvollziehen, dass sie sauer werden, wenn diese Hilfsbereitschaft mit Füßen getreten wird. Und ich schäme mich, wenn diese Menschen dafür mit den paar braunen Hohlbirnen, die es zweifellos dort auch noch gibt, gleich gesetzt werden. Das haben sie nicht verdient.

  7. 45.

    Es ist immer wieder schön zu sehen, wie Sie sich als moralischer Kompass aufspielen.
    Zuersteinmal zu Ihren hier verbreiteten Lügen: bei der Bundestagswahl 2017 erreiche die AfD in Cottbus rund 23% der Erst stimmen und rund 23,5% der Zweitstimme. Damit ist Ihre 30%-Lüge entlarvt.
    Prognosen für die anstehenden Wahlen in Brandenburg liegen z.Z. bei 20%.
    Was Sie von dieser Partei halten, ist hinlänglich bekannt, dass Sie sich aber der Lüge bedienen, zeigt Ihre wahre Motivation: Sie und ihresgleichen wollen nur die AfD und deren Wähler diskreditieren und sich als moralische Instanz sehen. Letztlich sind Sie nur ein bedauernswerter Faktenverdreher, der FakeNews verbreitet.

  8. 43.

    Die ständigen Verallgemeinerungen betreffen doch laufen die Cottbusser. Die sollen als besonders zuwanderungsfreundliche Stadt "dumpf" (s. o.) und "rechtsextrem" (häufige Bewertung in Medien und beliebt bei links/grünen Laien) sein.

  9. 42.

    Nein, mit Gefühlen, Emotionen arbeiten die, die aus D einen failed state herbeireden wollen um davon abzulenken dass sie unsere Demokratie, unseren Rechtsstaat und letztendlich unsere Freiheit abschaffen wollen.

    Genau DAS ist eben die Masche mit FakeNews, gefälschten Statitiken und frei erfundenen Zusammenhängen.

    Und nochmals nein, besser "fühlen" würde ich mich wenn diese kleine Grüppchen endlich wieder dorthin verschwinden wohin sie gehören, in die Bedeutungslosigkeit und die rechtsextreme "Partei" die von diesen Grüppchen lebt gleich mit.

  10. 41.

    ... und sie glauben also immer noch fest daran, das nichts mit nichts zu tun hat? Bitte schön, wenn sie sich damit besser fühlen.

  11. 40.

    Teil 2
    3) Falsch. In meiner Jugend war es NICHT üblich, daß die Leute ein Messer bei sich hatten und es bei jeder Gelegenheit zogen. Das ist auch heute nicht "bei jedem Dorgffest" üblich, bzw. war es bis vor 3 Jahren nicht. Aber es ist in archaisch gepräften Stammesgesellschaften üblich. Wenn Sie das schön finden, warum wandern Sie nicht dahin aus?
    4) Was meinen Sie mit ausführlicher Begründung? Sie finden es also gut, wenn jemend in den Hals geschnitten wird und dann verblutend zusammenbricht? Es geht doch hier nicht um die Haft, es geht um die Tat! Aber das ist wohl alles normal für Sie?
    5) Ja und? War das deswegen keine Messerattacke, oder was?
    7) Machen Sie Witze? Ich will, daß es gar nicht erst zu solch einem Anstieg von Messerattacken kommt!
    Und Sie verharmlosen und beschönigen nicht? Ich glaub, es hackt.

  12. 39.

    Teil 1
    Falsch. Genau so funktioniert wirtschaftsliberale Propagandamaschinerie! Profit durch Einwanderung um jeden Preis. Verwerfungen? Egal!

    1) Ich weiß nicht, in welchem Milieu Sie leben, aber daß jemand seine Frau 19 mal absticht, sie dann aus dem Fenster schmeißt und ihr danach die Kehle aufschneidet, weil sie noch nicht tot ist, passiert NICHT überall immer wieder. Solche extreme Brutalität tritt erst gehäuft in letzter Zeit bei einer bestimmten Klientel auf.

    6) Bei so vielen Messerangriffen kann man schon mal den Überblick verlieren. Allerdings hat der Täter MEHRERE Attacken zu verantworten.

    Natürlich relativieren und beschönigen Sie die Taten! Allein der Hinweis auf "Beziehungstaten" und "Dorffeste" sind Relativierungen perfidester Art.

    Glauben Sie eigentlich auch, daß der RBB sich Statistiken zusammenfälscht? Zunahme der Messerattacken in Brandenburg um 32%!
    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2018/04/rbb-exklusiv-zahl-der-messerattacken-gestiegen.html

  13. 38.

    "rechtsradikale Propagandamaschinerie [...] Statistik zusammenfälschen und einen "Trend" herbeireden." Wie der Kommmentarspalte des verlinkten RBB-Artikels zu entnehmen ist, ist Ihnen dessen Inhalt bestens bekannt. Wie stehen Sie eigentlich zum Thema Ehrlichkeit? Schon mal gehört?

    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2018/04/rbb-exklusiv-zahl-der-messerattacken-gestiegen.html

  14. 37.

    Sehen Sie, Sie VERMUTEN es nur. Nirgends wurde auch nur etwas in diese Richtung verlautbart, nicht mal von den üblichen Verdächtigen. Es ist wohl eher die Angst, bestimmte Kreise könnten die Tat rhetorisch nutzen. Statt den schlimmen Tatsachen entgegen zu wirken, versucht man es mit Totschweigen. Falls Sie es noch nicht gemerkt haben, das funktioniert nicht mehr und lässt Wähler, die sich ignoriert fühlen, zur AfD abwandern. Deren Ergebnisse sind nämlich das Resultat daraus, dass Menschen sich von der Politik nicht mehr ernst genommen fühlen. Genau deshalb war die Ansage des Stadtsprechers auch richtig. FALLS es ein Asylbewerber mit Vorgeschichte gewesen sein sollte, dann muss der Rechtsstaat klar handeln im Rahmen seiner Möglichkeiten. Diese Lesart galt schon unter Gerhard Schröder nach dem Jugoslawienkrieg. Heute soll es angeblich rechtsradikal sein.

  15. 36.

    Und genau so funktioniert die rechtspopulistische bzw. rechtsradikale Propagandamaschinerie!

    1) Tragische Beziehungstat, passiert so leider immer wieder egal wo und egal welcher Herkunft der Beteiligten.

    2) Eine weitere Beziehungstat, s.o.

    3) "Zwischen beiden Gruppen kam es zu verbalen Pöbeleien, die in der Folge zu einer handfesten Auseinandersetzung eskalierten." Da passiert bei jedem Dorffest ähnliches

    4) Siehe ausführliche Begründung

    5) "Verletzt wurde den Polizei-Angaben zufolge niemand."

    6) Gleiche Tat wie 4, warum nochmal?

    7) Es wurde angemessen reagiert, was wollen sie noch mehr?

    Ich will diese Taten nicht beschönigen oder relativieren aber man sieht doch deutlich wie sie (und nicht nur sie) sich ihre Statistik zusammenfälschen und einen "Trend" herbeireden.

  16. 35.

    Ihre Hypothese ist zwar nett formuliert aber sachlich falsch: eine statistisch erhebliche Häufung von "Einzelfällen" macht aus den angeblichen "Einzelfällen" Bestandteile eines Trends. Zur Erbauung hier mal ein paar der "Einzelfälle" der letzten Zeit aus Cottbus:

    - "19 Messerstiche, aus dem Fenster geworfen, Kehle durchgeschnitten" (Die WELT vom 09.06.2017)
    - "Mordprozess in Cottbus: 64-Jährige liebte den Friseur, der sie niederstach" (Die WELT vom 05.01.2018)
    - "Junggesellenabschied in Cottbus endet mit Messerstecherei" (5 verletzte Deutsche - LR online vom 21.05.2017)
    - "15- und 16-jährige Syrer aus U-Haft entlassen - Jugendrichterin sieht keine Fluchtgefahr" (LR online vom 09.02.2018)
    - "Asylbewerber zückt Messer im Zug" (LR online vom 27.01.2018)
    - "Wegen eines Mädchens stach der Jugendliche einfach zu" (BZ vom 18.01.2018)
    - "„Respekt“ verlangt - Messerattacke – Jugendlicher muss Cottbus verlassen" (Die Welt yom 16.01.2018)

  17. 34.

    Und noch einmal! Das sind keine klaren Worte, das ist das Vokabular von Rechtsradikalen und- extremisten!

    Da kann man mal sehen welche Sprache sie und offensichtlich die meisten Cottbuser als normal erachten. "Klare Worte" wären dort angebracht wo 30 % eine rechtsextreme "Partei" wählen, wo Neonazis Fackelaufmärsche mitten in der Stadt zelebrieren oder wo sich regelmäßig Rechtsradikale zusammenrotten.

  18. 33.

    "NIEMAND hat auch nur ansatzweise vom Einzeltäter auf irgend eine Gesamtheit geschlossen, ..."

    Da - mit Verlaub - staune ich über Ihr Wissen, dass die kalkulierte Zurückhaltung hier gleich wäre damit, dass kein anderer ansonsten dies tun würde. In der Tat besteht Anlass, genau jenes zu vermuten und die Fragwürdigkeit besteht ja gerade darin, dass dies in Kauf genommen wird.

    Es ist eben nicht egal, wer aus welcher Position was sagt. Anders als der "gewöhnliche" Bürger sollten sich Amtspersonen und Personen des öffentlichen Lebens über die Wirkung ihrer Worte schon im klaren sein.

  19. 32.

    Lieber Herr Müller, wer ist denn maßgeblich für den "unaufhaltbaren Niedergang" der Stadt Cottbus verantwortlich?
    Ich bin auch erschüttert, habe ich nicht in den 80' dort studiert.

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