Luftbild Cottbus mit BTU Campus, Uni-Bibliothek (Foto: rbb/Schneider)
Audio: Antenne Brandenburg | 07.03.2019 | Thomas Krüger | Bild: rbb/Martin Schneider

Strukturwandel nach dem Kohleausstieg - Denkfabrik für Klimaschutz soll Jobs in die Lausitz bringen

In Cottbus soll noch in diesem Jahr eine Denkfabrik für Klimaschutz in energieintensiven Industrien ihre Arbeit aufnehmen. Das hat das Bundesumweltministerium am Donnerstag angekündigt. Das Kompetenzzentrum soll im Zuge des Kohleausstiegs neue
Jobs in der Lausitz schaffen.

Start mit zehn Arbeitsplätzen

Das Zentrum soll Ideen entwickeln, damit energieintensive Industriezweige wie die Stahl- und Zementproduktion auch ohne Kohle, Gas oder Öl ihren Strombedarf decken können.

Für den Aufbau des Zentrums sind in diesem Jahr zwei Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt eingeplant. Zunächst sollen zehn Arbeitsplätze entstehen und ab 2020 weitere dazukommen.

Das Bundesumweltministerium wertet den Aufbau des Zentrums als Zeichen, dass der Strukturwandel in der Lausitz genauso ernst genommen werde, wie der Kohleausstieg. Die Industrie klimaneutral umzubauen sei eine Mammutaufgabe, sagt Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth. "Ideen und Innovationen für diesen Umbau sollen künftig auch aus Cottbus kommen."

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach erklärte am Donnerstag, dass das Zentrum thematisch gut in die Region passe, in der neben der Kohleindustrie auch energieintensive Branchen wie die Metall- und Chemieindustrie stark vertreten seien.

Auftakt an der BTU Cottbus-Senftenberg

Die Auftaktsitzung fand am Donnerstag an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg statt. Der Kompromiss der Kohlekommission zum Ausstieg aus der Stromproduktion aus Kohle sieht vor, dass die Politik über Behörden und Forschungseinrichtungen gezielt Jobs in den Regionen schafft, in denen jetzt noch Menschen in Tagebauen und in Kraftwerken arbeiten.

An der Lausitzer Kohle hängen nach Einschätzung der Kohlekommission des Bundes rund 24.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

1 Kommentar

  1. 1.

    Und wer glaubt im Ernst, dass 10+x Arbeitsplätze in der Denkfabrik 24000! Arbeitsplätze in der Kohle ersetzen können?? Wenn sich 10+x Forscher/Wissenschaftler mit Fragen beschäftigen, die sicher wichtig sind, das will ich nicht in Abrede stellen, hilft es dem Großteil der Beschäftigten in der Braunkohle auch nicht in Bezug auf neue Jobs. Die Meisten sind keine Wissenschaftler. Die meisten sind Arbeiter. Helft lieber ihnen mit dem gleichen Geld bei der Sicherung ihrer Zukunft!

Das könnte Sie auch interessieren

Drei marode WC-Becken in der Grundschule Forst/Keune.
rbb/privat

Forst - Eltern fordern Sanierung maroder Grundschul-Toiletten

Auf den Toiletten einer Grundschultoilette in Forst stinkt es. Der Zustand der Klos ist den Eltern zufolge so schlimm, dass einige Kinder sie schon komplett meiden. Eigentlich wollten die Eltern nun in den Ferien selbst Hand anlegen. Doch bislang fehlt ihnen die Erlaubnis.