Zwei Forscher in einer Fabrik (Foto: imago / Westend61)
Bild: imago images / Westend61

Vergabe von Batterieforschung an Münster - Münch: "Brandenburg hat sich gar nicht beworben"

Die Vergabe einer Batterieforschungsfabrik nach Münster ist von ostdeutschen Politikern scharf kritisiert worden - weil der Osten einmal mehr benachteiligt werde. Brandenburgs Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) hat nun eingeräumt, dass Brandenburg gar nicht am Rennen um einen möglichen Standort beteiligt war.

Weiterhin Hoffnung auf Produktionsstandort

"Wir hatten uns als Lausitz überhaupt nicht für die Batterieforschung beworben", sagte Münch am Mittwoch in der Potsdamer Staatskanzlei. "Wir haben keinen Forschungsstandort, der in diesem Bereich forscht."

An der Produktion von Batterien sei Brandenburg hingegen sehr interessiert. Das Chemieunternehmen BASF habe großes Interesse daran, in die Produktion einzusteigen. Konzernintern wird Schwarzheide als ein möglicher Standort zum Aufbau einer Batteriegrundstoffproduktion gehandelt.

Münch bekräftigt Kritik an Karliczek

Münch bekräftigte am Mittwoch ihre Kritik an der Entscheidung von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU), die Batterieforschung nach Münster zu vergeben.

"Was mich an dieser Entscheidung stört, ist, dass der Bund immer gesagt hat, wir wollen diese Forschungsvorhaben bevorzugt in den neuen Ländern ansiedeln. Und dass es jetzt nicht in die neuen Länder geht, sondern andere Kriterien ausschlaggebend sind, das finde ich schon sehr frustrierend für die betroffenen Länder", so Münch.

Sendung: Antenne Brandenburg, 03.07.2019, 17:30 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Diese Ministerin ist nicht von dieser Welt. Ständig labert sie von der Neuansiedlung von Industrie und Forschung und nun kommt sie mit solch einer Aussage daher. Es wird Zeit das sich Frau Münch einen neuen Job sucht wo sie keinen Schaden mehr anrichten kann.

  2. 1.

    Nun, was soll die Industrie in den ostdeutschen Bundesländern? Dort lebt niemand mehr, der in dieser Industrie arbeiten könnte (alte Leute, schlecht ausgebildete Menschen, Langzeitarbeitslose), der Rest ist abgewandert oder bereits verstorben. Dann sind bei den dort gebliebenen noch die L..dale-Klamotten-Träger, die möchte man auch nicht im Institut oder in der Verwaltung haben. Denen möchte man auch nicht begegnen, wenn man in die (Klein-)Stadt oder aufs Dorf heimkehrt abends. Welchen Anreiz gäbe es, dort extra hinzuziehen? Auch keinen.

    Man muss Brandenburg schon echt lieben, wenn das nicht alles abschreckt.

    Ich mag es sehr, landschaftlich. Die schrägen Typen dort finde ich aber auch wieder nicht so prickelnd...

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