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Audio: Antenne Brandenburg | 10.07.2017 | Daniel Jorewitz | Bild: imago images/ Andrew Brookes

15 Millionen Euro vom Bund - Cottbus soll Modellregion für "Smart Cities" werden

13 Städte und Gemeinden in Deutschland sollen Modellregionen für "Smart Cities" werden. Eine davon ist Cottbus. Laut Oberbürgermeister Kelch sollen in den nächsten Jahren 15 Millionen Euro für die Digitalisierung zur Verfügung stehen. Erste Projekte stehen bereit.

Die Stadt Cottbus soll zu einer von 13 Modellregionen bundesweit für "Smart Cities" werden. Das teilte das Bundesinnenministerium am Dienstag mit. Die digitale Entwicklung der Stadt soll laut Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) mit insgesamt 15 Millionen Euro vom Bund gefördert werden.

Laut Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sollen die Modellregionen zeigen, wie "der digitale Wandel einer Stadt zum Nutzen der Menschen vor Ort gestaltet werden kann". Rund einhundert Städte, Kreise und Gemeinden hatten sich auf die Ausschreibung des Ministeriums beworben. Neben Cottbus sollen unter anderem Wolfsburg, Kaiserslautern und Ulm gefördert werden.

Kelch: Es lohnt sich "beharrlich zu kämpfen"

Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch zeigte sich am Mittwoch zufrieden mit der Entscheidung. "Die Aufnahme in den Kreis der Modellkommunen zeigt, dass es sich lohnt, beharrlich zu kämpfen und auf eigenes Risiko in Vorleistung zu gehen", so Kelch in einer Mitteilung. Nun könne man zu "größeren Sprüngen" bei der Digitalisierung ansetzen.

Da die Stadt bereits über eine Strategie "Digitale Stadt Cottbus" verfüge, sei schon bei der Bewerbung die Förderung zur direkten Umsetzung konkreter Maßnahmen beantragt worden. Bis zu 15 Millionen Euro stehen der Stadt in den nächsten fünf Jahren zur Verfügung.

Einfluss unter anderem auf Verkehr und Verwaltung

Die Bewerbung der Stadt Cottbus habe Maßnahmen aus den Bereichen Mobilität, Gesundheit, Bildung, Energie, Stadtentwicklung, Wirtschaft und Verwaltung enthalten. Auf Nachfrage des rbb nannte Kelch am Mittwoch beispielsweise eine intelligente Steuerung des Verkehrsflusses, aber auch die digitale Umstellung der Verwaltung. Außerdem würden bereits ab Donnerstag Sensoren verbaut, die Verkehrsteilnehmern per App freie Parkplätze in der Stadt anzeigen sollen. Auch städtische Unternehmen wie Cottbusverkehr könnten beispielsweise durch moderne Fahrgastanzeigen profitieren.

Cottbus gehört zur ersten Staffel der Förderung von "Smart Cities". Laut Innenministerium sollen in den nächsten Jahren drei weitere Staffeln bestehend aus insgesamt 50 Modellprojekten deutschlandweit mit knapp 750 Millionen Euro gefördert werden.

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3 Kommentare

  1. 3.

    Na wenn digital und smart, dann richtig oder nicht?
    So weit ich weiß, bleibt ein Einwanderer in Estland ein "NICHTBÜRGER", der eben nicht wählen darf.
    Dieses Schicksal haben selbst noch die Soviet-Russen die in Estland leben.
    Jeder darf zuwandern, arbeiten und leben, hat aber keine nationalen Rechte.

  2. 2.

    Dann wandern Sie doch nach Estland aus.
    Ich bezweifele aber dass die Esten scharf auf arrogante und verwöhnte Berliner sind.

  3. 1.

    Soooo Liebe Stadt Cottbus, wann darf ich mit meinem TEUREN ePerso digital wählen? Wann bekomme ich nach estnischem Vorbild eine komplette Digitale Schnittstelle als Insasse der Bundesrepublik Deutschland?
    Man loggt sich in seinem Bürgerpotal ein, klickt in den Warenkorb 1x Personalausweis, 1x Reisepass, 2x VISA für Rußland und Peru, 1x Krankenkassengeld anfordern und 1x Auto abmelden, und schon bekommt man alles nach Hause.
    Digitale Stadt Cottbus, dass ich nicht lache.
    Achso ich möchte das natürlich nicht von zu Hause aus tun, sondern auf der Raststätte beim Wandern im Harz erledigen, da mir das gerade eben da einfällt. So wie es die Esten können, im tiefsten Nirvana G5!
    Und Wählen will ich nicht nur am Sonntag, warum nicht nach Holländischen Vorbild, eine ganze Woche Wahltag!
    Der Sonntag ist zur Erholung und dazu gehört Politik nicht.
    PS: In Russland kann man sogar mit dem Handy einen Grabstein suchen (Inforadio).

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