Das Flüchtlingsheim Hohenleipisch von außen.
Video: Brandenburg Aktuell | 26.07.2019 | Sascha Erler | Bild: rbb/Anja Kabisch

Beschwerden über Zustände im Heim - Flüchtlingsheim Hohenleipisch weist Kritik der Bewohner zurück

Wenige Tage nach einem offenen Brief von Bewohnern des Flüchtlingsheims Hohenleipisch (Elbe-Elster) hat der Betreiber reagiert. Bei einem Vor-Ort-Termin wies er Vorwürfe zurück, dass die Zustände im Heim unzumutbar seien. Die Zustände in Hohenleipisch seien gut.

Die Betreiber des Flüchtlingsheims in Hohenleipisch (Elbe-Elster) sind am Freitag in die Offensive gegangen. Bei einem Vor-Ort-Termin mit Pressevertretern und dem Landrat des Elbe-Elster Kreises, Christian Heinrich-Jaschinski, wiesen sie Vorwürfe zurück, wonach die Zustände im Heim unzumutbar seien.

Genau das hatten Bewohner der Flüchtlingsunterkunft Anfang der Woche in einem offenen Brief angeprangert. Der Flüchtlingsrat Brandenburg hatte sogar die Schließung des Heimes gefordert.

Blick in die Gemeinschaftsküche der Flüchtlingsunterkunft Hohenleipisch.
Bild: rbb/Anja Kabisch

Probleme oft selbstgemacht

Ein Blick ins Innere des Heimes zeigte: die Räume sind groß und bieten ausreichend Platz für die untergebrachten Familien. Bäder und Küchen wirkten sehr sauber. Zahar Hesselbarth von der Betreibergesellschaft "Human-Care" sagte: "Ich kenne viele, viele Einrichtungen. Die Zustände, die wir haben, sind wirklich gut. Ich kann diesen Brief wirklich nicht nachvollziehen".

Ein unangekündigter Blick in eines der Zimmer eines Bewohners zeigte dann ein ganz anderes Bild: Schmutzwäsche und Müll lagen auf dem Boden. Auf dem Tisch stand ein Teller mit angetrockneten Essensresten. Hesselbart sagte dazu, "wenn dann die Fliegen kommen bei 40 Grad, wenn sich Ungeziefer sammelt ... dafür kann kein Landrat was, kein Betreiber".

Bewohner beklagen auch abgeschiedene Lage und Langeweile

Das Flüchtlingsheim Hohenleipisch liegt abgelegen im Wald, was viele Bewohner stört. "Wir sitzen hier den ganzen Tag; wir haben nichts zu tun", beschwerte sich eine Bewohnerin während des Termins. Hesselbarth hält dagegen, dass es genügend Angebote für die Bewohner gebe, es jedoch ein "Akt" sei, die Bewohner abzuholen. Nach ihren Angaben nehmen die Bewohner die Angebote kaum wahr. "Man muss sie wirklich zu ihrem Glück zwingen", so die Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft.

Auch von Angst spüre sie bei den Bewohnern nichts, so Hasselbarth. Davon war jedoch in dem offenen Brief der Bewohner, nach dem ungeklärten Tod einer Kenianerin, die Rede. Die Frau war im April dieses Jahres verschwunden, erst knapp zwei Monate später wurde ihre Leiche gefunden.

Der Landkreis Elbe-Elster hatte bereits kurz nach der Veröffentlichung des offenen Briefes reagiert und eine Schließung des Heimes abgelehnt. Das Landratsamt verwies in diesem Zusammenhang unter anderem auf im Heim getätigte Investitionen. 

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57 Kommentare

  1. 56.

    Ich finde das Heim sehr gut gelegen und auch gut ausgestattet. In Berlin gibt es miese Einrichtungen. Also ich wäre lieber im Grünen. Und zum Flüchtlingsrat nur soviel, es sind Lobbyisten. Deren Aussagen sind nie objektiv.

  2. 55.

    Betrachten Sie bitte sämtliche Geldströme der Volkswirtschaft Deutschlands und ich garantiere Ihnen ein Aha-Erlebnis der besonderen Art, wenn Sie den Mut für die "Wofür-Frage" bei einigen nicht so offensichtlichen Einkommensquellen aufbringen. Den Bezieher*innen von Sozialleistungen ist es immer leicht, die Schuld für zu geringes Einkommen und/ oder hohe Abgaben zuzuschieben.

  3. 54.

    Das Boot ist voll... können wir uns nicht leisten... Geld zuerst für Deutsche... Bevölkerungsaustausch...

    Na, los! Butter bei de Fische. Schreiben sie uns von Projekten, die sofort umsetzbar wären, womit man den Leuten "vor Ort" sofort helfen könnte. Ich wüßte auf Anhieb drei und warum man sie nicht umsetzt.

  4. 53.

    Asyl hat in Deutschland auch wenig mit Krief zu tun. Den besten Schutz gibt es nämlich für andere Sachen. Aber das interessiert dich ja auch eigentlich nicht wirklich.

  5. 52.

    Ist ja klar, dass man keine Fehler selber eingesteht. Soviel Rückrat hat man nicht. Geht ja auch nur um Menschen, die gezwungen werden in prekären Verhältnissen zu wohnen.

  6. 51.

    Meinen Sie jetzt mit "Ihresgleichen" etwa die Menschen die mit Ihren sozialversicherungspflichtigen Jobs die finanziellen Möglichkeiten schaffen um Flüchtlingen und Migranten ein gutes Leben in Deutschland zu finanzieren? Denen man aber schon heute klar macht das es im Alter lediglich eine Grundrente geben wird und die bei Nullzinspolitik, niedrigen Löhnen, steigenden Mieten, Energiekosten und CO2-Steuer keine Möglichkeit mehr haben fürs Alter vorzuorgen, aber gleichzeitig immer Menschen finanzieren müssen die nie in unser Sozialsystem eingezahlt haben oder werden, obwohl man für das Geld was in Deutschland aufgewendet wird, viel viel mehr Menschen vor Ort helfen könnte.

  7. 48.

    Mal für alle, die den Ort nicht kennen

    http://www.hohenleipisch.de/

    Macht Euch auf und schaut ihn Euch an. Er ist nicht schrecklich. Es hört sich bei einigen so an, als ob ein Gebiet ohne Zivilisation wäre.

  8. 47.

    Hassen Sie eig die Brandenburger oder warum holen Sie diesen Fall aus der Mottenkiste? Erstens gibt es jetzt einen Wachdienst. Zweitens kommen die Integrationsangebote von der Leitung und den Sozialarbeitern. Aber bei Ihnen ist Brandenburg eh alles Naziland und damit haben Sie in Ihrer intoleranter Denke schon Ihr Weltbild fertig. Der rbb hat offen über alles berichtet. Völlig sachlich.

  9. 46.

    Die Argumente sind ausgetauscht, neue sind nicht dazugekommen.
    Fazit: Vorrangig muss die Phase der Asylprüfung drastisch verkürzt werden, und die abgelehnten Asylbewerber müssen zeitnah zurückgeschoben werden. Nur so kann man den Pull-Faktor reduzieren, die Asylbewerber müssen, wie es Seehofer geplant aber nicht realisiert hat, bis zur Entscheidung in den Asylzentren bleiben und ggf. direkt von dort zurückgeschoben werden.

  10. 45.

    Sie sprechen von geschlechterspezifischen Unterdrückungen!

    Gerade die geschlechterspezifischen Unterdrückungen gibt es doch in jedem muslimischen Land. Frauen sind doch im Islam total rechtlos. Mädchen werden häufig bereits ab 11 Jahren verheiratet und die Männer können in vielen muslimischen Ländern bis zu 4 Frauen ehelichen.

    Sollten wir dann von den weltweit lebenden 1,5 Milliarden Muslimen ein Großteil in Deutschland/Europa aufnehmen aufgrund der NICHTEINHALTUNG der MENSCHENRECHTE in diesen Staaten?

  11. 44.

    Solange sie hier sind haben sie ein Anrecht menschenwürdig behandelt zu werden PUNKT

    Auch wenn ihnen und ihresgleichen das nicht passt.

  12. 43.

    "Die deutsche Rechtsordnung unterscheidet zwischen der Anerkennung der Asylberechtigung (Art. 16a Grundgesetz), der Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und der Gewährung subsidiären Schutzes. Wer weder als Flüchtling anerkannt wird noch Asyl erhält, kann in Deutschland vorübergehend subsidiären Schutz erhalten." Quelle: Wikipedia

  13. 42.

    "Menschenwürde" heißt nicht Einzug in das hiesige Sozialsystem. Soweit die Migranten kein Asyl bekommen, nur 3 % der meisten schwarzafrikanischen Länder werden anerkannt, sind sie ausreisepflichtig. Das steht so in den deutschen Asylgesetzen.

  14. 41.

    Meinen sie z.B. die eindeutigen Integrationsangebote wie die Innereien eines Schweins, welche am Eingang offensichtlich von Einwohnern der Umgebung aufgehangen wurden?

    Einfach mal ein bißchen nachdenken bevor man tippt, danke.

    https://www.rbb24.de/studiocottbus/panorama/2019/05/schweineabfaelle-vor-asylbewerberunterkunft.html

  15. 40.

    Ich denke sie haben keine Glaskugel, woher wissen sie also dass alles aufgebauscht ist? "...es gibt auch Bewohner, die dort bleiben wollen." Einer! Und die Oberaufseherin dahinter. Einer von wieviel?

  16. 38.

    Bilder sagen wirklich mehr als Worte. Das Heim sieht gut aus. Die Kinder können draußen spielen ohne auf den Verkehr achten zu müssen. Besonders für Kinder ist das doch ideal. Betreuung gibt es auch. Küche und Bäder sehen gut aus. Das gezeigte Zimmer ist bis auf den Esstisch auch aufgeräumt. TV scheint ja auch zu laufen .... Ordnung halten könnten die Bewohner. Und die Angebote einfach mal annehmen. Den Todesfall als Anlass für Ängste kann ich noch nachvollziehen. Allerdings ist offenbar nun schon monatelang nichts weiter passiert. Zumal nun auch ein Wachdienst vor Ort ist. Fragt sich, was für Vorstellungen die Flüchtlinge hatten bzw. welche Ihnen der Flüchtlingsrat einimpft. Sollen alle in Städten unterbracht werden? Integration geht auch auf dem Land, oder gerade auf dem Land. Wenn man denn will. Dank an den rbb für die umfängliche Berichterstattung.

  17. 37.

    So? "In der Unterkunft leben derzeit rund 100 Menschen unter anderem aus Afghanistan, Eritrea, Ghana, Indien, Irak, Iran, Kamerun, Kenia und Libyen."

    In vier Ländern herrschen Krieg oder kriegsähnliche Zustände. In allen Ländern herrschen soziale und geschlechterspezifische Unterdrückungen. Die Einhaltung der Menschenrechte sind nicht gewährleistet.

  18. 36.

    Woher wissen Sie, dass es alle "Kriegsflüchtlinge" sind? In den Herkunftsländern der Migranten, die RBB nennt, gibt es weit überwiegend keinen Krieg.

  19. 34.

    Ich habe keine Glaskugel. Die Ermittlungsbehörden auch nicht. Außerdem, schauen Sie sich den Film an, es gibt auch Bewohner, die dort bleiben wollen. Das hat der Flüchtlingsrat verschwiegen. Die Kinder wirken auch nicht verängstig. Da wird einiges aufgebauscht. Aber bitte, wenn Sie meinen. Fahren Sie doch hin und unterstützen die Menschen dort. Sie können gerne ehrenamtlich helfen. Immer nur kritisieren kann doch keinen Spaß machen.

  20. 33.

    Einen Mord wird man schwer verhindern können. Der Mann, der die Frau an dem Tag ihres Verschwindens geschlagen haben soll, sei offenbar von der Polizei vernommen, aber wieder entlassen worden. Zudem sei der Verdächtige in eine andere Asylunterkunft verlegt worden. Heißt es bei "Radio 1".

    Deswegen kann man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, das Grundbedürfnis Sicherheit wurde vom Heim nicht erfüllt. Möglicherweise hat das Heim mit dem Tod der Ausländerin mit geduldetem Aufenthaltsstatus gar nichts zu tun..

    Was allerdings auffällig ist in dem Schreiben von "Flüchtlingsrat" und "Women in Exile", sind die faktenlosen Vorhaltungen.

    Der Verein "Women in Exile", der an der Campagne zur Auflösung der Migrantenunterkunft mitwirkt, spricht von "illegalisierten Menschen", wenn er nicht aufenthaltsberechtigte Ausländer meint.

    https://www.women-in-exile.net/

  21. 32.

    Wenn ein Italiener von Italien nach Deutschland umzieht, ist es ein Migrant und er versucht,in der Regel, hier einen sozialversicherungspflichtigen Job zu finden und passt sich unseren Normen und Gesetzen an.

    Warum ist ein Migrant Ihrer Meinung nach sofort ein Flüchtling, sobald er ausserhalb Europas, evtl. mit einem Boot, nach Deutschland umzieht?

    Oder meinen Sie es ist ein Flüchtling, weil er vor strafrechtlicher Verfolgung in seinem Heimatland flüchtet. Wenn ich da meinem marokkanischen Arbeitskollegen glauben darf, scheint das durchaus öfter der Fall zu sein.

  22. 31.

    Die Tote ist nicht krank zum Sterben in den Wald gegangen. Suizid wäre genau so bedenklich. Dass 3 Monate nach ihrem Verschwinden dieser Fall noch ungeklärt ist, spricht für sich.

  23. 29.

    Ach, haben Sie neuere Erkenntnisse als im Bericht steht? Dann ab zu den Ermittlungsbehörden. Ansonsten wissen Sie genau, was ich meine.

  24. 28.

    Ich war zu Beginn auch dafür, Migranten aus Kriegsgebieten aufzunehmen. Aber die Stimmung ist bei mir inzwischen gekippt. Die Leute bekommen alles was sie zum Leben benötigen und sind in Sicherheit. Mehr kann man nicht erwarten und dann noch Forderungen stellen geht gar nicht. Und das Zimmer sauber halten, Geschirr spülen und Wäsche waschen, das kann jeder selbst für sich machen und zwar auch diese MACHO-MÄNNER.
    Und zu der Toten muß man zuerst einmal feststellen, wie diese Frau zu Tode gekommen ist, durch Krankheit oder ein Verbrechen. Das ist in erster Linie die Aufgabe der Kripo dies festzustellen.

  25. 26.

    Vielleicht sollten sich die Bewohnen des Flüchtlingsheimes einfach mal überlegen, wie sie in ihren Heimatländern lebten und wohnten. Hier würde auch ein bisschen Demut und Dankbarkeit helfen. Aber so etwas zu sagen ist in Deutschland schon gefährlich und man wird in die rechte Ecke getreten. Gehöre ich zwar nicht rein, aber meine Großeltern und Eltern haben mir beigebracht, dass man dankbar sein muss, wenn andere Menschen jemanden helfen!

  26. 23.

    @ Gabi
    Ich hatte zuvor einen weiteren Kommentar verfasst, welcher leider - wie auch einige andere Beiträge, die ich gestern Abend geschrieben hatte - nicht veröffentlicht wurde, warum auch immer. Deswegen steht auch "Nachtrag" zu Beginn des Kommentars, auf welchen Sie sich beziehen.

    @ rbb
    Ich bin der Meinung, stets die Netiquette einzuhalten. Gibt es Gründe dafür, dass Kommentare, welche nicht der Netiquette widersprechen dennoch nicht veröffentlicht werden? Falls ja, würde mich zum einen interessieren, welche das sind. Zum anderen könnten Sie ja vielleicht (ähnlich wie auf tagesschau.de) eine entsprechende Information in die Diskussion platzieren ("aufgrund der Vielzahl der Kommentare ist es derzeit leider nicht möglich, ...").
    Es nervt sehr, wenn man sich die Mühe macht, einen Beitrag zu formulieren, dann die Hürde überwindet, dass dieser auch gesendet wird (oft nicht einfach - "Bei Ihrer Eingabe ist ein Fehler aufgetreten!") und dann wird er einfach nicht freigegeben.

  27. 21.

    Bezeichnend finde ich eher die Aktion der Beteiberin und des Teams von Antenne Brandenburg. Wo war denn der Bewohner? Hat er sein Einverständnis gegeben? Die Betreiberin behauptet etwas, der Mann war überhaupt nicht zu hören.

    Und mal ehrlich, waren sie schon mal auf einer Klassenreise? Da gab es auch immer einen Schmutzfinken.

  28. 20.

    Kein Kinderspielplatz? Das ist ja skandalös.

    Als ich Kind war, haben wir uns mangels solcher Kinderspielplätze doch tatsächlich selbst beschäftigen können. Man kann den Wald erkunden, man kann sich selbst Spiele ausdenken, Straße und Wege dafür nutzen.
    Das soll jetzt kein früher war alles besser werden, aber ich frage mich schon, was unser Staat noch alles bieten soll. Vielleicht ein Schwimmbad bei jeder Unterkunft? Wartung und Kosten tragen wir natürlich dann alle.

  29. 19.

    Bezeichnend finde ich die Reaktion des Mannes im Film auf den unaufgeräumten Esstisch..... Sei alles erst vor einer halben Stunde passiert und seine Frau musste weg.... Warum räumt er nicht einfach auf, wenn eh nichts anderes zu tun ist?

  30. 17.

    Weiß zwar nicht, warum Sie das auf meine Feststellung antworten, aber gut. Ich habe den Eindruck, der Flüchtlingsrat übertreibt grundsätzlich. Allerdings ist das auch die Aufgabe von Lobbyisten. Sie kämpfen für ihre „Klientel“. Daher finde ich es immer wichtig, beide Seiten zu fragen. Dies hat der rbb getan und damit relativiert sich alles. Meistens ist die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Die Flüchtlinge fühlen sich einfach isoliert. Wenn man den ganzen Tag im Grunde ohne Aufgabe ist, dann frustriert das. Andererseits sind sie nun sicher und werden betreut. Ansprüche wachsen allerdings. Das ist menschlich. Sobald ein Grundbedürfnis (hier Sicherheit) erfüllt ist, will jeder Mensch „mehr“. Was ich nicht verstehe ist, warum sich Flüchtlingshelfer nicht mal aktiv auf den Weg machen und dort vor Ort helfen. Es gibt bestimmt Möglichkeiten, wenn jemand helfen will.

  31. 16.

    Witzbold!
    Die wesentlichen Sachverhalte werden von den Behörden nicht mitgeteilt. Man kann nur indirekt schlussfolgern. Einem RBB Beitrag ist zu entnehmen, dass die Bewohner von Hohenleipisch überwiegend aus Ländern kommen, wo eine politische Verfolgung im Sinne des Asylrechts wenig wahrscheinlich ist.
    Der "Flüchtlingsrat" und insbesondere hier die an dem Pressecoup beteiligte aktionistische Propagandatruppe "Women in Exile" ist ja ohnehin der Ansicht, alles was Migranten behindert, hier insbesondere Frauen mit Kindern, kann einfach unbegrenzt nach Deutschland kommen, ohne irgendwie die Asylbedingungen zu erfüllen.
    "Nähere Informationen" sind auf deren zahlreichen Webseiten nachzulesen.

  32. 14.

    "Im gereinigten Zustand werden keine Kakerlaken anzutreffen sein"
    Bitte mal über die Verbreitung von Kakerlaken informieren. Dann kommen solche Irrtümer nicht zustande.

  33. 13.

    Ja, das ist noch Berichterstattung. Und zwar eine, die beide Seiten beleuchtet hat.
    Ich kann die meisten der Aussagen hier bestätigen. Wir hatten eine leere Wohnung als Unterkunft für Flüchtlinge angeboten. Danach war sie komplett verwüstet, alles musste erneuert werden. Nie wieder.
    Wahrscheinlich wollen alle in eine große Stadt, da kann man so herrlich anonym handeln und wird selten bei illegalen Tätigkeiten sanktioniert.
    Ein wenig Dankbarkeit wäre von den Flüchtlingen, um die es hier geht, angebracht. Essen, Kleidung, Sprachkurse, kostenlose Krankenversorgung (die sich manch anderer nicht leisten kann) usw.

  34. 12.

    Ein profitorientierter privater Betreiber. Und wie praktisch dass in der Vorführung das rassistische Weltbild vor Bildschirm und Kamera des rbb bedient wird. Sich mühende „Mitarbeiter“ und schmutzige, sich nicht an den tollen „Angeboten des Betreibers beteiligende Insassen. Kein Hintergrund zum Betreiber, zum politischen Hintergrund im Landkreis und über die angeblichen Angebote erfahren wir hier auch nichts . Ist das noch Berichterstattung?

  35. 11.

    Wenn es den Flüchtlingen nicht passt wie sie hier versorgt und untergebracht werden sollen sie doch zurück in ihre Heimatländer gehen. Da hatten sie es doch bestimmt viel besser als hier im all Inklusive Flüchtlingsheim. Ich kenne selbst eine Unterkunft hier on Cb und weiß wie es aussah bevor die ersten Flüchtlinge eingezogen sind und in welchem Zustand die Wohnungen, Treppenhäuser und Keller jetzt sind.

  36. 10.

    Ich bin immer fassungslos, wenn ich soetwas lese. Soviel Undankbarkeit. Das Asylverfahren sollte unbedingt beschleunigt werden. Aber, dass habe ich am eigenem Leib kennengelernt, als ich damals mich freiwillig um Flüchtlinge in der Messe kümmerte. Auch da schlug einem die Undankbarkeit entgegen, man wurde beschimpft und es wurde gelogen. Und das nach einem so beschwerlichen Fluchtweg, aus einer traurigen Herkunft. Ich habe mich damals gefragt, was erwarten die Menschen hier, wenn sie sich noch nicht einmal normalen, mitteleuropäischen Standards befleißigt. Nach drei Monaten hatte ich die Schnauze voll und Flüchtlingshilfe für mich gestorben. Der Heimleitung kann ich nur raten, die Beschwerdeführer unbedingt auf andere Einrichtungen verteilen und das Asylverfahren beschleunigen.

  37. 9.

    Diese Menschen sind freiwillig hergekommen und ganz offensichtlich mit völlig überzogenenen Erwartungen. Was darf es denn noch sein? Ein Beschäftigungstherapeut und/oder eine Limousine mit Fahrer pro Flüchtling? In dem Artikel steht ja auch, dass Beschäftigungsangebote nicht wahrgenommen werden. Mit Lethargie kommt in unserem Land niemand weiter. Das müsste sich doch mittlerweile in den Kreisen derer, die immer noch herkommen, herumgesprochen haben..

  38. 8.

    Beim Vor-Ort-Termin wurden die Bewohner*Innen nicht mittels Dolmetscher umfassend befragt, und schaut die Küche nicht ein wenig nach "Betreten vorübergehend verboten!" aus? Ist irgendwo ein Kinderspielplatz sichtbar? Im gereinigten Zustand werden keine Kakerlaken anzutreffen sein. Ist es möglich, den "Akt" des Abholens zu beschreiben und welche Angebote bestehen konkret? Könnte die Angst der Bewohner*innen schlichtweg weggeredet werden?

  39. 7.

    Das war meines Erachtens eine gesteuerte Aktion des sogenannten "Flüchtlingsrats". Die Migranten stammen überwiegend aus Ländern, wo eine Asylanerkennung wenig wahrscheinlich ist, weil dort schlicht keine politische Verfolgung geltend gemacht werden kann. Es sind in großer Mehrzahl Leute, die ein besseres Leben suchen, was ich persönlich auch verstehen kann. Nur dies ist kein Einwanderungsgrund, und schon gar kein Asylgrund.
    Der "Flüchtlingsrat" versucht hier mit abseitigen Argumenten die publizistische Aufmerksamkeit zu erlangen, um über die missbräuchliche Verwendung der Duldung eine faktische dauerhafte Einwanderung zu bewerkstelligen. Dahingehend ist hier auch manches Posting zu bewerten.

  40. 6.

    Nachtrag:

    Ein großes Manko ist natürlich die Tatsache, über einen langen Zeitraum nichts sinnvolles zu tun zu haben, abgeschieden zu leben, keine Aufgabe, keine Kultur zu haben. So etwas macht jeden Menschen fertig.

    Hier haben bereits viele deutsche Ortschaften anfängliche Bedenken und Vorurteile über Bord geworfen und - sei es im Rahmen eines gemeinsamen Festes, einer gemeinsamen Unternehmung, eines Tages der offenen Tür im Heim, gemeinsamen Sports undundund - Kontakt zu den in ihrer Nähe wohnenden Einwanderern aufgenommen. Gibt es solche Unternehmungen in Hohenleipisch? Integration benötigt zwei bereitwillige Seiten.

  41. 5.

    Danke an den rbb für den Besuch in dem besagten Heim und den daraus entstandenen Filmbeitrag. So kann man sich wesentlich besser ein Bild der Situation dort machen. Und nach diesen Bildern muss ich sagen, dass ich froh wäre, wenn ich mit meiner Familie aus einer großen Krisensituation in ein solches Heim gelangen würde. Wenngleich ich etwas krass finde, dass Sing Sukh Dev dort schon 23 Jahre (!) wohnt. Mich hätte interessiert, was er als Alteingesessener zu den aktuellen Vorwürfen zu sagen gehabt hätte.

    Mir scheint eher ein Kommunikationsproblem vorzuliegen. Vielleicht mal einen Info-Abend mit den Bewohnern im Heim machen, dazu die Polizei einladen wegen des noch ungeklärten Todes der Kenianerin; dann noch einen gut gemachten, nicht anklagendenn Vortrag zu Hygiene und dem Umgang mit Müll halten, der die Bewohner einbindet. Dann müsste das wahrscheinlich schon wieder etwas besser aussehen mit der Moral vor Ort.

  42. 4.

    Finde gut, dass es so eine schnelle Reaktion inklusive Vororttermin gab. Wenn es Angebote gibt, diese aber nicht wahrgenommen werden, wirft das natürlich kein gutes Licht auf die Nutzer.
    Vielleicht ist das Konzept von Hygiene nicht allen Bewohnern bekannt und sollte entsprechend vermittelt werden.

  43. 3.

    Wir zensieren keine Meinungen, sondern moderieren eine Diskussion anhand unserer Netiquette (https://www.rbb-online.de/hilfe/hilfe___kommentarfunktion.html).

  44. 2.

    Ich bin doch verwundert, dass der RBB Meinungen zensiert bez. kritische Bemerkungen nicht frei schaltet.

  45. 1.

    Danke rbb für diesen Bericht. Widerspricht komplett der Darstellung der Bewohner und des Flüchtlingsrates.

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