Holger Kelch Christiane Hipp Cottbus BTU (Foto: rbb/Kabisch)
Audio: Antenne Brandenburg | 06.09.2019 | Anja Kabisch | Bild: rbb/Kabisch

Strukturwandel in der Lausitz - Cottbus will bessere Infrastruktur und Geld für die Uni

Die BTU-Cottbus Senftenberg braucht nach eigenen Angaben mehr Geld vom Land. Die Uni soll im Strukturwandel eine große Rolle spielen, bis zu acht neue Institute sind geplant - das würde rund 1.200 Jobs bedeuten. Doch der Bau neuer Gebäude und das Personal kosten. Die BTU spricht kurzfristig von fünf Millionen Euro, langfristig seien es 15 Millionen Euro pro Jahr.

BTU Campus Erweiterung (Foto: rbb/Kabisch)
Rot markiert: Geplante Erweiterungsflächen | Bild: rbb/Kabisch

Sicheres Geld, bessere Infrastruktur

"Insgesamt sind die vielen Institute zum Großteil bereits im Eckpunktepapier verankert", sagte BTU-Präsidentin Christiane Hipp. Doch jetzt gehe es darum, das Ganze "mit Euro und Cent auszuformulieren und auszuhandeln", sagt sie mit Blick zum Land. Denn der Bau der Gebäude wird vom Land finanziert. Hipp wünscht sich nun konkrete Zusagen. Sie setzt auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen.

Die baulichen Voraussetzungen an der Uni sind das eine, aber die rund 1.200 Mitarbeiter müssen erst einmal nach Cottbus kommen. Dafür müsse die Stadt zunächst attraktiver werden, forderte darüber hinaus der noch amtierene Uni-Kanzler Peter Lange.

Oberbürgermeister Holger Kelch hofft in diesem Zusammenhang, dass das Wahlergebnis der Landtagswahl vom Sonntag, bei dem die AfD zweitstärkste Kraft wurde, niemanden davon abhält, sich für Cottbus zu erwärmen. "Wenn es uns gelingt, jetzt zügig die Ankündigungen in Taten umzusetzen, dann gibt es irgendwann einen kritischen Moment. Und dann dreht sich das alles, was negativ über uns gelaufen ist einfach um." Er lege Wert darauf zu zeigen, dass die Lausitz attraktiv ist, "unabhängig irgendwelcher Wahlergebnisse."

Kurze Zeit für große Aufgaben

Und es werde einige Herausforderungen für die Stadt geben: unter anderem die Schaffung von attraktivem Wohnraum und ausreichend Schul- und Kitaplätzen, so Kelch. "Wir werden ab kommendem Haushaltsjahr bis zu 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr einstellen wollen. Natürlich sind wir gefordert, die Rahmenbedingungen für neue Arbeitsplätze zu schaffen."

Der Blick auf die Herausforderungen lässt den Oberbürgermeister nicht kalt. "Da kriegt man schon manchmal Angst, wenn man in einer verhältnismäßig kurzen Zeit vor so großen Aufgaben steht.

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