Bürgermeister sowie Vertreter von IHK und Gewerkschaft IGBCE beraten über kommendes Wochenende
Gemeinsame Beratung zum Wochenende | Bild: rbb/Florian Ludwig

Protestwochenende in der Lausitz - Bündnis ruft zu Gewaltverzicht bei Kohledemos auf

Ein Bündnis aus Kommunen, Wirtschafts- und Sportvertretern hat sich am Donnerstag in Spremberg gegen gewalttätige Proteste durch die Umweltaktivisten von "Ende Gelände" am Wochenende ausgesprochen.

Die Initiatorin und Bürgermeisterin von Spremberg, Christine Herntier, sagte dem rbb, es gehe nicht nur um die Kohlekumpel, sondern um die ganze Region. Hier hänge man vor allem von der Kohle- und Energieindustrie ab. Herntier bezeichnete es als verantwortungslos, diese Strukturen anzugreifen.

Sprembergs Bürgermeisterin kündigte einen Notfallplan an. Der sieht unter anderem vor, dass im Falle der Unterbrechung der Fernwärmeversorgung zwei Turnhallen als Notunterkünfte bereit stehen.  

Polizei ist vorbereitet

Ab Freitag sind über 20 Protestaktionen für und gegen die Kohle angemeldet. Schon seit Donnerstag ist die Polizei verstärkt im Einsatz. Sie wird von Kollegen aus Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und der Bundespolizei unterstützt. Genaue Zahlen nannte die Polizei nicht.

In einer Pressemitteilung des Brandenburger Polizeipräsidiums vom Donnerstag wird klargestellt, dass die grundgesetzlich verankerte Versammlungsfreiheit gewährleistet werde. Bei gewalttätigen Aktionen werde die Polizei allerdings konsequent einschreiten, heißt es in der Mitteilung weiter.

Sendung: Radio eins, 28.11.2019, 14 Uhr

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5 Kommentare

  1. 4.

    Zerstörung von Bahn-Signal-Infrastruktur, Zerstörung von Steuerungstechik an Tagebauanlagen, "Verureinigung" bzw das Vollscheißen und mit Müll (Stroh und Plastesäcke)dekorieren sämtlicher Betriebsanlagen, Mutwilliges Zerstören und Übertreten der Kraftwerksumfriedung Schwarze Pumpe und am Schlimmsten Einbau von Gleiskrallen an der Brücke über der Bundeststraße ...insgesamt Sachschäden über ne Million und durch das runterfahren der Blöcke nochmal eine Million Verlust ...das ist das Ergebnis von Ende Gelände 2016

    Ganz friedlich, wa?

  2. 3.

    Man muss sich wirklich fragen in welcher postfaktischen Welt diese Personen ihr Dasein so fristen. Die massive und dokumentierte Gewalt von Seiten der Polizei war die einzige Gewalt, die bei den letzten Protesten aufgetreten ist.

    Postfaktisch ist auch die Dauerleugnung der Klimakatastrophe durch breite Teile von Politik und Wirtschaft. Die Ignoranz gegenüber der Wissenschaft erinnert an voraufklärerische Zeiten.

  3. 2.

    Stimmt ich fordere auch die Polizei zu Gewaltverzicht bei gewaltfreien Aktionen auf.

  4. 1.

    "Unterbrechung der Fernwärme, Notunterkünfte in Turnhallen"
    Wo leben wir eigentlich? Ist der Krieg ausgebrochen? Was sollen sich die Bürger von diesen Spinnern noch so gefallen lassen?

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