Archivbild: Schleuse Leibsch im Spreewald (Foto: imago/fototraube.de)
Audio: Antenne Brandenburg | 14.08.2020 | Ronald Schleif | Bild: imago

Trockenheit in Brandenburg - Landesumweltamt sperrt mehrere Schleusen im Spreewald

Wegen des Wassermangels in der Spree hat das Brandenburger Landesumweltamt mehrere Schleusen im Spreewald gesperrt. Betroffen sind drei Schleusen im Unterspreewald - in Groß Wasserburg, Krausnicker Strom und in Leibsch (alle Dahme-Spreewald).

Positiver Effekt der Trockenheit: Weniger Eisenbelastung

Durch die Sperrung dieser Schleusen soll das Wasser in der Spree gehalten werden und nicht in das Dahme-Gebiet abfließen. Wer mit einem Boot unterwegs ist, muss es an der gesperrten Schleuse umtragen. Eine Übersicht aller aktuell gesperrten Schleusen im Land hat das Landesamt für Bauen und Verkehr auf seiner Webseite veröffentlicht [lbv.brandenburg.de].

Das Landesumweltamt bezeichnete die aktuelle Wassersituation der Talsperre Spremberg auf eine Anfrage des rbb am Donnerstag als "super ernst." Der Pegel sinke aufgrund des Wassermangels pro Tag bis zu zwei Zentimeter, weil auch Sachsen weniger Wasser als sonst abgibt. Auch die bis Sonntag vorhergesagten Niederschläge würden "selbst beim Eintreffen der positivsten Prognose" keine dauerhafte Entspannung im Wasserhaushalt bringen. "Um die kritischen Niederschlagsdefizite auszugleichen, bedarf es lang anhaltender überdurchschnittlicher Niederschläge."

Die aktuelle Wassersituation habe aber auch einen positiven Effekt: Die Eisenbelastung in der Spree oberhalb der Talsperre Spremberg sei aktuell so gering wie seit Jahren nicht mehr. "Die diffusen Einträge haben sich durch den gesunkenen Grundwasserspiegel infolge der langanhaltenden Trockenheit verringert."

5 Kommentare

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  1. 5.

    "...ich bin bestimmt nicht blöd, aber welcher Fachmann kan mir das so erklären, dass es ein gebildeter Mensch auch versteht, wieso ich mit einem Schleusenverbot Wasser spare. Danke!"

    Lesen Sie nocheinmal nach. Nirgends wird behauptet, dass die Schleusenschließung zum Einparen von Wasser dient.
    Das entstammt allein aus Ihrer Feder.

  2. 4.

    Angenommen die Schleuse ist 3m breit und 8m lang, der Hub, also die Höhe ist 1m. Dann benötigst du pro Schleusung 24m³ Wasser. 100 Schleusungen pro Tag wären dann schon 2400m³. Bei ABFLUSS, also der Abflussmenge Spreewasser pro Zeiteinheit von beispielsweise 0,25m³/s wie bei Niedrigwasser in Leibsch, ist das schon allerhand, was der Region unnötig verloren geht und letztlich in der Nordsee landet. Über die Wehre fließen beim momentanen Niedrigwasser nur marginale Mengen.

  3. 3.

    Es steht im Text.

  4. 1.

    Wie spare ich Wasser, wenn ich Schleusen schließe? Das benachbarte Wehr läuft doch ohnehin. Oder ist die Spree ein stehendes Gewässer? Beim Schleusen wird lediglich das Gefälle welches sonst ein Wehr strömungstechnisch realisiert, "schiffbar" -bootbar- gemacht. Das Wasser, was die Schleuse verläßt nimmt doch seinen natürlichen Weg in Richtung Mündung des jeweiligen Flußes. Habe ich ggf. einen Denkfehler? Ich bin bestimmt nicht blöd, aber welcher Fachmann kan mir das so erklären, dass es ein gebildeter Mensch auch versteht, wieso ich mit einem Schleusenverbot Wasser spare. Danke!

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