Gesine Grande
Gesine Grande | Bild: KIRSTEN NIJHOF

Künftige Medizinerausbildung in Cottbus - Uni-Präsidentin warnt: "Wir sollten uns nicht zu sicher sein"

Dass künftig Mediziner in Cottbus ausgebildet werden, ist nicht Gesetz. Das hat die neue Präsidentin der Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, Gesine Grande, am Mittwoch vor den Stadtverordneten klargestellt.

Sie habe Gespräche mit der zuständigen Expertenkommission geführt, die sich darum kümmert, wie das Projekt umgesetzt werden kann.

Sicher sei, dass die Einrichtung der Medizinerausbildung im Koalitionsvertrag stehe. Sicher sei aber auch, dass die Expertenkommission ergebnisoffen prüfe. Sie könne deshalb durchaus eine Empfehlung aussprechen, dass der Standort nicht ausreiche, um nachhaltig eine solche Universitätsmedizin über Jahrzehnte zu stemmen.

"Ich würde davor warnen, dass wir uns schon alle so ganz sicher sind", so die Präsidentin.

Das Land, so der Sprecher des Wissenschaftsministeriums Stephan Breiding, hält im Grundsatz an dem Vorhaben fest. Die Expertenkommission sei gestartet, um zu prüfen, wie das Projekt aufgezogen werden kann. Im ersten Quartal 2021 soll sie eine Konzeptstudie vorstellen.

Die Brandenburger Landesregierung will 650 Millionen Euro in die geplante Medizinerausbildung investieren. Das Geld stammt aus dem Strukturfonds nach dem Kohleausstieg. Die Medizinische Fakultät könnte dem Geschäftsführer des Cottbuser Carl-Thiem-Klinikums, Götz Brodermann, zufolge 1.500 Studenten haben.

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