Dahme-Spreewald - Umstrittener Dorf-Flugplatz für Ex-Flughafenchef rückt näher

Eine Piper auf dem geplanten Flugplatz-Geländer in Groß Leuthen (Quelle: rbb/Brandenburg aktuell)
Audio: Antenne Brandenburg | 15.01.2021 | Marie-Therese Harasim | Bild: rbb

Die Pläne zweier Hobby-Piloten aus Berlin für einen Flugplatz in Dahme-Spreewald nehmen Gestalt an. Nach dem Ortsbeirat hat auch der Bauausschuss von Groß Leuthen dazu geraten, die Piste anzulegen. Anwohner sorgen sich aber um die Umwelt.

In Groß Leuthen (Dahme-Spreewald) ist der erste Schritt zur Einrichtung einer Wiesen-Landebahn für Kleinflugzeuge erfolgt.

Seit rund vier Jahren träumen zwei Hobbyflieger aus Berlin, dort einen privaten Flugplatz anzulegen - einer von ihnen ist der ehemalige Flughafenchef von Berlin-Tegel, Elmar Kleinert. Fast so lange wie die Pläne gibt es aber auch Protest von Campern und Jägern.

Nachdem es lange Zeit ruhiger um das Projekt geworden war, tagte im November 2020 der Ortsbeirat und empfahl eine Anlage der Piste - am Donnerstagabend schloss sich der Bauausschuss dieser Empfehlung an.

Das letzte Wort hat die Luftfahrtbehörde

Bei der Abstimmung im Bauausschuss stimmten vier Mitglieder für den Antrag, es gab eine Enthaltung. Allerdings erfolgte das Votum mit Einschränkungen. So soll unter anderem nicht jeder Neubau innerhalb eines Radius von 1,5 Kilometer um die Landebahn herum von der Luftfahrtbehörde genehmigt werden müssen. So sieht es eigentlich das Luftfahrtgesetz vor. Doch dann müsste selbst eine Genehmigung eingeholt werden, wenn jemand in Groß Leuthen zum Beispiel nur eine Pergola über seine Mülltonnen bauen will.

Als nächsten Schritt möchte die Gemeinde am kommenden Montag im Hauptausschuss ein Statement beschließen. Im Moment sieht es danach aus, dass dieser dem Antrag auf die Start- und Landebahn zustimmt. Genehmigt werden muss die Piste aber schließlich von der Luftfahrtbehörde.

Sorge um Umwelt und Tiere

Vor der Bauausschusssitzung kam es allerdings zu einer hitzigen Diskussion zwischen dem Antragsteller Ralph Seefeld und Hans-Jochen Wagner, einem Mitglied der Initiative "Klein Leuthen bewahren", die sich gegen die Piste einsetzt. Klein Leuthen ist der Gemeindeteil von Groß Leuthen, in dem das Projekt umgesetzt werden soll. Die Initiative befürchtet Nachteile für einen benachbarten Campingplatz und die Umwelt.

Hans-Jochen Wagner aus Groß Leuthen (Foto: rbb/Harasim)
Hans-Jochen Wagner | Bild: rbb/Harasim

"Ich bin einfach erschreckt darüber, dass jemand hier herkommt und sagt, dass, weil es für ihn sehr angenehm ist, nach Bremen zu fliegen und alle Staus zu umfliegen", meint Wagner, "dass es doch super wäre, wenn er einen Landeplatz vor der Türe hätte. Wenn er da erst eine Stunde hinfahren müsste, wäre das nicht ökologisch."

Als das Projekt bekannt wurde, sorgten sich Anwohner auch um die Lärmbelastung. Um diese Sorgen zu zerstreuen, hatten die beiden Hobbypiloten Anfang 2017 zu einem Testflug ihrer "Piper PA-18" auf dem Gelände des geplanten Flugplatzes eingeladen. Rund 150 Groß Leuthener besuchten die Veranstaltung, die meisten zeigten sich nach der Vorführung zufrieden. "Es war leiser als ein Motorrad", sagte eine Anwohnerin über die einmotorige Maschine.

Hans-Jochen Wagner ist jedoch besorgt, dass es auch andere Beeinträchtigungen für die Umwelt geben könnte. In den letzten Jahren habe der See "sehr viel Wasser verloren", sagt er. Alte Bäume würden plötzlich eingehen. "Grundsätzlich habe ich den Eindruck, man müsste die Gemeinde in allem unterstützen, was den Umweltschutz betrifft", meint Wagner.

Ob ein Flugbetrieb der Umwelt und den ansässigen Tieren schaden könnte, wurde bereits in einem ersten Gutachten der Flugaufsichtsbehörde untersucht. Darin werden keine Gefahren für Umwelt und Naturschutz gesehen. Allerdings bemängeln Kritiker, dass es nur zwei Vor-Ort-Begehungen gab und nicht alle Tiere erfasst worden seien. Und so könnte es sein, dass der Hauptausschuss am kommenden Montag ein neues Gutachten empfehlen wird.

Mit Informationen von Marie-Therese Harasim

37 Kommentare

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  1. 37.

    Hier erzählt keiner Märchen. Sie scheinen vielmehr das Problem nicht zu kennen.
    Durch natürlichen Abrieb älterer Betonoberflächen, hauptsächlich beim Aufsetzen, werden feine Gesteinsbaustoffe herausgelöst, angesaugt und durchschlagen vereinzelt Rotorblätter, was zu Unwuchten führt und evtl. einen Ausfall mit Absturz bewirken kann. Man spricht von "Durchschüssen" und so sieht es auch aus. Ab einer bestimmten Grenzwert mußten deshalb umfangreiche Instandsetzungen durchgeführt werden. Deswegen versucht man diese Oberflächen zu versiegeln, normalerweise mit Kunstharz, den es aber in der DDR nicht gab. Es wurde deshalb der Einsatz einer bituminösen Schlämme erprobt.

  2. 36.

    @Alice ich bin sprachlos. Sie überbieten sich heute, na ja was solls.

    1. "8. Gebot ... mmhh"
    etwas zu Lesen, gegen das hilflose "mmhh" und was danach folgt !!!
    https://www.lutherisch.de/index.php/glaube/vertiefung/luthers-kleiner-katechismus/66-die-zehn-gebote-das-achte-bis-zehnte-gebot

    2. "....'ne Piper im Sturzflug hat 'n Problem.."
    Ich hatte nicht von einer Piper gesprochen !!!
    "Jedes Wochenende kreisen die lauten "Nähmaschinen" über uns. Besonders schlimm im Sturzflug und wenn die wieder hoch ziehen."

    3. "....und mittags ist Rasenmähen erlaubt..."
    vielleicht in Berlin oder in "RaccoonCity" aber nicht in Gemeinden in BB !!!

  3. 35.

    Durch natürlichen Abrieb älterer Betonoberflächen, hauptsächlich beim Aufsetzen, werden feine Gesteinsbaustoffe herausgelöst, angesaugt und durchschlagen vereinzelt Rotorblätter, was zu Unwuchten führt und evtl. einen Ausfall mit Absturz bewirken kann. Man spricht von "Durchschüssen" und so sieht es auch aus. Ab einer bestimmten Grenzwert mußten deshalb umfangreiche Instandsetzungen durchgeführt werden. Deswegen versucht man diese Oberflächen zu versiegeln, normalerweise mit Kunstharz, den es aber in der DDR nicht gab. Es wurde deshalb der Einsatz einer bituminösen Schlämme erprobt.

  4. 34.

    Unwuchten entstanden doch eher durch Steinschlag oder andere Startbahnfindlinge am Verdichter.. Mir als TWM erzählen sie erfolgreich keine Märchen.

  5. 33.

    "...Shelter..." kenne ich nur im Zusammenhang mit Kampfflugzeugen (im Zivilen nennt man es glaube ich Hangar) und habe ich zuletzt auf dem damaligen Russenflugplatz in Wittstock gesehen. Im ZW mit einer TU hatte ich dort eine Methode zur Versiegelung der SLB erprobt, zur Senkung von Turbinenunwuchten. Ich hatte dort mehrere Mitflug-Gelegenheiten und keinen weiteren Bedarf. Trotzdem Danke für ihr Angebot.
    Sie haben also eine ausrangierte (bzw. Trainingsversion) einer F16 oder MIG/SU ? Und damit wollen sie jetzt in BB rumfliegen? Das finde ich nicht so gut.
    Mir reicht es schon, dass uns durch diese "Nähmaschinen" jedes WE versaut wird (Kommentar 12).

  6. 32.

    8. Gebot ... mmhh
    8. Am Anfang startest Du mit einem vollen Beutel Glück und einem leeren Beutel Erfahrung. Der Trick besteht darin, den Beutel zu füllen, bevor der Beutel Glück geleert ist.

    Zur vermeindlichen Diffamierung:
    'ne Piper im Sturzflug hat 'n Problem und mittags ist Rasenmähen erlaubt - und?

  7. 31.

    Mit welcher Leichtsinnigkeit wird von den Beschlussfassenden
    an dieses nur für den ,privaten Vergnügen angestrebten Projekt herangegangen,das ist nicht zu fassen.Wird den überhaupt Mal seitens derer überlegt was dann noch alles kommen könnte,zum Beispiel Fallschirmspringen usw???
    Hobbys werden meist am Wochenende ausgetragen.Denkt an den Campingplatz ,er sichert Arbeitsplätze und das bisschen noch vorhandene Stück Natur was uns gegeben ist !!!!!Wacht auf!!!!Nur weil 2 Hobbypiloten ihr privates Interesse vertreten sollen viele leiden,nein das geht so nicht.Warum bleiben sie nicht an ihrem jetzigen Standort und leben doch lieber hier in Frieden mit den Bürgerinnen und Bürgern der märkischen Heide!!!Ein klares nein zur Wiesenstart und Landebahn !!!!

  8. 30.

    Das "Brummerle" ist eine alte J3 Piper Cub. Ich halte diese Kisten für absturzgefährdet weil auch schon oft genug passiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ohne Vit. B auch ein ehem. Tegelboss es überhaupt wagt so ein Ansinnen zum Nachteil anderer vorzubringen. Großkotzigkeit mag auch eine Rolle spielen.

  9. 29.

    Keine Bange, ich habe einen schönen Shelter auf einem Verkehrslandeplatz, der viel Akzeptanz genießt. Ich halte mich an Mindestflughöhen, umfliege möglichst Orte und habe viel Gäste, denen das Lächeln lange ins Gesicht gezaubert bleibt, weil ich zeigen darf, was schön und nicht was grenzwertig ist
    Mein Vorschlag: fliegen Sie einfach mal irgendwo mit, lassen Sie sich alles theoretischen wie praktisch erklären und zeigen, anstatt mit einer anscheinenden Neid- und scheinantilärmdebatte maulend in einer Ecke zu stehen und nur mit dem Finger auf andere zu zeigen. Wir sind offen auch für kritische Menschen. Toleranz und Kommunikation sind Zauberworte, die viel bewirken können.
    Bleiben Sie gesund und allen Piloten allezeit happy landings :-)

  10. 28.

    Verstehe ich nicht wie vernünftige Leute in Zeiten von Klimawandel einen Hobbyflughafen!!! gut finden können. Schafft euch Mal sinnvolle Hobbys an!!

  11. 27.

    Sie kriegen ihren Flugplatz trotzdem nicht. Wollen wir wetten?

  12. 26.

    Auwei, Ihr gefährliches Spielen mit Halb- und Unwahrheiten tut ja weh.
    Es gibt genug Flugzeuge in der Echo-Klasse, die durch Schalldämpfernachrüstung auf den aktuellen Stand der Lärmemissionsverordnungen gebracht sind und die, bei denen es konstruktiv nicht machbar ist, die zahlen entsprechend höhere Landeentgelte und dürfen an bestimmten Plätzen zu definierten Zeiten nicht starten oder landen.
    Neue Flugzeuge müssen strengen Lärmemisssionswerten standhalten, sonst werden diese nicht zugelassen.
    Bevor Sie Ihren emotional begründeten Kommentar abgeben, sollte Sie sich informieren. Möglichkeiten dazu gibt es zuhauf.
    Mich nerven Rasenmäher am Wochenende, Testosteronbolzen mit ihren soundgetunten und basslautlautsprechenden Tonnen und moderne Moppets mit ihren e4-zugelassenen lauten Endtöppen mehr als die kleinen Brummerle am Himmel. Ich habe mein Oldtimer-Moppet übrigens auch auf umgebaut, weil ich Rücksicht kenne.
    Bleiben Sie gesund

  13. 25.

    Alle Kommentatoren, die jetzt schon in Gedanken im Gerichtssaal sitzen und darüber fabulieren wie sich der Richter verwaltungsrechtlich entscheiden könnte, seien auf den letzten Satz im Beitrag hingewiesen:
    "Und so könnte es sein, dass der Hauptausschuss am kommenden Montag ein neues Gutachten empfehlen wird."
    Auch Spekulationen über "Schadensbegrenzungen" jeglicher Art sind Unfug. Wenn die Tür einmal offen ist und der Fuß drin steht, geht sie nicht wieder zu, sondern höchstens weiter auf.

    Wir sollten den Bewohnern des Ortes und den Gemeindevertretern ein glückliches Händchen wünschen und mögen sie alle gemeinsam eine sinnvolle Entscheidung treffen, zu ihrem Wohl, die sie niemals bereuen mögen. Wie gesagt: "Wenn das Ding einmal da ist könnt ihr wegziehen." Außer ihr werdet alle selber noch "Sportflieger".

  14. 24.

    Wundern darf man sich heute über gar nichts mehr. Die einst errungene Freiheit ist zu " nichts sagen, nichts sehen, nichts hören" mutiert. Wenn ich schon lese, dass dann das Gericht entscheidet wie beschissen es danach den Camnpern geht. Wir sollen doch den Urlaub im Lande hier verbringen. Wo ist der nächst gelegene Flugplatz ? Die Herren Hobbypiloten besitzen doch bestimmt noch ein Auto ? Reiche siegen über Arme; toller Rechtsstaat. Sorry, so nicht mit Menschen umgehen. Den Startlärm kenne ich zu gut.

  15. 23.

    Letztendlich läuft es auf "Nachbar vs. Nachbar" im Verwaltungsrecht hinaus. Dort entscheidet ein (Planungs)-Sachbearbeiter und im Streitfall vor Gericht ein Richter. Wenn man Artikel und Kommentare liest, wird es wohl pro Flugplatz ausgehen. "KlausBaerbel" hat die fehlenden Bauausschussgründe angemahnt. Im VR ist es nicht zulässig alle Gründe dagegen aufzusummieren, jeder Nachbar muss den Richter von seinen individuellen Gründen überzeugen. Das VR ist so ausgelegt, dass die Behörde fast immer gewinnen wird, auch bei eigenen Fehlern. Eine Reform des VR ist sicher möglich, wenn jemand eine Idee hat, es besser zumachen. Das wäre mal ein Thema für eine Masterarbeit ... und ein gutes Beispiel, warum Wikipedia nicht helfen kann, Cleverness nicht ausreicht und Wissen erforderlich ist. Die Kommentare haben aber eine Kraft für Anregungen.

  16. 22.

    @Alice, kennen Sie das 8. Gebot? Vermutlich nicht, sonst würden sie den Inhalt meines Kommentars nicht verfälschen, oder sollte man diffamieren sagen?

    "Wir haben so etwas in der Nähe. Jedes Wochenende kreisen die lauten "Nähmaschinen" über uns. Besonders schlimm im Sturzflug und wenn die wieder hoch ziehen. Rasenmähen ist in der nachmittäglichen Ruhezeit verboten, aber die (hauptsächlich Bouletten) fliegen trotzdem und stören unsere Ruhe. Da oben gilt keine Gemeindeordnung. Ist wahrscheinlich sowieso ein rechtsfreier Raum.
    Die Anwohner sollten sich organisieren und machtvoll dagegen wehren. Wenn das Ding einmal da ist könnt ihr wegziehen."

  17. 21.

    @Alice, obwohl sie eigentlich gut kommentieren, haben sie sich hier teilweise "grob vertan".
    1. "leiser wie in Motorrad" bezieht sich auf eine "Vorführung". Wie naiv muss man sein, um einer Show zu glauben? Solche Vorführungen werden getürkt, wie die PKW-Abgaswerte auf dem Rollenprüfstand (xxl-Luftdruck usw.). Wenn wir unser Auto in die Garage fahren, rollen wir die letzten Meter im 1. und mit Standgas. Da hörst du GAR NICHTS. Und so macht man es bei einer Flugvorführung, wo man Argumente entschärfen will. In einer Gleitbewegung kann ich den Schub rausnehmen und fliege trotzdem 10km. Ansonsten ist es so wie unter Kommentar 12 geschildert.
    2. Schalldämpfer "sonst schon", mag auf die StVO zutreffen. Die gilt aber nicht. Ich habe noch nie ein Sportflugzeug mit Schalldämpfer gesehen.
    3. Diese "Kopfgarnitur" beinhaltet Kommunikationselemente ist aber trotzdem ein GEHÖRSCHUTZ. Ohne wären irreparable Gehörschäden die Folge.
    @Gröne hat in allen Punkten Recht. Siehe auch Kommentar #12.

  18. 20.

    Kein Internet, kein Wlan, kein Supermarkt, aber ein Privatflugplatz neben einem Campingplatz!!!! Auch der Zeitpunkt für das Genehmigungsverfahren wurde gut gewählt, Protestdemos sind derzeit verboten.
    Welchen Vorteil hat Groß Leuthen von diesem Flugplatz?
    Ein paar Steuereinnahmen, dafür mehr Umweltbelastung, Lärmbelstigung und weniger Camper auf dem angrenzenden Campingplatz.

  19. 19.

    Die Piste wird nur für Start und Landung genehmigt werden. Die Auflagen für solche Plätze sind enorm und lassen kaum Spielraum zu, den viele vermuten. Keine Platzrunden, zeitlich eingeschränkt und nur mit einem Kontingent an Startss und Landungen für den Landefeldinhaber. Eine sehr geringe Zahl von Fremdlandungen könnte es geben, aber das sind nurr Ausnahmen, die über ein Start/Landebuch geführt und an die Behörde gemeldeten werden muss. Der Inhaber wird sich mit Sicherheit aan die strengen Auflagen halten und darf vor allem keinen Verkehrslandeplatz betreiben, wie dem Kommentar, dem auch wenig Akzeptanz für Leute mitschwingt, die nicht dem eigenen Gusto entsprechen .

  20. 18.

    In der Gemeinde wundert mich so etwas nicht mehr. Da reicht es auch wenn ein Hundehalter dem Ordnungsamtmitarbeiter Herr P. sagt ,, sein Hund beißt keine Katzen tot'' obwohl dieser Hund es nachweislich getan hat. Somit wird dem nicht nachgegangen und jedes Tier oder vielleicht sogar jedes Kind was da näher am Gartenzaun entlang geht ist gefährdet. Dieser Hund wurde noch nicht mal von Herr. P. angeschaut. Mit einem früheren Hund von dem Halter gab es früher auch schonmal einen Beißvorfall.
    Ich hoffe dieser Privatflugplatz wird nicht genehmigt, aber durch meine persönliche Erfahrung mit der Gemeinde glaub ich nicht daran.

  21. 17.

    "Besonders schlimm im Sturzflug und wenn die wieder hoch ziehen."
    Jepp - und wie sieht es aus, wenn der Film vorbei ist?

    "Rasenmähen ist in der nachmittäglichen Ruhezeit verboten,...."
    ... steht in der Hausordnung, der Vereinssatzung, ach egal, mal hier Nachlesen
    https://www.berlin.de/special/immobilien-und-wohnen/balkon-und-garten/4884111-739650-rasen-maehen-wann-ist-es-erlaubt.html

  22. 16.

    "Wer sagt diesen Quatsch „leiser als ein Motorad“? Gehörlose?"
    Also laut Bericht "eine Anwohnerin". Das diese aus der Ecke kommt ist durchaus wahrscheinlich. Aus dem Bericht geht aber eine Gehörlosigkeit nicht hervor.
    "Diese Verdrehung der Tatsachen ist ja inzwischen Allgemeinübung geworden und wirklich lächerlich."
    Da möchte ich ihnen beipflichten.
    "Die Motoren haben keine Schalldämpfer..."
    Auf einem "RedBull-Airrace" nicht - stimmt. Sonst schon - Düsenflugzeuge aber eher nicht.
    "und die Piloten tragen Hörschutz."
    Öhm - nö. Da ist ein Funklautsprecher, Mikro und ein Interkom drin verbaut. Durch den vom Propeller erzeugten Geräuschpegel braucht man so'n Ding einfach.

  23. 15.

    Wo in etwa wohnen Sie denn? Motorräder sind meist lauter als beispielsweise ein Ultraleichtflieger. Die dürfen nämlich nicht mehr als 61 dB im Vorbeiflug erzeugen und bei den größere Maschinen gibt es mehrere Lärmschutzklassen, die durch bauliche Änderungen, z. B. Verlegung und Installation eines ext. Schalldämpfers erhöht werden können. Das, was als laut empfunden wird, ist der Propeller. Dieses Geräusch ist bei einem Fixprop im Start leiser als ein Verstellprop, deren Blätter dann mit geringer Steigung und hoher Motorleistung schneller drehen müssen, um Vortrieb zu erzeugen. Den Motor hören Sie auch erst, wenn der Flieger vorbei ist und bis das der Fall ist, ist der Propeller lauter. Aber im Vorbeiflug entscheidet dann die Stellung des Gashebels und Höhe über die Lautstärke. Je höher und geringer die Motorleistung, umso geringer die Lärmbelastung am Boden. Die LuftVo regelt, dass der Luftverkehr so wenig störend wie möglich sein darf. Aber wer oder was wen stört ist immer subjektiv

  24. 14.

    Um welchen Platz handelt es sich denn bitte? Sie haben die Möglichkeit, sich mit Ihren Beschwerden an die untere Landesluftfahrtbehörde zu wenden. Angabe zu Tag, Uhrzeit und wenn möglich mit Lfz-Kennzeichen.

  25. 13.

    Es gibt strenge Vorschriften, die mit der Planung eines privaten Landefeldes einhergehen. Die kann man auf den Seiten des DAeCund auch der DFS finden.
    Private Landefelder sind auch privat, es darf nur eine festgelegte Zahl von Starts und Landungen pro Jahr geben und diese sind auch nicht für die allgemeine Luftfahrt von nicht ortsansässigen Lfz zugelassen. Für Fremdllandungen gibt es strenge Auflagen und nur ein sehr geringes Kontingent. Es muss ein festgelegter Abstand zu Ortschaften und Wohnbebauung eingehalten werden und eine Landewiese von ca. 350m Länge und 15m Breite Ist für das Sinken des Grundwasserpegels bestimmt nicht ursächlich, das gab es bereits vorher und nicht erst dann. Die Tierwelt ist durch ein Landefeld ebenso wenig belastet. Und wenn die An- und Abflugrouten eingehalten werden, ist alles okay.

  26. 12.

    Wir haben so etwas in der Nähe. Jedes Wochenende kreisen die lauten "Nähmaschinen" über uns. Besonders schlimm im Sturzflug und wenn die wieder hoch ziehen. Rasenmähen ist in der nachmittäglichen Ruhezeit verboten, aber die (hauptsächlich Bouletten) fliegen trotzdem und stören unsere Ruhe. Da oben gilt keine Gemeindeordnung. Ist wahrscheinlich sowieso ein rechtsfreier Raum.
    Die Anwohner sollten sich organisieren und machtvoll dagegen wehren. Wenn das Ding einmal da ist könnt ihr wegziehen.

  27. 11.

    Da muss ich Patrik recht geben, die kleinen Motormaschinen sind genauso nervig wie die grossen Verkehrsmaschinen. Die Flugzeuge fliegen niedriger, kreisen immer wieder über den TXL (weil man jetzt ja den Flughafen überfliegen darf), und hören sich an wie knatternde Motorräder. Ruhe hört sich anders an!

  28. 10.

    Wo kommen wir denn hin, wenn jeder einfach mal so seinen privaten Flugplatz anlegen will? Was soll das? Nur weil einer von denen ehemaliger Flughafenchef war? Das sollte wirklich verboten werden.

  29. 9.

    Klar, bei Bier und Bratwurst, freundlicher Stimmung und Vorführung-Runden im gemäßigten Drehzahl-Bereich ist das alles nur halb so wild, als wenn man dann zuhause regelmäßig in seiner Ruhe gestört wird.

  30. 8.

    Wer sagt diesen Quatsch „leiser als ein Motorad“? Gehörlose?
    Diese Verdrehung der Tatsachen ist ja inzwischen Allgemeinübung geworden und wirklich lächerlich.

    Die Motoren haben keine Schalldämpfer und die Piloten tragen Hörschutz. Der Unerträgliche Krach wirkt die ganze Zeit direkt nach unten.

    Es ist nicht akzeptabel, dass Berliner für Ihren Privatspass uns hier auf die Nerven gehen.

  31. 7.

    Mein Elternhaus stand 400m entfernt von so einer Graspiste, die vor allem am Wochenende intensiv von Freizeitfliegern genutzt wurde. Als störend habe ich das nie empfunden, eher als schön ("was fliegt denn da").

  32. 6.

    Mhhh...
    "Rund 150 Groß Leuthener besuchten die Veranstaltung, die meisten zeigten sich nach der Vorführung zufrieden. "Es war leiser als ein Motorrad", sagte eine Anwohnerin über die einmotorige Maschine."

  33. 5.

    Wohlgemerkt: Das Ganze nur für 2 - in Worten "zwei " - Hobbypiloten. Da ticken ja wohl nicht nur die Antragsteller nicht mehr ganz richtig. - Was wohl passiert, wenn man seine private Bus- oder Bahnlinie oder Straße bzw. Autobahn zu seinem Lieblingsrestaurant oder so haben möchte?

  34. 4.

    Wenn ihm sein Arbeitsort in Bremen zu weit weg ist, soll er den Zug nehmen oder umziehen. Wir sind doch kein Ölscheichtum!

  35. 3.

    Ich muss dem RBB hier schlechte journalistische Leistung vorwerfen. Damit der Leser sich ein umfassendes Bild machen kann, fehlen die Argumente, warum der Bauausschuss zugestimmt hat.

  36. 2.

    Ich bin dagegen - die Maschinen sind unheimlich laut - keine Schalldämpfer - die ruinieren uns hier die Ruhe, damit die Hauptstädter hier ihr feudales Hobby betreiben können.
    Meiner Meinung nach sollen die bleiben, wo sie sind.

  37. 1.

    Es ist für mich nicht verständlich, dass Privatflugzeuge in diesem massiven Umfang Lärm erzeugen dürfen. Hier im Norden Berlins sind die Privat-Flugzeuge ein echtes Ärgernis angesichts der Lärmbelästigung. An Wochenende sind es öfter mal 20-30 Überflüge am Tag, stets mit minutenlangem Dröhnen verbunden, weit über das normal Motorrad hinaus. Durch die entsprechende Flughöhe verbreitet sich der Lärm dann auch auf weite Flächen, so dass eine einzige Person letztlich Lärmbelästigung für 10.000e Menschen verursacht, nur zur persönlichen Belustigung oder aus kommerziellen Interessen.
    Insofern ist jeder vermiedene Flughafen ein Segen für den Lärm-Schutz.

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