Sattelfest Forst 2018 Gesine Jürgens mit Pferd Ussandro - die Gewinner des Antenne Brandenburg-Preises (Foto: ACP Andreas Pantel)
Audio: Antenne Brandenburg | 14.09.2018 | Anke Blumenthal | Bild: ACP PANTEL

Sattelfest Forst - Wenn sich Reiter und Rennfahrer die Klinke in die Hand geben

Doppelte Pferdestärken in Forst: Dass die Neißestadt wie kaum eine andere für Steher-Spitzensport steht, ist bekannt - an diesem Wochenende teilen sich die Rennfahrer das Rad- und Reitstation mit hunderten Pferden. Von Martin Schneider

Hoch zu Ross geht es am dritten September-Wochenende in Forst (Spree-Neiße) her. Im Rad- und Reitstadion hat am Freitag das Sattelfest begonnen - eine besondere Kombination aus Pferde- und Rennsport mit internationalem Flair. Denn am Start sind neben nationalen Sportlern auch Athleten aus Tschechien, Norwegen, Polen und den Niederlanden.

Viele Reiter haben sich im Pferdesport einen Namen gemacht - darunter der Nationalkader André Thieme sowie der mehrfache Landesmeister Berlin-Brandenburgs, Max-Hilmar Borchert. Insgesamt 400 Pferde und 90 Reiter kämpfen bei einer Vielzahl von Springprüfungen um die Titel.

Pferd und Reiter springen über eine Hürde beim Sattelfest Forst 2018 (Foto: rbb/Schneider)
Bild: rbb/Martin Schneider

Europaweit einmalig

Drei Tage lang teilen sich Pferdesportler und Steher das Rad- und Reitstadion in Forst. Und dabei liegt auch schon die Faszination dieses Wochenendes, meint Veranstalter Hagen Ridzkowski. "Wir haben - einmalig in Europa - ein Stadion, in dem Radsport und Reiten gemeinsam stattfinden können."

Allerdings laufen die Sportarten nicht gleichzeitig. Laute Motoren und leise Pferde werden getrennt. Freitag bis Samstag kämpfen die Reiter um die Titel, am Sonntag folgen auf die Springer am Vormittag die Steher am Nachmittag.

Pferd und Reiter springen über eine Hürde beim Sattelfest Forst (Foto: rbb/Chichowitz)
Bild: rbb/Kisha Chichowitz

Erste Titel am Freitag - in einem besonderem Stadion

Die ersten Springer haben schon am Freitagvormittag die Hürden genommen. Besonders erfolgreich war die gebürtige Potsdamerin Gesine Jürgens. Sie hat in der Springprüfung Klasse M mit ihrem Pferd Ussandro den Preis von Antenne Brandenburg geholt - mit einer fehlerfreien Runde in 55,29 Sekunden.

Der Landesmeisterin von Mecklenburg-Vorpommern hat der Start in Forst Spaß gemacht. "Es ist sehr interessant, dass es als Stadion angelegt ist. Und auch Boden und Rasen sind sehr gut." Und das beeindrucke nicht nur die Reiter, sondern auch die Tiere, meint Jürgens.

Nach Angaben des Veranstalters ist das Sattelfest in Forst das höchstdotierte Reit- und Springturnier der neuen Bundesländer.

Reiter überspringt Hürde beim Sattelfest Forst (Foto: rbb/Schneider)
Bild: rbb/Martin Schneider

Spitzensportler - und andere Highlights

Auch die regionalen Reiter kommen in diesem Jahr zum Zug. Aus Sicht von Veranstalter Hagen Ridzkowski sorgen sie auch für einen der Höhepunkte. "Zum Beispiel die L-Klasse. Das Finale Samstagnachmittag ist sehr spektakulär, auch für Laien." Dabei treten zwei Reiter gegeneinander an. "Wer ist schneller? Wer macht Fehler? Das kommt bei den Zuschauern, die im Pferdesport nicht so drin sind, sehr emotional an", so Ridzkowski.

Es soll in diesem Jahr alles ein bisschen spannender werden als sonst. Das sagen sich auch Radsport-Organisator Gerd Suschowk. "In der Regel werden die Steher-Startplätze ausgelost. Aber wir führen vorher ein Rundenrekordfahren durch." Und so ergibt sich durch das Ergebnis der Startplatz.  

Leckerlies für Pferde beim Sattelfest Forst 2018 (Foto: rbb/Schneider)
Ein Korb mit Leckerlis für die PferdeBild: rbb/Martin Schneider

Wettbewerb mit Tradition

Bereits 2006 fand im Rad- und Reitstadion in Forst (Lausitz) das erste Reit- und Springturnier statt. Der Große Herbstpreis der Steher wird seit 2016 im Rahmen des Sattelfestes ausgefahren.

Für Kinder bis sechs Jahre ist der Eintritt zum Sattelfest an allen drei Tagen frei. Erwachsene zahlen Samstag und Sonntag jeweils acht Euro. Freitag ist der Eintritt für alle frei.

Mehr Infos im Internet.

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