Trotz leerer Vereinskasse - Energie Cottbus will Stadion der Freundschaft ausbauen

Mo 03.01.22 | 12:11 Uhr
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Das Stadion der Freundschaft in Cottbus (imago images/Weiland)
Audio: 05.01.2022 | Antenne Brandenburg | Andreas Friebel | Bild: imago images/Weiland

Fußball-Regionalligist Energie Cottbus plant das Stadion der Freundschaft auszubauen und zu modernisieren - trotz leerer Vereinskasse. Im Fokus der Vereinsführung steht offenbar die in die Jahre gekommene Westtribüne.

Der Cottbuser Fußball-Regionalligist Energie Cottbus plant den Ausbau und die Modernisierung des Stadions der Freundschaft. Das bestätigte die Vereinsführung am Montag dem rbb. Zuerst hatte die "lr online" berichtet. Demnach plant der Verein, die Westtribüne zu erneuern.

Die Tribüne stammt aus den 1980er Jahren und wurde auch mit dem Aufstieg des FC Energie in die Bundesliga nicht saniert. Die anderen Tribünen sind neuere Bauten und sollen allenfalls bei Bedarf repariert werden.

Noch kein Zeitplan

Die Westtribüne soll laut den Planungen modernisiert werden und neue VIP-Logen und mietbare Konferenzräume enthalten. "Wir haben in den letzten Monaten ein Konzept erstellt, wie man das in den nächsten Jahren und auch in verschiedenen Ligen gestalten kann", sagte Energie-Präsident Sebastian Lemke dem rbb. Derzeit würden "sehr gute Gespräche" mit der Stadt Cottbus und dem Landkreis Spree-Neiße geführt, so Lemke weiter.

Einen konkreten Zeitplan gibt es hingegen noch nicht. "Wir hoffen, dann bald einen Zeitstrahl rausgeben zu können, wie wir damit arbeiten können", erklärte der Vereinspräsident.

Energie kann sich Umbau nicht leisten

Immer wieder hatte Energie Cottbus allerdings darauf hingewiesen, wie angespannt die finanzielle Situation des Vereins ist. Leisten kann sich Energie den Stadionausbau demzufolge nicht. Der Verein setzt auf Fördermittel. Nach rbb-Informationen ist auch angedacht, den Ausbau als Projekt im Strukturwandel voranzubringen. Auch dazu gibt es aber noch keine konkreten Informationen.

Der Verein will sich deshalb auch noch mit der Landesregierung verständigen und das Vorhaben erläutern. Mit etwa zehn bis zwölf Millionen Euro Fördermitteln rechnet der Verein nach rbb-Informationen.

Weil aber auch der Unterhalt des Stadions mit jährlich etwa 1,5 Millionen Euro - durch den Umbau möglicherweise sogar mehr - für den FC Energie zu viel ist, ist auch die Gründung einer eigenen Betreibergesellschaft im Gespräch. Die soll sich dann um die Bewirtschaftung des Stadions kümmern, möglicherweise unter Beteiligung der Stadt und des Landkreises. Energie hofft dadurch auf eine finanzielle Entlastung.

Sendung: Antenne Brandenburg, 03.01.2022, 14:10 Uhr

10 Kommentare

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  1. 10.

    Selten soviel Schwachsinn in so wenigen Zeilen gelesen.
    entweder haben Sie eine grundsätzliche Abneigung gegenüber Cottbus und dem FC Energie oder Sie haben einfach keine Ahnung und wollten halt auch mal hupen.

  2. 9.

    Ich staune, das der RBB solch Kommentare nicht beanstandet, man kann ja über den Artikel streiten, aber niveauloses Phrasen dreschen ist ärmlich, Chips verkehrt gepolt ?

  3. 8.

    Ich denke Stadt und Land sollten unsere Steuermittel besser in Bildungseinrichtungen und Initiativen gegen Extremismus investieren, statt in solch einen unterdurchschnittlichen performenden Knalltütenverein. Nicht wirtschaften wollen aber Staatsknete fordern. Was tut der Verein denn gegen seine gewaltliebenden, demokratiefeindlichen Problemfans? Vielleicht traut sich ja wegen denen niemand mehr ins Stadion? So nen Glatzenverein würde ich auch nicht sponsern. Mal ganz grundsätzlich gefragt: Wo liegt denn der Gemeinnutzen dieses Vereins?

  4. 7.

    Erst mal die eigenen Reihen schließen. Und die KKK Mützen aussortieren.
    Hertha? Pah, die bauen ja auch bald in Brandenburg. 20.000 reicht für die.

  5. 6.

    Auch Land und Kommune sehe ich da nicht in der Pflicht. Am Ende ist es ein kleiner Sportverein mit mittelmäßigem sportlichen Level. Man muss endlich mal die Vergangenheit vergessen, Bundesliga usw.
    Das waren gänzlich andere (am Ende auch keine besseren) Strukturen.
    Land und Kommunen haben sich um Kitas, Schulen, Firmenansiedlungen (dann klappts auch mit den honorigen Sponsoren) zu kümmern, nicht um Stadien privater Vereine.
    Was käme denn danach? Dorfverein Krieschow will auch Fördermittel...?

  6. 5.

    Ich stimme Ihnen, Jörg, voll zu. Ich bin ENERGIE-Fan, aber der Stadionumbau kann nicht aus dem Bundestopf für Strukturwandel kommen. Das muß vom Land, Kommune, Verein usw. kommen.
    Aber dieses Problem zeigt sich in ganz Brandenburg. Die meisten Fördermittel werden bisher für normale Instandsetzungs-Maßnahmen ausgegeben, wofür Brandenburg sonst kein Geld bereitstellt.
    Am Ende sind die Bundesmittel aufgebraucht, aber nicht ein einziger Arbeitsplatz ist dazugekommen.

  7. 4.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Energie schon in diesem Mai den Aufstieg in die 3.Liga schafft. Ich verstehe auch, dass den Verein die Betriebskosten für dieses zwar schöne, aber für die Finanzen zu kostenspielige Stadion drückt und eine dauerhafte Entlastung notwendig ist. Aber der Einsatz von Strukturwandel-Mitteln für eine Funktionserweiterung des Stadions zu nutzen, ist ein eklatanter Fördermittelmissbrauch und ich hoffe nicht, dass das so zustande kommt. Die Strukturwandel-Milliarden sollen in Infrastruktur, Produktion und Forschung mit nachhaltigen Effekten für die Lausitz eingesetzt werden und nichts davon trifft auf den Stadionumbau zu. Wenn das Land das Projekt fördern will, wäre das Energie und Cottbus zu wünschen, aber nicht mit diesen Bundesgeldern!

  8. 3.

    Sind Sie mal bitte nicht so pessimistisch, daß wäre eher bei Hertha mit dem Riesenstadion angebracht

  9. 2.

    Was ist an Platz zwei nicht zu verstehen?
    So viele Zuschauer wie Cottbus hat, würde sich mancher Drittligist gerne mal wünschen (u.a. Viktoria Berlin)

  10. 1.

    Wäre ein Rückbau nicht sinnvoller?
    Wer soll da spielen? Der gefühlte 5. Ligist Energie doch wohl eher nicht.

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