Wittenberg gegen Vatikan - Eduard Geyer verliert Freundschaftsspiel gegen den Papst

Mo 27.06.22 | 14:46 Uhr
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Symbolbild: Dynamos ehemaliger Spieler und Trainer Eduard Geyer sitzt am 31.08.2019 auf der Tribüne beim Spiel SG Dynamo Dresden – FC St. Pauli. (Quelle: dpa/Robert Michael)
Audio: Antenne Brandenburg | 27.06.2022 | Andreas Friebel | Bild: dpa/Robert Michael

Der langjährige Trainer von Energie Cottbus, Eduard Geyer, hat am Wochenende ein ungewöhnliches Freundschaftsspiel verloren. Mit einer Stadtauswahl aus Wittenberg (Sachsen-Anhalt) war Geyer gegen ein Team des Vatikan in Rom angetreten. Die Geyer-Auswahl verlor das Spiel mit 4:5.

Sechs Wochen lang hatte Geyer die Wittenberger Stadtauswahl zuvor trainiert. Der Auftakt des Spiels lief vielversprechend für das deutsche Team. Früh war Geyers Mannschaft mit zwei Toren in Führung gegangen, kassierte im Gegenzug allerdings innerhalb von sechs Minuten drei Gegentreffer.

"Nie gedacht, dass uns die Katholiken so hintergehen"

"Ich habe mich in der ersten Halbzeit aufgeregt, über den Schiedsrichter", erklärte Geyer am Montag. "Ich hätte nie gedacht, dass uns die Katholiken so hintergehen", so Geyer lachend. Ganz überraschend kam die Niederlage dann doch nicht, immerhin hatte Geyers Team ein Duchschnittsalter von 45 - der Gegner von 25.

Neben der Niederlage musste das Team rund um Eduard Geyer einen weiteren Dämpfer verkraften. Bei der Rückkehr aus Rom war das Flugzeug verspätet in München angekommen. Weil die Abfertigung chaotisch verlief, verpassten Spieler und Trainer den Anschlussflug. Nach Hause ging es deshalb mit dem Taxi.

Doch Geyer ließ sich nach eigenen Angaben den Spaß an seinem Trainer-Comeback nicht verderben - auch, wenn der Papst nicht persönlich zum Spiel erschienen war. "Ich habe das gemerkt im Vatikan, es kribbelt schon", so der 77-Jährige. Nun hofft er auf eine mögliche Revanche in einem oder zwei Jahren.

Sendung: Antenne Brandenburg, 27.06.2022, 15:10 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Gibt es keine Zugverbindung zwischen München und Wittenberg?
    Wenn allerdings alle Spieler in ein Taxi gepasst haben, ist das natürlich auch in Ordnung. ;-)

  2. 6.

    Beim traditionellen Fussballspiel "Pfarrer vs. Imame" des Berliner Fussball-Verbandes wird der Schiedsrichter ja in der Regel von der jüdischen Gemeinde in Zusammenarbeit mit TuS Makkabi Berlin gestellt - vielleicht wären die auch bei einer Neuauflage Rom vs. Wittenberg zu überreden?

  3. 5.

    Wer hatte denn diese geniale Idee………?
    Das klingt nach professionellen Marketing.
    Dieser Mensch kann doch bestimmt auch die Kirche
    ,mal wieder, reformieren und Kirchenaustritte verhindern.
    Diese Person würde ich gern treffen.


  4. 3.

    Was denn durchschnittlich 25 Jahre alt und schon Priester was sagen den da die Hormone ? ;-)

  5. 2.

    Alle Achtung, Ede, mit einer Auswahl der Lutherstadt Wittenberg im Vatikan anzutreten! Dazu gehört Mut.
    Aber mal im Ernst : Eine tolle Idee. Vielleicht hätte er auf einem Schiedsrichter mit einer anderen oder keiner Religion bestehen sollen. Oder einer Schiedsrichterin.
    Achtung! Satire!!!!!

  6. 1.

    Ouh, das gibt bestimmt Straftraining! ;-)
    Schöne Geschichte, klingt nach einem bleibenden Erlebnis für alle Beteiligten.

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