30.09.2018, Brandenburg, Jänschwalde: Wasserdampfschwaden steigen aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) (Quelle: dpa/Pleul)
Video: Brandenburg aktuell | 30.09.2018 | R. Herkner, P. Manske | Bild: dpa/Pleul

Regelung zur Verringerung des CO2-Ausstoßes - Erster Block im Kraftwerk Jänschwalde abgeschaltet

Erstmals ist die Lausitz vom Energiewirtschaftsgesetz betroffen: Am Sonntag ist der erste Block im Braunkohlekraftwerk Jänschwalde in Südbrandenburg abgeschaltet worden. Tausende protestierten gegen den damit verbundenen Stellenabbau.

Im Braunkohle-Kraftwerk Jänschwalde in Südbrandenburg ist am Sonntag einer der insgesamt sechs Kraftwerksblöcke für den Klimaschutz vom Netz genommen worden. Block F werde zunächst in Reserve gehalten und vier Jahre später stillgelegt, sagte der Sprecher des Kraftwerksbetreibers LEAG, Thoralf Schirmer, rbb|24.

Es ist das erste Mal, dass die Lausitz von der Regelung im Energiewirtschaftsgesetz betroffen ist. Ziel der Sicherheitsbereitschaft und der Stilllegung ist es, den die Kohlendioxid-Emissionen bei der Stromversorgung in Deutschland zu verringern. In einem Jahr soll ein weiterer Block folgen: Block E.

Gewerkschaftsdemonstration gegen die Abschaltung des ersten Blocks in Jänschwalde am 30.09.2018 in Cottbus. (Quelle: rbb/Andreas Rausch)
Protest in Cottbus zur Abschaltung des Kraftwerksblocks in Jänschwalde | Bild: rbb/Andreas Rausch

Stiller Protest in Cottbus

Laut dem Gesetz sollen bis 2020 durch die Trennung mehrerer Kohlekraftwerksblöcke vom Netz bis zu 12,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Vor der Abschaltung am Sonntag sind nach rbb-Informationen rund 2.000 Personen zu einem stillen Protest in Cottbus zusammengekommen, um auf den Wegfall ihrer Arbeitsplätze hinzuweisen. Davon waren rund 600 Mitarbeiter des Kraftwerksbetreibers LEAG. Initiiert wurde der Protest von der Gewerkschaft IG BCE. Angaben des Veranstalters, der Bergbau-Gewerkschaft IG BCE, und des Unternehmens LEAG waren rund 3.000 Personen vor Ort. Unter den Rednern war Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Er forderte mehr Zeit für den kompletten Ausstieg aus der Braunkohle - weit mehr als 20 Jahre. Denn neue Industrien gebe es nicht über Nacht.

Es habe außerdem eine Mahnwache mit rund 20 Beschäftigten vor dem Kraftwerk gegeben, sagte LEAG-Sprecher Thoralf Schirmer.

Gewerkschaftsdemonstration gegen die Abschaltung des ersten Blocks in Jänschwalde am 30.09.2018 in Cottbus. Anwesend sind auch Ministerpräsident Woidke und der stellv. Säschsische Ministerpräsident Martin Dulig. (Quelle: rbb/Andreas Rausch)Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (rechts) und der stellvertretende sächsische Ministerpräsident Martin Dulig bei der Gewerkschaftsdemonstration in Cottbus.

Das Energieunternehmen LEAG bekommt für die Sicherheitsbereitschaft einen finanziellenn Ausgleich vom Bund. Wenn 2019 der nächste Block abgeschaltet wird, fallen insgesamt 600 Stellen im Kraftwerk Jänschwalde und im Tagebau weg. Viele Kumpel gehen in den Vorruhestand, andere werden versetzt.

Sendung: Inforadio, 30.09.2018, 17:40 Uhr

Kommentar

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42 Kommentare

  1. 42.

    Ihre Rechnung ist falsch. Man kann nicht die 8 Tausend Jobs in der Kohle auf das Zehnfache aufblähen, indem man die angeblich davon abhängigen Jobs dazuzählt. Das macht die Kohlelobby nur zu gerne. Richtig wird es dadurch nicht!

    Denn diese zusätzlichen Jobs hängen eben nicht an 8 Tausend "Kohlejobs", sondern an 8 Tausend Jobs! Wenn diese 8 Tausend Jobs wegfallen, muss man sie logischerweise nur durch 8 Tausend neue Jobs ersetzen und nicht etwa durch 80 Tausend! Meine u.g. Quelle zeigt: die Regenerativen bieten 17 Tausend Jobs in Brandenburg! Potential zu viel mehr ist vorhanden, wird aber durch die Kohleverstromung blockiert!

    Und zu Ihrem Fahrradbeispiel: ich fahre kein e-Bike, sondern ein normales Fahrrad ohne "e". Ich hätte zu gerne, dass dies CO2-neutral und lokal hergestellt wurde. Nur muss Brandenburg exakt zu diesem und ähnlichen Zwecken weg von der Braunkohleverstromung! Danke also für dieses Beispiel. ;-)

  2. 41.

    "die Laier vom unverzichtbaren Dreckstrom" - Völlig richtig! Diese Laier wurde auch schon beim Atomstrom gespielt. Was ist nach dem Abschalten der AKW passiert? Wir exportieren (!) Strom, wie Sie richtig schreiben.

    Wenn Herr Woidke in die Zukunft statt in die Vergangenheit sehen würde, also sich für die Regenerativen einsetzen würde und nicht für die Braunkohle, dann kann das zu einer Erfolgsstory werden. Aber mit seinem derzeitigen Energiepolitik-Kurs stellt er Brandenburg aufs Abstellgleis.

  3. 40.

    "Die Technologien haben wir längst." Nochmal: Die rein technische Machbarkeit selbst der absurdesten Öko-Ideen ist unstrittig. Man könnte auch Goldhamster-Laufrad-Dynamo-Kraftwerke machen, technisch-physikalisch unstrittig möglich. Auch Speicher sind technisch machbar. Die zu speichernden Energiemengen wären aber so gigantisch, dass jede denkbare technische Lösung unbezahlbar wäre. Finanzierbar wäre das alles nur, wenn eine Speichertechnologie erfunden würde die etwa Faktor 1000 billiger ist als alles was wir heute kennen.

    "Wir haben aktuell zuviel Primärstromerzeugung nicht zu wenig! " Es geht nicht um die Energiemengen sondern die zeitlichen Schwankungen. Strom muss exakt in der Sekunde produziert werden, wenn er abgerufen wird. Aber der Wind weht und die Sonne scheint wann sie will, und nicht wenn Sie Ihren Computer anschalten. Wenn es nachts windstill ist, bleibt der Ökostrom eben weg. Dass vor 3 Monaten 10 mal mehr davon produziert wurde nützt Ihnen dann nichts.

  4. 39.

    Brandenburgs Landesregierung setzte schlicht weg wie weiland die DDR auf das falsche Pferd. Der einstige Energiebezirk der DDR war einst eines der Zentren der Glasherstellung dieser Welt.

  5. 38.

    Sie haben schlicht unrecht, wenn Sie sagen, dass man Energie nicht für drei Tage vom Sommer in den Winter speichern kann. Die Technologien haben wir längst. Sei es nun Windgas oder Batteriesysteme oder vieles mehr. Man müsste sie nur bauen. Das wollen jedoch gewisse einflussreiche Kreise in Deutschland nicht. Zufällig jene, die uns ständig erzählen, dass es ohne Kohle und Öl nicht geht. Zufällig sind das auch die, die daran kräftig verdienen und die keine Skrupel vor der unsagbaren Umweltzerstörung haben.

    Nochwas. Wenn man die Braunkohleverstromung in Deutschland abschalten würde, würde keineswegs Strom aus Polen importiert werden müssen. Wir könnten nur etwas weniger Strom exportieren, was wir heute in Unmengen tun. Wir haben aktuell zuviel Primärstromerzeugung nicht zu wenig!

    Aber so wie ich hier die Diskussion sehe, wird man weiter autistisch die Laier vom unverzichtbaren Dreckstrom spielen.

  6. 37.

    Kann mich nicht entscheiden, an welcher Stelle ich Ihnen antworten soll Herr Dr. Kawasaki. Die Region lebt nicht nur von denen die in der Kohle aktuell arbeiten (Stichwort 8.000 Mitarbeiter). Nein, sie lebt von den andern 82.000 Menschen die seit der Wende eine starke Kaufkraft darstellen. Die Region braucht nicht Ersatz für 8.000 Jobs, sie braucht Wertschöpfung für viel, viel mehr um die Region zu erhalten. Den Wirtschaftsaufschwung durch Energie in den 70ern und das damit verbundene Wachstum haben auch alle gerne genommen. Hört auf den Wirtschaftsstandort zu gefährden! Hambacher Forst lenkt nur ab... ein paar Kilometer weiter wird ein Wald für einen Windpark geforstet, genauso nicht relevant in der Diskusion, solange Sie Strom brauchen. Genauso gut - wie schlecht. Wenn das Problem gelöst werden soll muss Dr. Kawasaki ein elektro-Krad fahren das CO2-frei hergestellt wurde.

  7. 36.

    Hallo Herr Dr. Kawasaki,
    schöner Name mit viel Mut zur Autentizität. Ihre Rechnung beträgt Schäden in Höhe von 6 Mrd. €, toll dann brauchen Sie ja nur noch Argumente für die verbleibenden ca. 30 Mrd. €, denn 36 Mrd. € hat uns die Idee der Energiewende -die Sie als nicht steinzeitlich beschreiben- dieses Jahr gekostet. Viel Erfolg mit Ihrer Idee auf dem Rücken dieser Volkswirtschaft! ... Bitte mehr Qualität und keine Sorge die Bürger zahlen für Sie und Ihre Idee...

  8. 35.

    Geprüft! Unwirtschaftliche Lösung, da der Berg zu dieser Lösung fehlt in unserer Lausitz. Komisch in Schweden sind auch die umweltschädlichen Pumpspeicherwerke nicht gerne gesehen (Stichwort Umweltverträglichkeitsprüfung). ;)

  9. 34.

    Ich kann immer nur 1 Ökoquatsch gleichzeitig widerlegen. In diesem Faden Pumpspeicher in Brandenburg. Die beiden Hauptfehler hab ich behandelt.

    Jetzt kommst erzählst du das sei gar nicht das Konzept sondern gaaaanz anders. Dieses ständige Springen zwischen den Zielvorstellungen ist wie der Pudding ist, den man nicht festnageln kann

    Im übrigen wird das abpuffern der Dunkelflauten mit gigantischen Speichern sehr wohl von Ökos und Medien propagiert. Der Grundfehler bei allen Speichervarianten ist, dass die monströsen Energiemengen, die man speichern müsste, nicht verstanden werden. Die Speichertechnoligie ändert daran gar nichts, deswegen ist die Diskussion darüber müßig.

  10. 33.

    Es ist sehr schade, dass die meisten Kommentatoren keine Ahnung von Mathematik, Physik und Wirtschaft haben. Das macht die Diskussion unsachlich. Natürlich können wir sofort alles ausschalten. Nur macht das keinen Sinn. Wenn wir Kohlestrom aus Polen beziehen, aus Kraftwerken die noch viel mehr Quecksilber freisetzen, kann ich keinen Vorteil erkennen. Wenn Tine aus Oberhavel Leistung von Arbeit nicht unterscheiden kann (Grundbegriffe der Physik), fehlen mir die Worte. Und wenn niemand begreifen will oder kann, dass es rein rechnerisch völlig unmöglich ist, elektrische Energie auch nur für drei Tage vom Sommer in den Winter zu speichern, ohne dafür mehr Geld auszugeben als ganz Deutschland in zehn Jahren verdient, dann weiß ich nicht mehr weiter. Ich habe keine Lust mit Leuten zu diskutieren, die bei 1+1 immer 3 ausrechnen. Macht’s gut und wir machen derweil Strom für Euch. Damit ihr Weltverbesserer nicht im Dunkeln sitzen müsst.

  11. 32.

    Viererlei ist unredlich an Ihrer Argumentation:

    1. So zu tun als seien die bestehenden Filter quasi wirkungslos. Sie filtern die wichtigsten Schadstoffe bis auf unbedenkliche Restmengen aus. Es gibt einige wenige Stoffe die nicht filterbar sind, aber das ändert nichts am enormen Erfolg dieser Filter. Das überspringen Sie einfach.

    2. Sie nennen Absolutmengen, aber setzen diese nicht in Relation auf die Bevölkerung. Ob das überhaupt irgendeine Gefahr bedeutet untersuchen Sie nicht, Sie stellen Maximalforderungen. Aber Maximalforderungen führen letztlich dazu dass man gar nichts mehr machen darf.

    3. Sie verschweigen die Umweltbelastung Ihrer Windräder & Co, die müsste man dann aber genauso minutiös aufrechnen und dann abwägen.

    4. Bluffing-Versuch, Sie behaupten einfach mal ins Blaue dass man ohne Kraftwerke Strom machen könnte, merkt ja keiner. So als ob die mal zum Spaß aufgebaut wurden.

  12. 31.

    Energiewende= Massenverarmungsprogramm, selten so viel Unsinn in einem Satz gelesen....
    Der grösste Energiespeicher ist vorhanden, das Gasnetz. Auch wenn der Wirkungsgrad von Power to Gas noch nicht optimal ist wäre das die richtige Entscheidung. Zur Überbrückung Gaskraftwerke in betrieb nehmen und den Stromexport minimieren. Damit wäre auch klar das sich die Nachbarländer stärker auf EE konzentrieren müssten, das dass bisher nicht erfolgt hat die Ursache das Braunkohlestrom an die Nachbarn verschenkt wird.

  13. 30.

    "Dreckschleudern" Nein, Rauchgasfilter sind für Kohlekraftwerke seit 1974 (West) bzw. 1990er (Ost) Pflicht. Das Problem der Luftverschmutzung aus Kraftwerken ist seitdem Geschichte "

    Das Sie nichts begreifen können oder wollen haben Sie hier schon oft dokumentiert.
    Nachweislich bläst Jänschwalde ca. 500kg Quecksilber/Jahr, eines der giftigsten Schwermetalle überhaupt in die Luft. Von den anderen Schwermetallen, Feinstaub und CO² will ich erst gar nicht anfangen.
    Da ist die Arbeitsplatzdiskussion für ein überschaubares Häufchen völlig fehl am Platz, Gesundheit geht vor. Zumal das Totschlagargument "Versorgungssicherheit" längst widerlegt ist.

  14. 29.

    Sie haben nicht verstanden was ich geschrieben habe :). Wir suchen die Antwort auf die Frage "Wieviel Energie müssen wir speichern können, um die wetterabhängigen Schwankungen von Wind und Solar auszugleichen, wenn wir uns nur damit versorgen und Stromausfälle vermeiden wollen, und was kostet das". Es geht also um Energiemenge, nicht um Leistung. Deswegen Einheit GWh und nicht GW.

    Die Antwort lautet: Soviel wie Deutschland in der längsten wind- und sonnenscheinarmen Wetterperiode Strom verbraucht. So eine Periode kann ca. 2 Wochen dauern (trübes windstilles Novemberwetter), und in der Zeit verbrauchen wir ca. 20.000 GWh Strom. So groß muss also der Speicher sein. Die Kosten dafür ergeben sich, indem wir die bekannten Baukosten für schon errichtete Pumpspeicher einfach entsprechend multiplizieren. Ergebnis 1,5 Billionen Euro, Berechnung s.u.

    Mit anderen Worten: Die "Energiewende" ist technisch machbar, wäre aber ein Massenverarmungsprogramm.

  15. 28.

    Niemand wird entlassen! Der Protest ist völlig überzogen. Entweder gehen die Leute in den vorzeitigen Ruhestand oder werden versetzt. So steht es im Artikel. Was hier passiert, ist Jammern auf sehr hohem Niveau!

    Und dass Herr Woidke von "über Nacht" spricht, wenn wir von 20 Jahren reden, ist schon starker Tobak. Dieser Vergleich stimmt nur, wenn die Politik sich in den Sessel lehnt und zuguckt, statt Brandenburg weiterzuentwickeln! Es ist ein Armutszeugnis der SPD, so auf Zeit zu spielen und die Entwicklung des Landes quasi im Sande verlaufen zu lassen. In 20 Jahren ist es zu spät für einen Strukturwandel, dann hinkt Brandenburg hinterher. Der Wandel muss sofort beginnen! Und deshalb muss auch der Kohleausstieg sofort beginnen und bis 2030 abgeschlossen sein!

  16. 27.

    In der Braunkohlesparte arbeiten nur 8 Tausend*, also weniger als 1 % der Brandenburger Arbeitnehmer! Woide soll sich um alle (!) Brandenburger sorgen, also auch um die 99 % und nicht nur um diese 1 %. Die Braunkohle ist hoch mechanisiert. Die wirklichen Jobmacher sind die Regenerativen mit mehr als doppelt so vielen Beschäftigten wie in der Kohle selbst in Brandenburg**! Das Beharren auf der Braunkohle sichert wenige Jobs und verhindert dabei einen Job-Boom bei den Regenerativen! Aus meiner Sicht also ein Arbeitsplatzverhinderer!

    Die wahre Macht in der Braunkohle auf die Politik kommt nicht durch die angeblich so wichtigen Arbeitsplätze zustande, sondern durch die massive Lobby-Arbeit*!

    *Quelle: Spiegel-Online (Kurzlink: tinyurl.com/y9k2n2lm)
    **Quelle: Wind-Energie.de (Kurzlink: tinyurl.com/y7ma6lpg)

  17. 26.

    Aus https://shop.arl-net.de/media/direct/pdf/ab/ab_005/ab_005_03.pdf:

    "Den größten Anteil von fast 40% der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien hatte 2011 die Windenergie mit 46.500 GWh, gefolgt von Biomasse mit 36.700 GWh sowie Wasserkraft und Photovoltaik mit jeweils knapp 20.000 GWh (AGEB 2012b). Gegenüber Mitte der 1990er Jahre vergrößerten Windenergie und Biomasse damit bis 2011 ihre Leis- tung um den Faktor 30 und mehr. "
    Die von Ihnen genannte Leistung von 20.000 GWh und noch weitaus mehr wird schon lange durch erneuerbare Energien geliefert. Wie kommen Sie auf die errechnete Summe von 1,5 Billionen Euro?

  18. 25.

    "Dreckschleudern" Nein, Rauchgasfilter sind für Kohlekraftwerke seit 1974 (West) bzw. 1990er (Ost) Pflicht. Das Problem der Luftverschmutzung aus Kraftwerken ist seitdem Geschichte, nicht zuletzt deshalb hatten wir seit Ende der 1980er keinen Smogalarm mehr. Wer heute noch Polemik-Begriffe wie "Dreckschleudern" benutzt, hat entweder keine Ahnung oder will irreführen.

  19. 24.

    "Er forderte mehr Zeit für den kompletten Ausstieg aus der Braunkohle - weit mehr als 20 Jahre. Denn neue Industrien gebe es nicht über Nacht.". Meine Güte, man wusste schon vor mehr als 30 Jahren, daß Braunkohlekraftwerke die größten Dreckschleudern sind, man hätte damals schon einen Ausstieg planen können. Industrien entstehen dann, wenn Menschen sich darum kümmern... Mal über den eigenen Tellerrand schauen und neue Wege gehen.

  20. 23.

    Danke für diese Antwort. Aber ich fürchte, sie wird zwar gelesen, danach aber als "Typisch-Kohlelobby" verteufelt werden. Bitter, wenn Sachargumente in der Debatte um die Energiewende kein Chance gegen Ideologie haben. Jedem, der Sachlichkeit einfordert, wird sofort die Klima-Killer-Ewig-Gestriger-Keule auf den Kopf gehauen. Dass es Menschen gibt, die die Energiewende begrüßen und trotzdem einen Kohleausstieg bis 2030 für technisch und finanziell unrealistisch halten, können diese Scheuklappen-Ideologen nicht begreifen.

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