Handwerkskammer Cottbus
Audio: Antenne Brandenburg | 09.10.2018 | Schomber/Schneider | Bild: rbb/Th. Krüger

Umfrage in Cottbuser Kammer - Handwerker befürchten Einbußen durch Kohleausstieg

60 Prozent der Lausitzer Handwerksbetriebe blicken mit Sorge in die Zukunft. Die Unternehmen befürchten, dass durch den Braunkohleausstieg die Region an Kaufkraft verlieren werde. Zudem würden Fachkräfte abwandern. Das geht aus einer Sonderumfrage der Handwerkskammern Cottbus und Dresden hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Außerdem sehen sich die Handwersbetriebe durch steigende Steuern und Abgaben bedroht. Fast jeder zweite Betrieb bezeichnet sich als mäßig bis stark abhängig von der Kohle.

Besuch der Kohlekommission in der Lausitz am Donnerstag

Die Kammern haben die Umfrage im Vorfeld des am Donnerstag stattfindenden Lausitzbesuchs der Kohlekommission des Bundes durchgeführt. Die Betriebe erwarten von der Kommission Vorschläge, wie die jährlich 1,4 Milliarden Euro Wertschöpfung der Braunkohle in der Region ersetzt werden sollen.

Die Handwerkskammern Cottbus und Dresden repräsentieren über 32.000 Handwerksbetriebe, fast 10.000 davon in Südbrandenburg.

 

Sendung: Antenne Brandenburg, 09.10.2018, 14 Uhr

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Fast jeder zweite Mensch bezeichnet sich mäßig bis stark von einem stabilen Klima abhängig und fühlt sich vom Klimawandel bedroht. Die Bürger erwarten von der Kommission Vorschläge wie die Rund 1000 Millionen Tonnen CO2, die in Deutschland jährlich ausgestoßen werden wieder unter die Erde kommen sollen.

  2. 2.

    Vollkommen richtig! Die Handwerker in der Lausitz hatten genügend Zeit, sich zukunftsfähige Geschäftsfelder zu erschliessen. Wir können ja im Umkehrschluss wieder Dampfloks fahren lassen, weil die Heizer und Dampfkutscher ja auch arbeitslos geworden sind. Oder auch Postkutschen mit Pferden vorne dran. Die Kutscher sind ja auch alle arbeitslos geworden. Was ist das denn für eine Logik, eine Technologie aus dem letzten Jahrhundert zu präferieren, wenn es überall viel viel innovativere Technologien gibt?

  3. 1.

    Und das heißt jetzt was?
    Weiter die Kohle verbrennen,Menschen vertreiben die Umwelt zerstören und den Berg der Bergbaufolgekosten weiter wachsen lassen weil Handwerker nicht in der Lage sind neue Geschäftsfelder zu erschließen?
    Das ist genau so dämlich wie die Jammerei von Woidke über 600 verlorene Arbeitsplätze wegen Kraftwerks Hartz IV.
    Der weiß seit drei Jahren das die Abschaltung kommt und hat samt seiner Truppe nichts getan.

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