Ein Elektroauto an einer Elektro Ladestation (Quelle: imago/Peter Schatz)
Audio: Antenne Brandenburg | 18.10.18 | Christian Matthée | Bild: imago/Peter Schatz

Demo auf dem Lausitzring - Die Lausitz leuchtet für Tesla-Batteriefabrik

Die Lausitz steckt mitten im Strukturwandel. Mit dem Wegfallen der Kohle als Wirtschaftsfaktor wird händeringend nach alternativen Industriezweigen gesucht, die sich in der Region ansiedeln können.

Ein Kandidat für eine Neuansiedlung ist der US-amerikanische Autohersteller Tesla. Für seine Elektro-Autos benötigt der Konzern Batterien, die am besten in der Lausitz produziert werden sollen - zumindest wenn es nach Wirtschaftsvertretern und Politikern geht. Ein Aktionsbündnis wollte mit einer Aktion am Donnerstag  auf die Lausitz als Standort aufmerksam machen.

Aktionsbündnis will Tesla "heimleuchten"

Um den amerikanischen High-Tech-Konzern nach Südbrandenburg zu locken, hatte sich ein breites Bündnis gebildet. Die Initiative "#WelcomeTesla" zählt mittlerweile 115.000 Online-Unterstützer. Sie listet auf ihrer Internetseite zehn Gründe auf, die dafür sprechen sollen, eine Batteriefabrik, die sogenannte "Gigafactory", in  der Lausitz zu errichten.

Genannt werden unter anderem gute Förderbedingungen durch die Politik, das neue Kompetenzzentrum für autonomes Fahren der DEKRA am Lausitzring, ein riesiges Fachkräftepotential und die Lausitz als strategisch günstig gelegener und logistisch hervorragend erschlossener Standpunkt.

Das Aktionsbündnis wollte am Donnerstag mit einer Aktion die Aufmerksamkeit von Konzernchef Elon Musk erregen. Dabei sollen Unterstützer auf dem Lausitzring mit Taschenlampen in den Himmel leuchten, um dem von Tesla als Werbeaktion ins All geschossenen Tesla Roadster symbolisch den Weg in die Lausitz zu zeigen.

Politik unterstützt Aktionsbündnis

Laut Ralf Henkler, einem Mitinitiator des Bündnisses sollten bei der Aktion auch Probefahrten angeboten werden. Ab 18:45 Uhr sollten dann alle Teilnehmer in den Himmel leuchten.

Die Idee kam auf, als bekannt wurde, dass Musk Deutschland als Standort für seine Fabrik bevorzugen würde. Einen direkten Kontakt zum Konzernchef gebe es noch nicht, aber Landes- und Bundespolitik seien beteiligt. So ist auch Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) mit unter den Unterstützern. Sie hält die Aktion nach eigenen Angaben für eine großartige Idee. "Wir wollen natürlich hochwertige Industriearbeitsplätze in der Lausitz haben und wir wollen Zukunftstechnologie haben. Tesla und die Elektromibilität stehen absolut dafür", sagte Münch in einem rbb-Interview.

Auch der CDU-Abgeordnete Michael Schierack, der Chemiekonzern BASF und der Lausitzbeauftragte der Landesregierung, Klaus Freytag unterstützen die Aktion.

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    ….ich kann Ihre Aussagen nur unterstützen.
    Vielleicht könnte ja endlich mal die (eingeschlafene) Politik sich der Sache annehmen und unsere (betrügerischen) Autobauer im Lande dazu verpflichten Ihre Produktionen dorthin zu verlagern. Eventuell können diese ja dann mal aus dem "Mustopf" kommen und die Weiterentwicklung von Elektromobilität anzutreiben.
    Armes Deutschland, der Status des eifrigen und korrekten "Deutschen" ist unwiederbringlich im Sinkflug und wird uns noch so einige wirtschaftliche Kapriolen bescheren.

    MFG

  2. 1.

    Ich bin der Meinung, eine solche Fabrik läuft in Deutschland nur so lange sie subventioniert wird...

    Die Produktion im Ausland ist halt günstiger.
    Das geht dann ein paar Jahre gut und dann ist Schluss.

    Am Ende gibt es nur eine Region mit vielen Erwerbslosen.

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