Vogelblick auf die Brachfläche des künftigen Gründerzentrums Cottbus (Foto: rbb/Schneider)
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Audio: Antenne Brandenburg | 04.12.2018 | Anke Blumenthal | Bild: rbb/martin Schneider

Elf Millionen Euro für Bau von Gründerzentrum - Ein Hauch von Silicon Valley in Cottbus

Cottbus will Startup-Hochburg werden. Auf dem Gelände der BTU wird schon bald ein Gründerzentrum stehen. Noch ist eine Baugrube, bald erhalten Firmengründer hier Tipps von Experten. Jetzt kam eine finanzielle Starthilfe vom Land. Von Martin Schneider

Große Ideen sollen künftig in Cottbus geboren werden. Dafür hat die Stadt am Dienstag knapp 11 Millionen Euro vom Land Brandenburg erhalten. Das Geld fließt in ein neues Gründerzentrum - ein Neubau, 4.000 Quadratmeter groß, mit Büros, Laboren und Experten. Die Räume soll jeder nutzen können, der eine gute Idee hat. Ein Ort, der Lausitzern unter die Arme greifen soll, die sich selbständig machen wollen.

Gründer-Hotspot Cottbus

Das Gründerzentrum entsteht in direkter Nachbarschaft zur BTU Cottbus-Senftenberg.
Und das ist gut so, meint die amtierende Präsidentin der Uni, Christiane Hipp. "Wir sind auch an internationalen Programmen dran, wo wir internationale Gründer nach Cottbus holen." Denen könnten in Zukunft Räume angeboten werden, so dass "zum Beispiel mit Australien mit der BTU Netzwerke geschlossen werden - und so ein kleines Silicon Valley entsteht." 

Gründer - kluge, mutige Köpfe - sollen im neuen Gründerzentrum ihre Idee von der eigenen Firma entwickeln können. Hilfe bekommen sie dabei von Anwälten und Wirtschaftsexperten. Für Hipp ist das Zentrum eine ideale Ergänzung zu den eigenen Gründungsaktivitäten. "Unsere Studierenden, unsere wissenschaftlichen Mitarbeiter entwickeln neue Ideen und Produkte und sind immer auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten, aber auch nach anderen Gründern, die am gleichen Ort sind - mit denen man sich austauschen kann." Da schließe das Gründerzentrum eine weitere Lücke.  

Baustelle Baugrube Gründerzentrum Cottbus (Foto: rbb/Schneider)
Gründerzentrum-Baustelle mit Schwimmbad-Resten | Bild: rbb/Martin Schneider

Alleinstellungsmerkmal in der Region

Die Idee ist, dass das Gründerzentrum eine Anlaufstelle für jedermann wird, erklärt die amtierende Uni-Präsidentin. Im Keller könnte ein "Fab-Lab" oder "Makerspace" entstehen, das heißt "da kann jeder kommen und mit einem 3D-Drucker arbeiten, mit den Maschinen und Materialien arbeiten." Es gehe darum, eine Werkstatt zu haben, um einen Prototypen entwickeln zu können. "Da erhoffen wir uns schon ein Alleinstellungsmerkmal in der Region", sagt Christiane Hipp.

Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch setzt große Hoffnungen in den Bau. "Wir erhoffen uns ein Signal. Ein Signal mitten im Strukturwandel nicht nur mit Worten, sondern mit Taten die richtigen Maßstäbe zu setzen." Deshalb sei die Bewilligung der Landesgelder in dieser Situation das richtige Signal.

Das Gründerzentrum Cottbus soll am Standort der alten Sportschwimmhalle entstehen. Sie ist abgerissen worden, nur wenige Mauerfragmente zeugen noch von dem zuletzt heruntergekommenen Hallenbad. Wo einst Wasser plätscherte, sollen bald Ideen sprudeln. Die Eröffnung des Gründerzentrums ist für Frühjahr 2021 geplant.

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