Archivbild: Ronald Pofalla und Angela Merkel (2009)
Audio: Antenne Brandenburg | 09.01.18 | Holger Keßler | Bild: imago/Christian Thiel

Vor Abschlussbericht der Kohlekommission - Pofalla sondiert in Sachen Kohle bei der Kanzlerin

Die Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung", kurz Kohlekommission, steuert auf ihr Finale zu. In drei Wochen soll der Abschlussbericht vorliegen und damit auch ein Vorschlag für ein Ausstiegsdatum aus der Kohleverstromung.

Bevor sich am 15. Januar die Ministerpräsidenten der Kohleländer mit Bundeskanzlerin Merkel treffen, ist am Mittwochabend mit Ronald Pofalla einer der vier Vorsitzenden der Kommission im Kanzleramt.

24.000 Arbeitsplätze in der Lausitz betroffen

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung wird Pofalla, der als Vertrauter Merkels gilt, den ganzen Tag in Sachen Kohle unterwegs sein.

Vormittags trifft er Vertreter von Industrie und Gewerkschaften, am Nachmittag Kohlegegner und Umweltverbände. Beim Abendbesuch bei der Kanzlerin soll es dann konkret werden. So soll es unter anderem darum gehen, wann wie viel Kohlestrom aus dem Netz genommen werden kann, ohne dass ein Blackout droht oder ohne dass den betroffenen Regionen schlagartig tausende Arbeitsplätze verloren gehen. All das unter den Gesichtspunkten Klimaschutz und Strukturwandel.

Gerade für die Lausitz sehen die Zwischenberichte erhebliche Risiken ohne die Kohlewirtschaft. Insgesamt hängen 24.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von dem Rohstoff ab.

Sendung: Antenne Brandenburg, 09.01.2019, 8:30 Uhr;

Kommentar

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9 Kommentare

  1. 9.

    Na hoffentlich bleibt der Hambacher Forst. Denn: der Betriebsplan ist ebenfalls erst mal angefochten und vom OVG Muenster gestoppt. Hier gucken:

    https://www.n-tv.de/politik/BUND-feiert-naechsten-Erfolg-gegen-RWE-article20663168.html

    "BUND feiert nächsten Erfolg gegen RWE"

    "Nach dem Rodungsstopp im Hambacher Forst versetzt der BUND dem Energiekonzern den nächsten Schlag. Vor dem Oberverwaltungsgericht Münster erreicht die Naturschutzorganisation, dass eine Regelung zum Tagebau neu verhandelt werden darf."

    "Die Organisation BUND hat im Kampf für den Erhalt des Hambacher Forstes nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" einen weiteren Erfolg erzielt. Wie die Zeitung berichtet, ließ das Oberverwaltungsgericht Münster die Berufung des BUND gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Köln vom November vergangenen Jahres zu. Der Beschluss wurde den Verfahrensbeteiligten demnach an diesem Dienstag zugeleitet."

  2. 8.

    Der Vorstandsbereich bei der Staatsbahn für Profalla wurde neu geschaffen. Der war vorher nicht erforderlich. Von daher ist eine negative Auswirkung auf die Bahn nicht zu erwarten, wenn Profalla wieder für Merkel arbeitet. Sind in beiden Fällen ohnehin nur Steuergelder, egal was Profalla da momentan macht.

  3. 7.

    Ist etwa Ronald Pofalla als jetziges Mitglied des Vorstandes der deutschen Bahn nicht ausgelastet? Die Bahn hat bestimmt selbst viele Baustellen! Da gibt es bestimmt genug zu tun!

  4. 6.

    24.000 Arbeitsplätze in der Lausitz betroffen........
    Die Zahlen werden immer höher, von hunderttausend vernichteten Arbeitsplätzen in der EE Branche durch Ex Kohlewirtschaftsminister "Siggi" spricht niemand.

  5. 5.

    Was ging denn bitte beim "Dieselfahrverbot" ganz schnell?! Die geltenden Grenzwerte gelten doch schon seit vielen Jahren und der Dieselbetrugsskandal jährt sich glaube ich dieses Jahr zum 5. Mal. Und weil deitschlandweit auf ein paar wenigen Staßen(abschnitten) ein Fahrverbot erlassen wurde, sind doch nicht tausende Dieselbesitzer enteignet worden.

  6. 4.

    Profalla ist die richtige Person für die Aufklärung und Verhandlungsführung im Auftrag von Merkel. Der hat sich bereits bei der NSA Aufklärzung im Merkelschen Sinne bestens bewährt.

  7. 3.

    Pofalla sollte sich lieber um seine Bahn kümmern und nicht mit zig Nebenjobs beschäftigt sein.

  8. 2.

    dort gibt es auch die Ruhrpott AG, jetzt Stiftung...

  9. 1.

    Komisch beim Dieselfahrverbot ging es ganz schnell obwohl dadurch tausende enteignet wurden.Aber bei der Kohle dem größten Umwelt verschmutzter wird nichts unternommen .
    Für die Menschen in der Lausitz müssen andere Arbeitsmöglichkeiten geschafft werden
    Und Ruhrpott geht es ja auch.

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