Demonstration gegen Ölförderung (Bild: Iris Wussmann/rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 27.02.19 | Iris Wussmann | Bild: rbb/Iris Wussmann

Demonstration in Lübben - Bürgerinitiative stellt sich gegen Gasbohrungen im Spreewald

Seit Jahren wird im Dahme-Spreewald-Kreis ein Erdgas- und Erdölvorkommen erkundet. Als Gerüchte von bis zu 40 Bohrungen durchsickerten, formierte sich Protest - eine Bürgerinitiative wurde gegründet. Am Mittwoch demonstrierten die Unterstützer der Initiative vor dem Kreistag in Lübben. Sie fürchten um ihre Gesundheit und ihre Region.

Initiative befürchtet 20 Bohrtürme - Unternehmen widerspricht

Die Bürgerinitiative "Gegen Gasbohren im Oberspreewald" kämpft nach eigenen Angaben gegen eine "Industrialisierung des großen Erholungsgebietes rund um den Schwielochsee und der angrenzenden Lieberoser Heide". Am Mittwoch übergaben sie eine Liste mit Forderungen an Landrat Stephan Loge.

"Es geht um 20 Bohrplätze, das ist alles in Sack und Tüten", so Thomas Jakob von der Bürgerinitiative. "Wir wissen jetzt ganz genau, wo die Bohrstellen liegen, nämlich ganz nah an den Dörfern."

Das deutsch-kanadische Unternehmen Central European Petroleum (CEP) widerspricht dieser Aussage. Ein langes Genehmigungsverfahren sei nötig, bei dem auch die Anwohner ihre Einwände vorbringen können. Sollte überhaupt Öl gefördert werden, werde es auch keine Bohrtürme in der Landschaft geben, heißt es vom Unternehmen.

Das Ölfeld am Schwielochsee wird seit 2012 erkundet. Die Mitglieder der Bürgerinitiative befürchten ein zu hohes Verkehrsaufkommen durch Tankwagen, gesundheitliche Risiken und die Verunreinigung des Trinkwassers. Außerdem stünde der Freizeitwert des Schwielochsees auf dem Spiel.

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1 Kommentar

  1. 1.

    Ich finde die Aktion der Bürgerinitiative gut. Womöglich entstehen da noch gut bezahlte Arbeitsplätze, von denen wir im Land Brandenburg weiß Gott genug haben:-(!!

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