Fahnen mit BASF Logo vor dem Firmengelaende in Ludwigshafen
Audio: Antenne Brandenburg | 07.02.19 | Daniel Jorewitz | Bild: imago stock&people

Strukturwandel in der Lausitz - BASF-Werk Schwarzheide soll Tor zur Seidenstraße werden

Wegen des geplanten Ausstiegs aus der Braunkohle wird in der Lausitz nach alternativen Wirtschaftszweigen gesucht. Auch die bestehenden Industriestandorte sollen wachsen. Dafür besucht Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke am Donnerstag den Hauptsitz des Chemiekonzerns BASF in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz). Die Landesregierung hat große Pläne für das Werk in Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz).

Schwarzheide als Anschlusspunkt zur Seidenstraße

Begleitet wird Woidke dabei von Wirtschaftsminister Jörg Steinbach und vom Lausitzbeauftragten der Landesregierung, Klaus Freytag. Der setzt inmitten des Strukturwandels in der Lausitz große Hoffnungen in den Standort Schwarzheide. Vorgesehen ist unter anderem, Schwarzheide als Logistikdrehscheibe für Warentransporte nach China weiter auszubauen.

"Schwarzheide ist in Ostdeutschland, ist auf dem Weg Richtung China ein ganz wichtiger Produzent von Kunststoffprodukten", so Freytag in einem Gespräch mit rbb|24. "Wir wollen mit dem Standort Schwarzheide hier ein Anker werden in dem Thema Seidenstraßenanschluss."

Dafür müssen laut Freytag Investitionen in Schwarzheide getätigt werden, unter anderem in kombinierte Güterverkehrsterminals, mit denen Waren von der Schiene auf LKW und umgekehrt verladen werden können. Darüber soll bei den Gesprächen am Donnerstag beraten werden.

Alternative Kunststoffe sollen verstärkt produziert werden

Ein weiteres Thema bei den Gesprächen in Ludwigshafen wird auch das Bestreben des Werks in Schwarzheide sein in Zusammenarbeit mit der BTU Cottbus-Senftenberg die Angebotspalette von Kunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen zu erweitern.

"Mit dem Campus Cottbus, aber auch gerade Senftenberg, haben wir hier Tradition. Das wollen wir bereden und verabreden, dass hier der Standort Schwarzheide wächst im Strukturentwicklungsprozess", so Freytag weiter.

Bei dem Treffen soll es außerdem um die gesetzlichen Bedingungen für weitere Investitionen und um die verwendung von Fördermitteln gehen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 07.02.2019, 9:30 Uhr;

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