BASF-Werk in Schwarzheide (Bild: BASF)
Video: Brandenburg aktuell | Rico Herkner | 13.03.19 | Bild: BASF

Größere Rolle im Strukturwandel - BASF will Millionen in Standort Schwarzheide investieren

Der Chemieriese BASF will seinen Standort Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) ausbauen. Dafür plant das Unternehmen Investitionen in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe, wie die Geschäftsführung am Mittwoch in Schwarzheide mitteilte.

Das Unternehmen prüft nach eigenen Angaben auch, in den Batteriemarkt einzusteigen. Eine Batteriefabrik in der Lausitz ist schon seit längerem im Gespräch. Auch im Abschlussbericht der Kohlekommission wird eine solche Fabrik genannt.

"Die Wachstumsaussichten sind enorm"

Batterien "Made in Brandenburg" könnten im Strukturwandel eine große Rolle spielen, gerade bei BASF, sagt der Geschäftsführer des Werkes Schwarzheide, Jürgen Fuchs. Die Herstellung von Materialien für Batterien sei ein Kerngeschäft der chemischen Industrie. "Es gibt in Europa noch niemanden, der in diesen Markt eingedrungen ist und die Wachstumsaussichten in diesem Markt sind enorm", so Fuchs.

Etwa 400 Millionen Euro will der Konzern in die Batterie-Chemikalien-Produktion investieren. Ein Werk soll in Finnland gebaut werden, für eine zweite Fabrik suche man noch nach einem Standort. Um diesen würden sich derzeit mehrere Werke innerhalb des Konzerns bewerben, so Fuchs.

Ein Standort in der Lausitz könnte durchaus sinnvoll sein. Bund und Land unterstützen das Vorhaben. Eine Entscheidung soll erst im Sommer fallen.

Weitere Investitionen in Schwarzheide

Neben dem Batteriegeschäft will der Konzern am Standort Schwarzheide weiter wachsen. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen 148 Millionen Euro in die Instandhaltung und Erweiterung von Produktionsanlagen und in die Modernisierung der Infrastruktur investiert.

Auch das Land Brandenburg hat Interesse am Erhalt des Standortes Schwarzheide. Anfang Februar hatten Vertreter des Chemieunternehmens und Ministerpräsident Woidke in Ludwigshafen eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Darin bekennt sich die BASF zum Ausbau des Standortes und das Land sagte dafür seine Unterstützung zu.

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