Eine Mitarbeiterin wechselt in der Produktionshalle der Trevira GmbH im brandenburgischen Guben am 05.07.2004 eine Spule mit farbigem Polyestergarn (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: (Quelle: dpa/Patrick Pleul)

Schlechte Auftragslage ein Grund - Kurzarbeit bei Garnhersteller Trevira in Guben geplant

Die Trevira GmbH will in den nächsten drei Monaten in ihrem Werk in Guben die Produktion drosseln. Gründe dafür seien die sich verschlechternde Konjunktur und ein anhaltender Auftragsrückgang in den vergangenen Monaten, teilt das Unternehmen mit.

Für den Standort Guben soll deshalb Kurzarbeit beantragt werden, zunächst bis Ende Juli.

Wie viele der 600 Mitarbeiter konkret von der Kurzarbeit betroffen sein werden und ab wann genau kürzer gearbeitet werden soll, steht noch nicht fest.

Trevira stellt in Guben unter anderem Garne für Autositze und Heimtextilien her. Das Unternehmen ist der größte Arbeitgeber in der Stadt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 02.05.2019, 17:30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Ein echtes Trauerspiel was in der metropolfernen Region los ist. Ein weiterer Arbeitgeber geht vor die Hunde und hinterlässt noch weniger Perspektiven. Das Resultat: Guben ist jetzt schon eine Stadt mit fast der ältesten Bevölkerung in Deutschland. Was soll aus diesen Regionen werden, wenn die Babyboomer versterben? Einzige Jobs für Jugendliche sind in der Pflege aber auch das ist endlich.

    Die Politik reden von gleichen Lebensbedingungen für alle als Ziel. Wir sind inzwischen weiter weg von diesem Traum als je zuvor. Statt die Realität ehrlich anzusprechen und Lösungen zu suchen wird nach noch mehr Wohnraum in den Schwarmstädten gerufen. Dass dies aber eigentlich nur eine Auswirkung der Perspektivlosigkeit ganzer Regionen ist, will keiner sehen. Lieber wundert man sich über die plötzlichen Wahlerfolge radikaler Parteien in angehängten Regionen.

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